Navigation über die Inhaltsbereiche dieser Seite

Der Hauptinhaltsbereich - hier finden Sie Artikel zum Thema Aktuelles

30.11.2007

Schon acht Bachpatenschaften vereinbart – erfolgreiche Lehrerfortbildung des Schulnetzwerks

Die Lehrerfortbildungsveranstaltung zum Thema „Bachpatenschaften für Osnabrück“ war rundherum ein Erfolg: Bereits acht Bachpaten werden ab sofort für die Hase und einige ihrer Zuflüsse aktiv. Mit dabei sind der Wassersportverein Osnabrück (WSV), das Gymnasium Angelaschule (Nette), das Gymnasium Carolinum (Hase), die Förderschule Montessorischule (Hase), die Grundschule Overbergschule (Riedenbach), die Gesamtschule Schinkel (Hase im Hasepark), der Verein für Jugendhilfe mit seinem ökologischen Lernort Nackte Mühle (Nette) und die Grundschule Widukindland (Sandbach). Weitere werden folgen …

Netzwerkkoordinatorin Wiltrud Betzler-Schellin stellte eingangs das Konzept „Bachpatenschaften“ vor und warb nachdrücklich für weitere Beteiligungen. In den anschließenden Beiträgen wurde dann vertiefend erläutert, was Bachpaten alles machen und woher sie Informationen und Unterstützung bekommen können.

Informativ und praxisnah: Lehrerfortbildung im Museum am Schölerberg
Wiltrud Betzler-Schellin und Andrea Hein erläutern das Bachpatenkonzept

Kooperation mit den Flussnetzwerken Nordrhein-Westfalens
Den Anfang machte Andrea Hein vom Umweltbildungszentrum. Sie erläuterte Sinn und Zweck von Flussnetzwerken am Beispiel des Projekts „Flussnetzwerke NRW“, an dem die neuen Bachpaten in Osnabrück über das Umweltmobil „Grashüpfer“ beteiligt ist. Dies ist möglich geworden, da ja die Hase bekanntlich in die Ems fließt.
„Das Projekt „Flussnetzwerke NRW“ bietet allen Schulen, die sich längerfristig und intensiv mit dem „Fluss vor ihrer Haustür“ befassen und sich mit benachbarten Schulen am gleichen Gewässer austauschen möchten, eine Plattform zur Zusammenarbeit. Schulen von der Primarstufe bis in die Sekundarstufe II können mitmachen. ...

Das Projekt „Flussnetzwerke NRW“ fördert Umweltbewusstsein und Medienkompetenz sowie die Kooperation zwischen den beteiligten Schulen. Zugleich sensibilisiert es die Schülerinnen und Schüler für die weltumspannende Wasserproblematik und leistet damit einen Beitrag zur Bildung für nachhaltige Entwicklung. Einbezogen in das Projekt sind auch an den jeweiligen Flüssen arbeitende Verbände, Unternehmen und Behörden, so dass zur Vernetzung der unterschiedlichen Gewässerschutz-Aktivitäten beigetragen wird. Die schulischen Netzwerke erhalten mit dem Projekt Unterstützung in Form von Unterrichtsmaterialien für viele Aspekte von Fließgewässeruntersuchungen sowie Anregungen für weitere Projekte mit Gewässerbezug. Den Austausch der Untersuchungsergebnisse erleichtert eine Online-Datenbank, die in dieses Internetangebot integriert ist“ (www.flussnetzwerke.nrw.de).
Mit den „Flussnetzwerken NRW“ erhält das Osnabrücker Netzwerk nicht nur eine überregionale Anbindung: Es kann auch von deren Erfahrungen profitieren. Und der Grashüpfer kann, wie Andrea Hein aufzeigte, dabei wertvolle Unterstützung leisten.

Geschichte der Stadtgewässer – das Projekt NUSO
Informationen über die wechselvolle Geschichte der Osnabrücker Stadtgewässer können über das Projekt „Nachhaltigkeit und Umweltbildung für die Stadt Osnabrück (NUSO)“ beschafft werden. Anhand einiger Beispiele erläuterte Günter Terhalle die Möglichkeiten des umweltgeschichtlichen NUSO-Archivs mit seinen über 30.000 gesammelten Zeitungsartikeln zur Osnabrücker Umweltgeschichte – reichlich Stoff für eine lokal orientierte Gewässerpädagogik. Und alles für alle leicht recherchierbar: online unter  Link Dort ist zum Beispiel nachzulesen, dass späte Zecher hinter dem Bahnhof oft ein unfreiwilliges Bad in der Hase nahmen – das Ufer war dort weder gesichert noch beleuchtet. Oder man erfährt von der großen Überschwemmung im Jahre 1891, als die emsigen Schwestern im Marienhospital in pausenlosem Einsatz ihre Patienten in die oberen Stockwerke verfrachten mussten.

Mit der Hase durch das Jahr
Peteda Ketscher-Peitsch schließlich stellte ein Projekt der Förderschule Montessorischule vor: Die Kinder hatten sich die Veränderungen an der Hase im Lauf der Jahreszeiten direkt vor Ort vorgenommen. Unterstützt und intensiv begleitet wurde die Aktion von Dorota Kuczia von der Pädagogischen Umweltberatung an Osnabrücker Schulen. Und das Ergebnis lässt sich sehen: In kleinen Kunstwerken wurden die Eindrücke farbenprächtig dokumentiert. Die Beschäftigung mit dem Fluss hatte allen soviel Spaß bereitet, dass auch die Montessorischule eine Patenschaft übernommen hat. Und aus den kleinen Kunstwerken soll ein gedruckter Kalender für 2009 entstehen.

Informationen für die pädagogische Arbeit
Am Rande der Lehrerfortbildungsveranstaltung konnten sich die Teilnehmer ein umfassendes Bild von gewässerpädagogischen Möglichkeiten machen. Der Infotisch des Netzwerks war zu diesem Zwecke reichlich gedeckt, und auch die Pädagogische Umweltberatung an Osnabrücker Schulen steuerte ihren Anteil bei.
Und weil die gute Praxis im Vordergrund steht, wird es auf Wunsch der Beteiligten schon bald eine Lehrerfortbildung mit dem Grashüpfer geben, auf der die Möglichkeiten qualifizierter Gewässeruntersuchungen vorgestellt werden – ein heißer Tipp besonders auch für alle angehenden Osnabrücker Bachpaten. Ankündigung demnächst an dieser Stelle!

{LLL:EXT:css_styled_content/Resources/Private/Language/locallang.xlf:label.toTop}

www.osnabrueck.de

Datenschutz | Impressum | Urheberrechte © 1996-2021: Stadt Osnabrück | Tel: 0541 323-0

zum Seitenanfang mit der Seitenbereichsnavigation springen