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30.09.2020

Wechsel an der Spitze des Rechnungsprüfungsamtes

Manfred Rother im Ruhestand, Elisabeth Loddenkötter leitet als erste Frau das RPA

Elisabeth Loddenkötter ist neue Leiterin des Rechnungsprüfungsamtes (RPA) der Stadt Osnabrück. Die 57-Jährige ist Nachfolgerin von Manfred Rother, der das Rechnungsprüfungsamt 18 Jahre lang geleitet hat. Sie ist die erste Frau in dieser Position.

Wechsel an der Spitze des Rechnungsprüfungsamtes.
(Wechsel an der Spitze des Rechnungsprüfungsamtes) Manfred Rother (vorne, Mitte) wurde im Friedenssaal von Oberbürgermeister Wolfgang Griesert (vorne, links) verabschiedet. Neue Leiterin des RPA ist Elisabeth Loddenkötter (vorne, rechts). © Swaantje Hehmann

Elisabeth Loddenkötter hat 1982 ihre Ausbildung zum gehobenen Dienst bei der Stadt Osnabrück begonnen. Bis 1990 arbeitete sie als Sachbearbeiterin im Sozialamt. Nach einem Erziehungsurlaub begann sie 1992 als Prüferin im RPA, wo sie bis heute – nur unterbrochen durch eine weitere Erziehungszeit – tätig ist. Seit 2003 war sie stellvertretende Leiterin des Amts, in dem derzeit 13 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten.

Im Friedenssaal wurde die besondere Stellung des RPA innerhalb der Verwaltung und die profunde Leistung des bisherigen Amtsleiters Manfred Rother durch Oberbürgermeister Wolfgang Griesert und Mitglieder des Rechnungsprüfungsausschusses gewürdigt.

Anders als die anderen städtischen Fachbereiche und Referate ist das RPA direkt dem Rat der Stadt unterstellt. So ist es im Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetz festgeschrieben. Dort sind auch die Pflichtaufgaben des RPA definiert. Darunter fallen unter anderem die Prüfung des Jahresabschlusses und des konsolidierten Gesamtabschlusses sowie die Prüfung von Aufträgen bevor sie erteilt werden.

Aufgaben, die der Rat dem RPA überträgt, kommen hinzu. In Osnabrück sind das insbesondere die Prüfung der Verwaltung auf Ordnungsmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit und die Prüfung von Unternehmen und Einrichtungen, an denen die Kommune beteiligt ist. Darüber hinaus prüft das RPA Kassen, Bücher und den Betrieb bei Beteiligungen. Prüfungsaufträge können dem RPA nur vom Verwaltungsausschuss der Stadt erteilt werden.

Damit das RPA den Rat über die Ergebnisse seiner Arbeit informieren kann, gibt es in Osnabrück den Rechnungsprüfungsausschuss. In diesem Gremium kommen Ratsmitglieder und Vertreter des RPA viermal jährlich in nichtöffentlicher Sitzung zusammen.

„Wer das RPA leitet, benötigt einen guten Überblick über die Stadtverwaltung ebenso wie punktuelle, tiefe Einblicke in ganz unterschiedliche Abläufe“, sagt Oberbürgermeister Wolfgang Griesert. „Deshalb bin ich froh, dass wir nach dem Ausscheiden von Manfred Rother auch mit Frau Loddenkötter eine Leiterin haben, die über viel Erfahrung im RPA verfügt.“ Gerade diese Prozesse sind es, die Loddenkötter bei ihrer Arbeit demnächst mit ihren Mitarbeitern unter die Lupe nimmt. „Anders als der Name verheißt, steht das Prüfen von Rechnungen bei uns nicht so sehr im Vordergrund“, sagt sie. Vielmehr untersuchen sie und ihr Team Prozesse, schauen, ob in bestimmten Bereichen effizientere Lösungen gefunden werden können oder ob sich wiederkehrende Fehler einschleichen. Fällt dem RPA etwas auf, macht es darauf aufmerksam. Für die Umsetzung ist dann der entsprechende Fachbereich der Verwaltung selbst zuständig. „Das können und das dürfen wir auch gar nicht.“

Anders als beispielsweise das Bürgeramt ist das RPA kein Amt, das unmittelbare Dienstleistungen für Bürger erbringt. „Bei unserer Arbeit geht es nur um die Stadt Osnabrück und ihre Beteiligungen“, erklärt Loddenkötter. „Rechnungen von Bürgerinnen und Bürgern prüfen wir nicht.“ Obwohl sie die Aufgaben, die das RPA ausfüllen muss, aufgrund ihrer Erfahrung genau kennt, lernt sie noch dazu. Um auf alle Herausforderungen als Leiterin zufriedenstellend vorbereitet zu sein, absolviert sie derzeit Fortbildungen, beispielsweise zum Thema Mitarbeiterführung.

Manfred Rother wurde am Mittwoch im Friedenssaal verabschiedet. „Für Ihre herausragende Arbeit und die immer professionelle und gleichzeitig von Wertschätzung geprägte Zusammenarbeit mit der Verwaltungsspitze und dem Rat möchte ich Ihnen sehr herzlich danken“, sagte Oberbürgermeister Wolfgang Griesert.


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