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26.03.2007

Schulen an die Hase!

Die Ökologie der Hase, ihre wirtschaftliche Bedeutung, ihr Wert für Erlebnis und Naherholung, vor allem aber die pädagogischen Möglichkeiten: Viele Facetten unseres Stadtflusses kamen zur Sprache auf einer Lehrerfortbildungs-Veranstaltung des „Netzwerks Schulen für eine Lebendige Hase“.

Infomarkt der Lehrerfortbildungs-Veranstaltung
Präsentationen und Material zum Stöbern

Große Themenvielfalt in kurzen Vorträgen
Die Veranstaltung fand am Internationalen Tag des Wassers statt, am 22. März 2007. Gastgeberin war die Domschule am Herrenteichswall.

Die neue Netzwerk-Koordinatorin Wiltrud Betzler-Schellin konnte 26 Teilnehmer zu einem informativen und anregenden Nachmittag begrüßen. In kurzen Vorträgen wurden verschiedene Aspekte der Hase beleuchtet: Achibert Goll vom Büro für angewandte Ökologie und Landschaftsplanung erläuterte mit einem Dia-Vortrag anschaulich die Ökologie naturnaher und ausgebauter Fließgewässer ¬– natürlich konkret am Beispiel des Hase-Gewässersystems.

Pädagogisch wurde es dann, als Dorota Kuczia von der Pädagogischen Umweltberatung eine Exkursion an die Hase für Schulkinder der Primarstufe vorstellte, ein gelungenes Beispiel für die Verbindung von Naturerleben und Wissensaneignung gerade bei den jüngeren Schülern.

Was wissenschaftlich fundierte Gewässeruntersuchungen und –bewertungen angeht, erläuterte Rolf Wellinghorst vom Artland-Gymnasium in Quakenbrück technische und methodische Möglichkeiten gymnasialen Unterrichts. In seinen Projekten heißt es, mit Stereolupe und Mikroskop den faszinierenden Mikrokosmos der Hase zu entdecken – aber nicht nur das: Auch die Veränderung der Kulturlandschaft an der Hase im Sinne einer „Landschaftsgeschichte“ war schon Thema.

Marketing und Baukunst
„Schlemmerhase“ und „Hasen-Rasen“: Wie die Hase in der Osnabrücker Innenstadt „vermarktet“ werden kann – das ersonnen Schülerinnen und Schüler der Berufsbildenden Schulen am Pottgraben, die ihre Werbeideen, -strategien und kreativen Umsetzungen genauso vorstellten wie ein Schüler des EDV-Kurses der Domschule historische Gebäude an der Hase in einer gekonnten Präsentation mit eindrucksvollen Bildern ablaufen ließ.

Projekt "Schulen an den Fluss!"
Am Schluss der Vorträge stand die Aufforderung: „Schulen an den Fluss!“ Ein Kooperationsprojekt dieses Namens wirbt bei den Osnabrücker Schulen um Bachpatenschaften. Dahinter steckt die Idee, dass Schulklassen oder Projektgruppen sich langfristig um bestimmte Abschnitte im Osnabrücker Fließgewässersystem kümmern: immer mal wieder nach dem Rechten schauen, Informationen darüber an die Öffentlichkeit geben, vielleicht auch schon mal kleine Aktionen wie etwa Müllsammeln durchführen … vieles lässt sich denken!

Begleitet werden die Patenschaften durch das Netzwerk Schulen für eine Lebendige Hase und den „Grashüpfer“ – das rollende Umweltmobil. Der „Grashüpfer“ kann seine technische Ausrüstung zur Gewässeruntersuchung zur Verfügung stellen. Und durch seine EDV-technische Aufrüstung können erhobene Daten dauerhaft gesammelt, verglichen und ausgewertet werden. Erste Interessenten für eine Patenschaft haben sich am Rande der Veranstaltung schon gemeldet ...

Info-Börse: Vielfältige Möglichkeiten für die pädagogische Praxis
Nach den Vorträgen gab es dann noch Gelegenheit, sich auf einer Infobörse über Projekte rund um die Hase kundig zu machen: Viele pädagogische Anregungen und Vorschläge bot die umfangreiche Materialsammlung des Netzwerkes Schulen für eine Lebendige Hase: Stöbern lohnt sich!

Der Unterhaltungsverband 96 „Obere Hase“ stellte nebenan in einer unterhaltsamen und anregenden Präsentation seine Arbeit vor. Dabei machte die historische Einordnung den Wandel der Gewässerunterhaltung zur heutigen ökologischen Ausrichtung besonders deutlich.

Das Projekt NUSO (Nachhaltigkeit und Umweltbildung für die Stadt Osnabrück) präsentierte sein umwelthistorisches Zeitungsarchiv für Osnabrück, dazu historische Ausarbeitungen und Unterrichtsvorschläge zur Hase, während das Artland-Gymnasium Quakenbrück die Facharbeiten zweier Schülerinnen ausstellte: Gelungene Beispiele aus dem Nordkreis – Anregung für ähnliche Osnabrücker Projekte?

Nicht zuletzt war der „Grashüpfer“ auf dem Schulhof der Domschule vorgefahren: Hier konnten sich alle Interessierten ein Bild über die Möglichkeiten einer praktisch orientierten „Gewässerpädagogik“ machen.

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch einen Spaziergang mit StadtRad-Führungen an der Hase – mit fachkundigen Anmerkungen und kleinen Geschichten unterhaltsam garniert.

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