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06.12.2010

Zwanzig Jungen im Einsatz für die Nette - Bericht vom Bachpatenprojekt der Angelaschule

Einen Schwerpunkt im Wahlpflichtkurs „Natur und Technik“ der Jahrgangsstufe 8 bildete die Untersuchung der Nette, zumindest des Flussabschnitts, der zu unserem Schulgelände gehört, - schließlich hat unsere Schule eine Bachpatenschaft darüber im Rahmen des Osnabrücker Schul-Netzwerks „Lebendige Hase“ übernommen.
Wir haben die geographischen Gegebenheiten des Flussverlaufs und die Flussbettstruktur untersucht. Um den aktuellen Zustand des Fließgewässers zu erfassen, mussten natürlich auch die einschlägigen physikalischen und chemischen Parameter erhoben werden: Temperatur, Geruch, Trübung, pH-Wert, Sauerstoffgehalt, Nitrat-, Nitrit-, Ammonium- und Phosphatgehalt. Das geschah mit Unterstützung des rollenden Umweltlabors des Umweltbildungszentrums am Schölerberg, dem Grashüpfermobil.

Auf dem Weg zur Nette.
Was ist denn da ins Netz gegangen?
Das Binokular bringt Aufschluss.

Keschern und Staunen
Besonders viel Spaß gemacht hat das Keschern auf der Suche nach den vorkommenden Lebewesen. Und das sind in erster Linie verschiedene Kleinkrebse, Wasserinsekten und Insektenlarven sowie Muscheln, Schnecken und Würmer, die wir dann unter dem Binokular bestimmt haben. Wichtige Hilfsmittel waren hier Bestimmungsbücher und Bestimmungsschlüssel-Tafeln, die uns die Erkennungsmerkmale zeigten. So konnten wir sog. Zeigerorganismen ermitteln, wie Bachflohkrebse, Kleinlibellenlarven, Steinfliegenlarven – mit 2 (!) Anhängen, Eintagsfliegenlarven - mit 3 (!) Anhängen, Köcherfliegenlarven mit und ohne Köcher, kleine Kugelmuscheln und Schlammschnecken, aber auch Wasserskorpione, Rückenschwimmer und sogar einen kleinen Flusskrebs. Diese Tiere bilden die Grundlage für eine Gewässergütebestimmung, -viel verlässlicher als die physikalisch-chemischen Daten es könnten, da diese leicht Schwankungen unterliegen. Die Nette erreicht danach immerhin die Güteklasse II mit leichter Tendenz zu Güteklasse III (innerhalb der Abstufung von I-V).
Für dieses Projekt haben wir viele Unterrichtsstunden nach draußen verlagert in den Pavillon, unserem grünen Klassenzimmer. Ab und zu waren auch Aufräumaktionen angesagt, wenn sich vor den Rechen wieder einmal viel Unrat angesammelt hatte.
Welche Bedeutung die Nette insgesamt hat, konnten wir auf Exkursionen in die nähere Umgebung erfahren, so z. B. zur Papierfabrik Ahlstrom, zu den Forellenteichen bei den Oestringer Steinen oder zur Wassermühle bei Knollmeyer in Rulle. Auf einer Fahrradtour mit Start am Hager Hof in Vehrte (ca. 3 km unterhalb der Quelle) haben wir die unterschiedliche Gestaltung des Bachverlaufs untersucht von stark begradigten Abschnitten am Unterlauf über sehr naturnahe, idyllisch mäandrierende Abschnitte im Findlingswald bei Icker bis hin zu frisch renaturierten Abschnitten in Rulle. Die Poster an der Ausstellungswand geben einen Eindruck davon: Unsere Nette – ein starkes Stück Angelaschule!

E.-M. Wahmhoff und der WP-Kurs „Natur und Technik“

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