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20.07.2021

Stadt Osnabrück sucht grüne Gebäude für den Naturschutzpreis 2021

Gebäude mit Dach- und/oder Fassadenbegrünung sind ein wichtiger Bestandteil der urbanen grünen Infrastruktur im Stadtgebiet von Osnabrück. Bürger:innen, Unternehmen, Institutionen sowie Vereine, die ihre Gebäude begrünt haben, tragen damit zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung in Osnabrück bei. Diesen wichtigen Beitrag möchte die Stadt Osnabrück gemeinsam mit der Haarmann Stiftung – Umwelt und Natur beim diesjährigen Naturschutzpreis mit insgesamt 5.000 Euro Preisgeld würdigen. Bewerbungen können ab sofort eingereicht werden.

Wer das Dach seines Hauses begrünt, kann dafür von der Stadt eine Förderung erhalten. Das Foto zeigt das Gründach des Stadthauses 2. Foto: Daniel Jeschke

Klimaerwärmung, Versiegelung sowie zunehmende Emissionen durch Verkehr, Industrie und Haushalte bei gleichzeitiger Verringerung des Grünanteils sind nur einige Gründe, warum sich die Innenstadt aufheizt. Acht bis zehn Grad Temperaturunterschied zwischen dem stark versiegelten und schlecht durchlüfteten urbanen Raum und den städtischen Randgebieten oder der freien Landschaft sind in den Sommermonaten keine Seltenheit und werden in Zukunft immer häufiger auftreten. In entsprechender Ausgestaltung können Begrünungen von Dächern oder Fassaden an Gebäuden jeglichen Typus dem entgegenwirken. Begrünte Flächen sind kühler und klimatisieren viel effektiver. 

Begrünte Gebäude haben neben den positiven Auswirkungen auf das Stadtklima noch weitere Vorteile: Lärmminderung, Luftschadstoffbindung, Regenwasserrückhaltung und -verdunstung, Wärmedämmung, Schaffung zusätzlicher Lebensräume für Pflanzen und Tiere sowie Förderung der biologischen Vielfalt in Städten sind nur einige Beispiele.

Privatpersonen, Unternehmen, Institutionen oder Vereine aus der Stadt Osnabrück sind aufgerufen, sich bis zum 15. September mit ihrer Gebäudebegrünung um den Naturschutzpreis 2021 zu bewerben. Voraussetzung ist dabei: Die Gebäudebegrünung ist ökologisch und klimatisch bedeutsam. Für Dachbegrünungen gilt eine Mindestgröße von 50 Quadratmetern. Dabei ist eine Summe aus mehreren Gebäuden in räumlichem Zusammenhang auch möglich. Bei Fassadenbegrünung gibt es keine zusätzlichen Bedingungen. Wer sich bewirbt, sollte durch Fotos, Videos oder mit Hilfe einer Präsentation die Begrünung beschreiben und ihre Besonderheiten hervorheben. Ob eine persönliche Besichtigung der Gebäude durch die Fachjury in diesem Jahr stattfinden wird, bleibt aufgrund der Corona-Pandemie offen. Eventuell erfolgt die Beurteilung also nur auf Grundlage der Bewerbung.

Bewerbungen sind per Post an den Fachbereich Umwelt und Klimaschutz der Stadt Osnabrück, Hannoversche Straße 6-8, 49084 Osnabrück oder gerne per E-Mail an umwelt(at)osnabrueck.de zu schicken. Auch Vorschläge sind willkommen. Fragen werden unter der Telefonnummer 0541 3233173 beantwortet.

Gut zu wissen: Seit 2019 fördert die Stadt Osnabrück über das Förderprogramm „Grün statt Grau“ freiwillige Maßnahmen zur Begrünung von Gebäuden und Entsiegelungsmaßnahmen für private, unternehmerische und institutionelle Grund- und Gebäudebesitzer. Nähere Informationen stehen unter www.osnabrueck.de/gruen-statt-grau zur Verfügung.

Zum Herunterladen:

Bewerbungsbogen

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www.osnabrueck.de

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