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31.03.2017

Waschraum für Muslime auf dem Friedhof Nahne eröffnet

Viele muslimische Verstorbene lassen sich in ihren Herkunftsländern bestatten. Immer häufiger erfolgen islamische Beisetzungen aber auch in Deutschland.

Bei Einweihung des Waschraums für Muslime auf dem Friedhof Nahne spricht Ratsherr Frank Henning das Grußwort.

Die Stadt Osnabrück stellt seit 1978 ein Grabfeld auf dem Waldfriedhof Dodeshaus bereit, das nach muslimischem Ritus so eingemessen ist, dass die Verstorbenen (auf der Seite liegend) gen Mekka zur Kaaba schauen. Die Kaaba ist das zentrale Heiligtum des Islam, das „Haus Gottes“. 2008 wurde dieser Bestattungsort für Muslime von einem Grabfeld auf dem Friedhof Nahne abgelöst. Zum muslimischen Ritus gehört die Waschung der Toten. Da die muslimischen Bestattungen auf dem Friedhof in Nahne stattfinden, erschien es trotz der geringen Zahl an Bestattungen sinnvoll, den Waschraum in die Gebäude des Friedhofs Nahne zu verlegen, um einen angenehmeren Ablauf der Bestattungen zu ermöglichen.

Ratsherr Frank Henning hat diesen Waschraum heute feierlich eröffnet. „Wir wünschen uns, dass der Waschraum für alle Osnabrücker Muslime, die sich der traurigen Ehre unterziehen müssen, ihre Angehörigen zu bestatten, einen angemessenen Rahmen bietet.“

Für diesen Zweck wurden zwei Aufbahrungsräume zusammengelegt und - begleitet von mehreren Beratungsterminen - zu einem Waschraum umgebaut. Die Leiterin der Abteilung Friedhöfe und Bestattungswesen beim Osnabrücker ServiceBetrieb, Eva Güse, fügt hinzu, „der Waschraum genügt allen hygienischen Anforderungen und bietet planungsgemäß ausreichend Platz. Jedoch war es auch allen ein Anliegen, einen nicht zu „klinisch unterkühlten“ Raum anzubieten, sondern einen mit einer angenehmen Atmosphäre.“

Die heutige Eröffnung soll auch einen Austausch ermöglichen. Die städtischen Vertreter sind besonders offen zu hören, welche Veränderungen weiterhin nötig sind, um muslimische Bestattungen noch stärker in Osnabrück zu verankern.

Besonderer Dank für die Beratung beim Umbau gilt Dr. Ibrahim Salama vom Institut für Islamische Theologie der Universität Osnabrück. Er war der erste Ansprechpartner der Friedhofsverwaltung zur Koordination eines ausführlichen Begehungstermins. Sein wissenschaftlich fundiertes Wissen zu den verschiedenen Fragen der muslimischen Bestattungskultur hat bei vielen Entscheidungen geholfen.

Großer Dank gilt auch allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der ausführlichen Begehung, die die Verwaltung beraten haben:

  • Frau Dua Zeitun, Herr Zeitun, für die Ibrahim Al-Khalil Moschee, Vorstand
  • Herr Ramazan Soydemir; für die Türkisch-Islamische Union e.V., Merkez Moschee, Vorstand
  • Herr Osman Inal Atib, für die Aya Sofia Moschee
  • Herr Kemal Salihovic und Herr Nazim Kosuta, für die Islamische Gemeinschaft der Bosniaken
  • Herr Muhammed Aktas, für die DITIB Osnabrück e.V., stellvertretender Vorsitzender, DITIB-ZSU GmbH,
  • Herr Sami Sipahi, ein Imam der DITIB Gemeinde.

Ein gravierter Marmorstein weist seit August letzten Jahres auf das Muslimische Grabfeld in Deutsch und Arabisch auf dem Friedhof Nahne hin. Herrn Sami Tabbara gebührt herzlicher Dank für diese großzügige Spende.

Ratsherr Frank Henning hat zum Abschluss einen Wunsch: das Angebot für alle muslimischen Mitbürgerinnen und Mitbürger, das die Stadt geschaffen hat, in der Stadt und der Region bekannt zu machen und die Information weiterzugeben.

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