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20.04.2018

Vorarbeiten für erste Protected Bike Lane beginnen

Künftig steht Radfahrern auf dem vielbefahrenen Wallabschnitt zwischen Dielingerstraße und Katharinenstraße ein breiterer und baulich von der Straße abgesetzter Radweg zur Verfügung. Die vorbereitenden Arbeiten zum Bau der sogenannten „Protected Bike Lane“ beginnen am Mittwoch, 2. Mai, am Heger-Tor-Wall.

2018 04 20 Protected Bike Lane Silke Brickwedde .
(2018 04 20 Protected Bike Lane Silke Brickwedde ) Stadtbaurat Frank Otte (links), Ulla Bauer von der Verkehrsplanung und Jürgen Schmidt, kommissarischer Fachbereichsleiter Geodaten und Verkehrsanlagen stellen die Planungen für die Protected Bike Lane am Heger-Tor-Wall vor. Foto: Stadt Osnabrück, Silke Brickwedde

Die neue geschützte Radspur wird in den Sommerferien ab Ende Juni bis Anfang August hergestellt. „In Niedersachsen ist es die erste“, sagt Stadtbaurat Frank Otte. „Es ist ein Element, das an Hauptverkehrsstraßen funktioniert und dem Sicherheitsbedürfnis der Verkehrsteilnehmer entgegenkommt.“

Vor den Straßenbauarbeiten führt die SWO Netz GmbH ab dem 2. Mai im betroffenen Wallabschnitt erforderliche Arbeiten im Versorgungsnetz durch. Die Arbeiten der Stadtwerke-Netztochter umfassen die Erneuerung der Stromleitungen sowie der Gas- und Wasserhausanschlussleitungen. Zudem finden Arbeiten am Beleuchtungs- sowie Glasfasernetz statt.

Für die Dauer der Maßnahme wird zwischen Dielingerstraße und Katharinenstraße die rechte der beiden Fahrspuren in Richtung Schloßwall gesperrt. Fußgänger und Radfahrer werden über die gesperrte Fahrspur an der Baustelle vorbeigeleitet. Die Arbeiten am Versorgungsnetz werden bis Ende Juni andauern. Direkt im Anschluss folgen die Straßenbauarbeiten, so dass die Sperrung der rechten Fahrspur bis zum Ende der Sommerferien bestehen bleibt.

Damit die großen Bäume am Heger-Tor-Wall nicht gefällt werden müssen, bleibt der jetzige Radweg von der Dielingerstraße bis zur Hausnummer Heger-Tor-Wall 24 wie er ist. Danach verschwenkt der Radweg zur Fahrbahn und wird mit einer Breite von 3  bzw. 3,25 Meter angelegt. Von der Fahrbahn wird der asphaltierte Weg mit einem Bord abgetrennt und die Oberfläche erhält einen roten Belag. Der Gehweg vergrößert sich gegenüber der jetzigen Situation auf ca. 2,50 Meter. Die beiden Fahrspuren auf dem Wall bleiben mit einer Breite von je 3,25 Meter erhalten, die Parkplätze entfallen. 

 

Zum Hintergrund: Protected Bike Lane

„Geschützte Radfahrstreifen“ sind zum Beispiel bereits in Kopenhagen, den Niederlanden und Nordamerika erfolgreich umgesetzt worden. Die Stadt Osnabrück hat sich zum Ziel gesetzt, den Radverkehrsanteil an allen Wegen („Modal Split“) von zurzeit 20 Prozent auf 30 Prozent bis 2030 zu erhöhen.  Denn die Ansprüche an den Radverkehr steigen. Es sind Lastenräder und Kinderanhänger unterwegs, aber auch Rennräder oder E-Bikes, deren Fahrer die langsamen Radler gern überholen möchten. Dabei sollen alle das gute Gefühl haben, sicher auf dem Rad unterwegs sein zu können.

Der Bau der Protected Bike Lane ist zudem Teil von „Mobil>e Zukunft“. Hinter dem Ende 2016 initiierten Großprojekt „Mobil>e Zukunft – Osnabrück geht vor“ stehen Stadt und Stadtwerke Osnabrück. „Mobil>e Zukunft“ entstammt dem dritten strategischen Ziel der Stadt. Zu diesem Ziel gehören nachhaltige Mobilitätskonzepte, die Förderung der umweltfreundlichen Nahmobilität, Förderung der E-Mobilität sowie die Stärkung des Radverkehrs und die Förderung des ÖPNV.


www.osnabrueck.de

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