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12.10.2011

Zeichen setzen für eine gute Zukunft der Hase

Acht Schüler des 10. Jahrgangs der Gesamtschule Schinkel machten die Hase zum Thema eines UNESCO-Projekts im Zeichen eines nachhaltigen Umgangs mit Gewässern. Unter der Leitung von Herrn Eckert und Frau Wüstefeld-Dreier inspizierte die Gruppe die Hase entlang des Uferweges zwischen der Schellenbergbrücke und der Brücke an der Neuen Mühle. Die Schüler machten auf ihrem Gang eine große Entenpopulation, zum Teil schmutziges Wasser und sehr viel Müll aus. Letzteren sammelten sie in Teilbereichen auf.

Einsatz für eine saubere Hase mit selbst gestalteten Wimpeln
Gruppenbild mit Wimpelband: Die Projektgruppe der Gesamtschule

Mäßige Wassergüte

An der Neuen Mühle, dort wo man das Wasser gut erreichen kann, wurde die Hase dann genauer unter die Lupe genommen. Eine chemische und biologische Untersuchung ergab eine Wassergüte von 2 bis 3. An Tieren wurden nur 7 Arten ermittelt: Die Schüler fanden 16 Flussflohkrebse, 3 Larven der Eintagsfliege Glashaft, 1 Kugelmuschel, 1 langfühlerige Schnauzenschnecke, 2 Plattegel, 7 Rollegel und 1 Vierkantköcherfliegenlarve. Der hohe Stickstoff- und Phosphatgehalt (Ammonium 1mg/l, Nitrat 10mg/l, Orthophosphat 0,5 mg/l) zeigt eine Überdüngung an.

Diese mäßige Wasserqualität zeigt die Notwendigkeit auf, einen sorgsamen Umgang mit unseren Gewässern zu pflegen. Um darauf aufmerksam zu machen, gestalteten die Schüler an einem zweiten Projekttag eine Wimpelkette, die dazu aufforderte, die Hase als Lebens- und Erholungsraum zu schützen. Im Beisein der Koordinatorin des Schulnetzwerkes für eine Lebendige Hase, Björg Dewert, wurde das Wimpelband auf der Brücke an der Neuen Mühle installiert. Frau Dewert lobte den Einsatz der Schüler und lieferte eine Erklärung für die ermittelte Wasserqualität: Sie hängt mit der Einmündung des Riedenbaches in die Hase zusammen. In einem unterirdischen Sandfang sammelt sich mit Schadstoffen belasteter Schlamm aus dem Einzugsbereich des Riedenbaches, der insbesondere nach starkem Regen an die Hase abgegeben wird. Die Stadtwerke Osnabrück arbeiten an einer Lösung des Problems.
Wichtig für die Wasserqualität der Hase ist also der Schutz der Zuläufe vor Bodenerosion und damit vor dem Eintrag von Sand und Nährstoffen in den landwirtschaftlichen Gebieten. Zudem kann jeder Einzelne einen Beitrag leisten, indem er beispielsweise darauf achtet, dass kein Waschwasser oder mit Chemikalien vermischtes Wasser in die Straßengullis gelangt. Denn dieses sogenannte Oberflächenwasser gelangt häufig direkt in Bäche und Gräben und damit auch in die Hase. Weiterhin können wir die Hase schützen, wenn wir im Winter bei Schnee und Eis auf Streusalz verzichten und nur Granulat oder Sand nutzen.

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