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22.03.2020

Museum erhält Fördergelder

Das Land Niedersachsen fördert den Bau einer neuen Dauerausstellung im Museum am Schölerberg mit 2,78 Millionen Euro. Der offizielle Startschuss fiel mit der Übergabe des Förderbescheides durch Umweltminister Olaf Lies.

Label EU EFRE.

„Die Sanierung des Museumsgebäudes und der Umbau zu einem neuen Naturkundemuseum sind ein spannendes Projekt, das wir gerne mit 2,78 Millionen Euro fördern“, erklärte Umweltminister Olaf Lies bei der Übergabe des Förderbescheides am 5. November 2019. „Die Stadt Osnabrück ist sehr dankbar für die Förderung und die Möglichkeit das Museum mit einer zeitgemäßen Ausstellung auszustatten“, begrüßte Oberbürgermeister Wolfgang Griesert den Minister und geladene Gäste. „Zusammen mit der Verknüpfung zum Natur- und Geopark TERRA.vita lässt sich in direkter Nachbarschaft zum Zoo ein Ort mit Strahlkraft für die Region entwickeln.“

Mit der weiteren finanziellen Unterstützung durch den Landkreis, den erhofften Mitteln der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und einem Eigenanteil der Stadt stehen dem Museum in den kommenden Jahren etwa 4,6 Millionen Euro zur Verfügung. Erster Stadtrat Wolfgang Beckermann zeigte sich ebenfalls erleichtert: „Damit wird endlich die schon lange konzipierte, aber auch überfällige Modernisierung des Hauses Realität.“

So könnte das Museum in Zukunft aussehen

Norbert Niedernostheide, Direktor des Museums am Schölerberg, zeigte, wie das neue Naturkundemuseum in Zukunft aussehen kann. Die neue Ausstellung solle erdgeschichtlich deutlich früher als in den meisten Naturkundemuseen starten und wird auch einen wissenschaftlich fundierten Blick in die Zukunft wagen. „Unsere Stärken, eine international bedeutende Sammlung zur Erdgeschichte und natürlich unser Planetarium und Umweltbildungszentrum, werden deutlicher in die Ausstellung einfließen, als dies bislang der Fall war“, führte Niedernostheide aus. Die Gäste der Zukunft erleben die Entstehung des Universums, durchwandern einen Urwald aus der Zeit des Karbons und tauchen ab in die Urozeane. An jeder Stelle zieht es sie aber auch zurück in die Gegenwart: An welcher Stelle stehen Natur und Umwelt heute? Und sie reisen weiter in die Zukunft: Was können wir auf Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse über die Zukunft unserer Welt sagen?

Moderne Ausstellung zu Umweltfragen dieser Zeit

„Ich wünsche mir eine moderne Ausstellung, die drängende Umweltfragen von heute thematisiert und diskutiert. Und ich freue mich, wenn die Ausstellung dazu anregt, dass sich jede und jeder von uns nachhaltig verhält und bewusst mit der Natur umgeht“, betonte Minister Lies bei der Übergabe des Bescheides. Abschließende Worte fand die neue Landrätin, Anna Kebschull: „Mit seiner zentralen Lage im UNESCO Geopark fungiert das Museum seit vielen Jahren als Informationszentrum für TERRA.vita. Umso mehr freue ich mich über den Titel der neuen Ausstellung: Dem Leben auf der Spur im Naturpark TERRA.vita. Auch aus diesem Grund ist der Landkreis Osnabrück bereit, sich finanziell an der Realisierung der Neugestaltung zu beteiligen. Wir verbinden dies mit der Erwartung, dass das neue Haus noch offensiver die Funktion als zentraler Anlaufpunkt für naturinteressierte Besucher des Osnabrücker Landes ausfüllt.“

Damit ist der offizielle Startschuss für den Neubau des Naturkundemuseums gefallen. Und es geht auch gleich los. Der Bereich Stadtökologie der aktuellen Dauerausstellung ist bereits seit Ende November nicht mehr für Besucherinnen und Besucher zugänglich. Alle anderen Teile der Dauerausstellung sind bis auf Weiteres offen. Die Bauarbeiten erfolgen sukzessive pro Ausstellungssegment. Die Programme des Planetariums, des Umweltbildungszentrums und die Sonderausstellungen werden ebenfalls weiterhin ohne Einschränkungen angeboten.


www.osnabrueck.de

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