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07.07.2021

Viel Zuspruch für die Johannishöfe

Fast 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zählte die öffentliche Informationsveranstaltung zu den Johannishöfen. Knapp 70 von ihnen waren der Einladung der Stadt Osnabrück ins ehemalige Wöhrl-Parkhaus gefolgt, um sich in ungewöhnlicher Atmosphäre des stillgelegten Parkhauses über das Neubauprojekt am Neumarkt zu informieren. Die anderen verfolgten die Veranstaltung über den angebotenen Livestream und beteiligten sich ebenso rege mit zahlreichen Fragen und Kommentaren im Live-Chat. Erstes Fazit: Es gibt noch viele Dinge zu klären, doch alle versprechen sich von den Johannishöfen eine positive Entwicklung für ein gemischt genutztes Quartier mitten in der Stadt.

Oberbürgermeister Wolfgang Griesert stellte in seiner Begrüßung Bedeutung und Chance des Projekts für die Innenstadt Osnabrücks heraus: „Die Johannishöfe eröffnen die große Chance, die immer noch spürbare Teilung der Innenstadt in Alt- und Neustadt zu überwinden.“ Seit 2001 seien Vorstöße von privaten Entwicklern erfolgt, um diese Teilung durch ein Einkaufszentrum zu überwinden. Dieses sei mit dem Rückzug von Unibail Rodamco Westfield 2019 endgültig gescheitert. Mit dem Verkauf der Grundstücke an die Lindhorst Gruppe sei eine realistische Chance der städtebaulichen Reparatur und eines nachhaltigen Impulses für die Innenstadt eröffnet. Auch Marcus Keller, der die Lindhorst Gruppe als Bauherrn vertritt, betrachtet das Vorhaben im städtebaulichen Kontext über „seine“ Grundstücksgrenzen hinaus. „Wir als Bauherrn haben uns hohe Ziele gesteckt und möchten eine Nutzungsmischung entwickeln, die besonders auf den Bedarf der Menschen vor Ort eingeht – Wohnen für alle Bevölkerungsgruppen und Geschäfte für den täglichen Bedarf, aber auch Gastronomie sollen den Standort mit den Johannishöfen spürbar beleben!“

Jens Böttcher vom Hamburger Architekturbüro SKAI erläuterte die städtebaulichen Zielsetzungen, die an dem Standort umgesetzt werden sollen und zeigte auch erste Ideen für eine Gestaltung der Fassaden. „Uns ist es wichtig, dass mit der Neubebauung die historischen Baustrukturen aufgegriffen werden, gefasste, kleinteilige Stadträume entstehen und die Gebäudehöhe sich an den umliegenden Bestandsbauten orientiert. Wichtige Orte, wie die Ecke am Neumarkt, sollen betont werden, Grün soll in den Stadtraum und in die Höfe einziehen.“ Geschäfte unterschiedlicher Größe prägen das Erdgeschoss, und auch Grünanlagen sollen in den Johannishöfen wieder entstehen.

Stadtbaurat Frank Otte erläuterte den planungsrechtlichen Rahmen für das Projekt und den Ablauf des bevorstehenden Verfahrens für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan, das am 13. Juli 2021 durch den Rat der Stadt Osnabrück eingeleitet werde. „Der Bebauungsplan umfasst dabei bewusst nicht allein die Grundstücke der Lindhorst Gruppe, sondern bezieht auch benachbarte Grundstücke an der Johannisstraße in den Geltungsbereich ein, damit schon heute eine verlässliche rechtliche Grundlage für eine behutsame Entwicklung des Quartiers westlich der Johannisstraße gelegt wird.“

Der anschließende Dialog der Referenten mit dem Publikum war von den Themen Verkehr, Nutzungsmischung und Gestaltung der Gebäude geprägt. Dabei wurde deutlich, dass sehr unterschiedliche Erwartungen an die Zahl für Pkw-Stellplätze bestehen und an wen sich dieses Angebot richten solle – lediglich an Anwohner oder auch an Menschen, die aus dem Umland nach Osnabrück zum Einkaufen kommen. Ebenfalls sprachen Teilnehmer die Erschließung des Areals, auch die der Nachbargrundstücke für den Lieferverkehr an. Bei der Planung solle der Radverkehr und der ÖPNV besonders berücksichtigt werden. Stadt und Bauherr machten gemeinsam deutlich, dass sie die vielfältigen Anregungen und Hinweise in das noch zu erarbeitende Verkehrskonzept einfließen lassen werden – wohlwissend, dass nicht alle Erwartungen erfüllt werden können.

Eingehend wurde auch über die angestrebte Nutzungsmischung gesprochen. Dabei wurde die Erwartung geäußert, Wohnraum für alle zu schaffen. Auch wurde der Wunsch erneuert, Nutzungen wie z. B. eine Bibliothek oder andere Angebote aus Kultur und Bildung an den Standort zu bringen. Die Vertreter des Investors betonten, dass an der richtigen Mischung fortlaufend gearbeitet werde und die Anregungen geprüft würden.

Die Stadt Osnabrück werde den intensiven Dialog mit der Öffentlichkeit über dieses Projekt fortsetzen und zu gegebener Zeit die Öffentlichkeit wieder einladen, sagten Oberbürgermeister Wolfgang Griesert, Stadtbaurat Frank Otte und Marcus Keller für die Lindhorst Gruppe. Die Dokumentation über diese Veranstaltung mit allen Fragen und Antworten wird in Kürze unter www.osnabrueck-neumarkt.de abzurufen sein.

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www.osnabrueck.de

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