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21.09.2016

Sicherer Radfahren auf der Lotter Straße: Modellversuch erprobt neue Piktogramme

Was in Wien funktioniert, wird hoffentlich auch das Radfahren in Osnabrück verbessern. Nach diesem Prinzip geht die Stadt Osnabrück vor, wenn sie im Rahmen eines Modellversuches in der Lotter Straße sogenannte „Sharrows“ zur Verbesserung der Verkehrssicherheit für Radfahrer markiert.

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(2016 09 20 sharrows) "Sharrows" an der Lotter Straße; Foto: Sven Jürgensen, Stadt Osnabrück

Insgesamt 52 Fahrradpiktogramme (sog. „Sharrows“) werden zwischen der Bergstraße und Am Kirchenkamp in beiden Richtungen am Fahrbahnrand markiert. Heike Stumberg, Fachdienstleiterin Verkehrsplanung, erläutert dazu: „Die „Sharrows“ sollen Radfahrer dazu veranlassen, mit größerer Entfernung vom Fahrbahnrand zu fahren. Dadurch werden Gefahren durch unachtsam geöffnete Autotüren vermieden.“
 
Als weiterer positiver Effekt werden ein Rückgang riskanter Überholvorgänge durch Autofahrer und größere Überholabstände erwartet. Erreicht werden soll eine gesteigerte Aufmerksamkeit der motorisierten Verkehrsteilnehmer auf die Radfahrer, mit denen sie sich die Straße teilen. Diese positiven Effekte sind im Rahmen eines Modellversuches in Wien im Jahr 2014 nachgewiesen worden. Ob die Maßnahme auch in der Lotter Straße wirkt, wird im Rahmen einer Masterarbeit evaluiert. Dazu werden online mit einer Vorher–Nachher-Befragung Radfahrer befragt, die in der Lotter Straße unterwegs sind.
 
Bereits im Jahr 2014 gab es Bestrebungen seitens der Politik, einen einseitigen Schutzstreifen in der Lotter Straße zu markieren. Letztlich wurde von diesem Vorschlag abgesehen, da dieser aufgrund der geringen Straßenbreite sehr häufig durch Autos und Busse mitbenutzt worden wäre. Anlass für die Überlegungen, an der Lotter Straße etwas zu verändern, waren die Beschwerden vieler Radfahrer, die sich beim Fahren auf der Fahrbahn gefährdet fühlen. Ein Teil von ihnen fährt deshalb regelwidrig auf dem Gehweg, um subjektiv sicherer unterwegs zu sein. Die Unfalllage der letzten Jahre belegt aber, dass genau dieses Verhalten gefährlich ist. Stadtbaurat Frank Otte: „Wir erhoffen uns, dass Radfahrer sich mit Hilfe der 'Sharrows' auf der Fahrbahn sicherer fühlen und das Miteinander zwischen Auto- und Radfahrer besser funktioniert.“
 
Erläuterung:
„Sharrows“ stammen ursprünglich aus den USA. Der Begriff kommt von „share-the-road / arrows“ und bezeichnet Markierungen, die das Fahrrad-Logo mit einem Pfeil kombinieren. Sie werden dort eingesetzt, wo sich Kfz und Fahrräder die Fahrbahn teilen, wenn aus Platzgründen keine Radfahrstreifen oder Schutzstreifen möglich sind. Vor allem im Knotenbereich und neben Parkständen weisen sie auf erforderliche Seitenabstände hin. In Osnabrück erfolgt die Markierung allerdings ohne Pfeil, da an Kreuzungen sonst Missverständnisse mit Richtungspfeilen befürchtet werden.


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