Navigation über die Inhaltsbereiche dieser Seite

Der Hauptinhaltsbereich - hier finden Sie Artikel zum Thema Aktuelles

03.06.2020

Sebastian Häfker erhält die Medaille für vorbildliche Verdienste um den Nächsten des Landes Niedersachsen

Sebastian Häfker hat die Medaille des Landes Niedersachsen für vorbildliche Verdienste um den Nächsten erhalten. 2015 rief der Polizeihauptkommissar und leidenschaftliche Judoka das Sportprojekt „Faires Kämpfen für Toleranz und Integration“ ins Leben. Seine Idee: junge Geflüchtete und Deutsche durch Sport zusammenzubringen. Dank seines Einsatzes ist dieses Projekt ein großer Erfolg geworden – und das, obwohl der Anfang alles andere als leicht war.

Oberbürgermeister Wolfgang Griesert (rechts) überreicht Sebastian Häfker die Medaille des Landes Niedersachsen für vorbildliche Verdienste um den Nächsten..
(Oberbürgermeister Wolfgang Griesert (rechts) überreicht Sebastian Häfker die Medaille des Landes Niedersachsen für vorbildliche Verdienste um den Nächsten.) Oberbürgermeister Wolfgang Griesert (rechts) überreicht Sebastian Häfker die Medaille des Landes Niedersachsen für vorbildliche Verdienste um den Nächsten. Mit dabei sind seine Frau und sein Sohn, Familie, Freunde und Kollegen verfolgen die Feierstunde am heimischen PC. Foto: © Robert Schäfer

Eigentlich ist der Friedenssaal bei so einer Verleihung gut gefüllt. Doch zum Schutz vor dem Coronavirus war der Teilnehmerkreis sehr klein. Familie, Freunde, Arbeitgeber und Kollegen verfolgten die Feierstunde vor dem heimischen PC, sie wurde als Videokonferenz übertragen. 

Sebastian Häfker hat als Leistungssportler die Erfahrung gemacht, dass Sport Menschen zusammenbringen kann und Werte wie Respekt, Fairness, Hilfsbereitschaft und Toleranz vermittelt. Als Polizeibeamter hat er aber auch tiefe Einblicke in die Biografien von Menschen, die auf die schiefe Bahn geraten sind und die diese Werte aus den Augen verloren haben. Als schließlich 2015 so viele Menschen wie nie zuvor Schutz in Deutschland suchten, kam dem 42-Jährigen die Idee, junge Geflüchtete mit jungen Deutschen durch den Sport zusammenzubringen und damit einen Beitrag zu leisten, damit Integration gelingen kann. 

„Vor fünf Jahren haben Sie schnell erkannt, dass Integration der Schlüssel zu einem guten gemeinsamen Miteinander ist. Sie merkten aber auch schnell, dass es nicht einfach werden würde“, sagte Oberbürgermeister Wolfgang Griesert bei der Feierstunde im Friedenssaal. Er spielte damit auf die vielen Schwierigkeiten und Hindernisse an, mit denen der Familienvater fertigwerden musste. Zu Anfang wurde seine Idee zwar von vielen gelobt. Viel Unterstützung erhielt er jedoch nicht. „Trotzdem haben Sie an das Gute geglaubt und nie aufgegeben.“ 

Die ersten Termine waren nur spärlich besucht und das, obwohl sich der Familienvater extra Urlaub genommen hatte. Doch als das Graf-Stauffenberg-Gymnasium und auch die Sprachlehrerinnen und -lehrer der Berufsbildenden Schulen Westerberg mit im Boot waren, wurde manches leichter. Auch die Bürgerstiftung war schließlich von Häfkers Initiative überzeugt. Mittlerweile ist Sebastian Häfker nicht nur als Trainer und Organisator gefragt, sondern auch als Gastredner, Podiumsteilnehmer, Pressesprecher – und ist immer auf der Suche nach neuen Anknüpfungspunkten und Initiativen. 

Michael Maßmann, Präsident der Polizeidirektion Osnabrück, gratulierte dem Polizeihauptkommissar per Videoübertragung und hob hervor: „Mit Ihrem erfolgreichen Integrationsprojekt haben Sie zu einem hohen gesellschaftlichen Ansehen der gesamten niedersächsischen Polizei beigetragen. Ihr außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement ist weit über die Landesgrenzen von Niedersachsen hinaus bekannt und ist zu einem Aushängeschild gelungener Integrationsarbeit geworden. Dafür gebührt Ihnen mein ausdrücklicher Dank.“


www.osnabrueck.de

Datenschutz | Impressum | Urheberrechte © 1996-2020: Stadt Osnabrück | Tel: 0541 323-0

zum Seitenanfang mit der Seitenbereichsnavigation springen