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22.07.2021

Veranstaltung zum 20. Juli mit Graf-Stauffenberg-Gymnasium

Jährlich erinnert auf Einladung der Stadt eine Gedenkveranstaltung an den deutschen Widerstand und insbesondere an den 20. Juli 1944, an dem eine Gruppe von ranghohen Militärs um Claus Schenk Graf von Stauffenberg vergeblich versuchte, durch ein Bombenattentat auf Adolf Hitler Deutschland vom nationalsozialistischen Unrechtsregime zu befreien.

Gedenken im Graf-Stauffenberg-Gymnasium; Foto: Robert Schäfer Gedenken im Graf-Stauffenberg-Gymnasium; Foto: Robert Schäfer

Aufgrund von Sanierungsarbeiten an der Kunsthalle Osnabrück fand die Gedenkveranstaltung in diesem Jahr nicht vor dem Mahnmal auf dem Platz des 20. Juli statt, sondern erstmals im Graf-Stauffenberg-Gymnasium, der Schule, die den Namen der zentralen Person des 20. Julis trägt. Die späten niedersächsischen Sommerferien ermöglichten zudem erstmals eine Beteiligung von Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums, die sich mit eindrucksvollen Musik- und Wortbeiträgen einbrachten.

In ihren Statements zu der Frage, ob Stauffenberg ein Vorbild sein könnte, wiesen die Schülerinnen und Schüler des 11. Jahrgangs darauf hin, dass sein Mut und seine Opferbereitschaft durchaus vorbildlich gewesen seien. Seine politischen Ziele, die Wiedereinführung der Monarchie, lehnten die Schülerinnen und Schüler jedoch klar ab.

Bürgermeisterin Eva-Maria Westermann erinnerte in ihrer Ansprache daran, dass der dem Attentat folgenden Verhaftungswelle im August 1944 auch Osnabrücker Sozialdemokraten und Gewerkschafter zum Opfer gefallen sind. Und dass es in der Stadt vielfältige Formen von Widerstand gegeben hat. Von politisch und religiös motiviertem Widerstand, über Widerstand von Zivilpersonen bis zum Widerstand der Deserteure, die angesichts eines barbarischen Eroberungs- und Vernichtungskrieges den Dienst an der Waffe verweigerten. Ihr Widerstand kann heute Vorbild sein, wenn es gilt gegen Antisemitismus und Rassismus Stellung zu beziehen.

Der Leiter des Kreisverbindungskommandos Osnabrück Stadt, Oberstleutnant Johannes Düwel, erläuterte, wie heute in der Bundeswehr an den 20. Juli erinnert wird. Befehl und Gehorsam stoßen genau da an ihre Grenzen, wenn damit die im Grundgesetz verankerten Prinzipien des Rechtsstaates und der freiheitlichen Demokratie verletzt werden. Und in diesem Sinne wird das Handeln von Stauffenberg und den weiteren beteiligten Militärs als vorbildlich gewertet.

Finn Zöller (Gitarre) und Hannah Wohlfarth (Fagott), begleitet durch die Lehrkraft Thilo Zwartscholten (Posaune), führten durch die Veranstaltung mit einigen virtuos vorgetragenen Musikbeiträgen.

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