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01.04.2019

Shulamit Jaari-Nussbaum gestorben

Im März verstarb Shulamit Jaari-Nussbaum, die Cousine des Malers Felix Nussbaum im Alter von 94 Jahren in Beer Tuvia, Israel.

Shulamit Jaari-Nussbaum, die am 12. Februar 1925 als Sophie Nußbaum in Emden geboren wurde, hatte eine enge familiäre Beziehung zu der Familie des Malers Felix Nussbaum, die ursprünglich aus Emden kam und 1900 nach Osnabrück gezogen war. 1939 musste sie das Elternhaus in Emden verlassen, um in den Niederlanden Zuflucht vor den Nazis zu finden. Shulamit überlebte die Verfolgung in den Niederlanden in 18 wechselnden Verstecken. Nach dem Krieg ging sie nach Palästina und änderte ihren Namen von Sophie in den hebräischen Namen Shulamit.

Der Stadt Osnabrück war Shulamit Jaari-Nussbaum eng verbunden. Im Jahr 1999 verkauften sie und ihr Mann Seev Jaari-Nussbaum das Bilder-Konvolut, das der Cousine aus dem Nachlass Felix Nussbaums als Erbteil geblieben war, dem Felix-Nussbaum-Haus. Dabei war es Shulamit Jaari-Nussbaum nicht leichtgefallen, sich von den Bildern des Cousins zu trennen. Sie bedeuteten für sie, die fast ihre gesamte Familie durch die Shoah verloren hatte, alles: „Felix seine Bilder, [...] die haben ein Herz, eine Seele. Die Gesichter von meiner Familie hab´ ich oft darauf gesehen. Ah ja, das wollt ich sagen: Das ist doch das Einzige, was uns geblieben ist [...] ist doch sonst nichts geblieben“, sagte sie in einem Interview mit Günter Beyer im Deutschlandfunk 2004. Die starke Verbundenheit mit der Stadt Osnabrück und zuletzt der Bau des Felix-Nussbaum-Hauses hatten sie bestärkt, das aus zehn Bildern bestehende Konvolut den Verantwortlichen der Sammlung Felix Nussbaum anzuvertrauen.

Das Museumsquartier Osnabrück und die Stadt Osnabrück trauern um Shulamit Jaari-Nussbaum. Ohne ihre Beharrlichkeit und ihren Mut wäre der künstlerische Nachlass Felix Nussbaums nicht vor 50 Jahren in die Heimatstadt des Künstlers gelangt. Ihr ist es zu verdanken, dass ein großer Teil seiner erhaltenen Bilder in Osnabrück gezeigt werden kann. 


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