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12.10.2021

Schlossgarten nach Umbau wieder eröffnet

Oberbürgermeister Wolfgang Griesert hat den Schlossgarten nach rund einjähriger Bauzeit wieder eröffnet. Das Wasser sprudelte und plätscherte im bespielbaren Fontänenfeld.

Oberbürgermeister Wolfgang Griesert übergab den Startschuss für die Wasserspiele an "Sophie Charlotte", die mit ihrem "Vater Ernst August von Braunschweig-Lüneburg, dem späteren ersten Kurfürsten von Hannover" (in historischen barocken Kostümen) den Count down zählen durfte. Foto: Swaantje Hehmann
Das Herzstück der Umgestaltung ist das Schlossparterre mit dem bespielbaren Fontänenfeld. Foto: Swaantje Hehmann

Fast genau 12 Monate Bauzeit hat die Umgestaltung gedauert. Etwas länger als ursprünglich geplant. Die Lieferzeiten für Baustoffe und Ausstattungsgegenstände haben sich im gesamten Bausektor erheblich verlängert, was sich entsprechend auf den Projektablauf des Schlossgartenumbaus ausgewirkt hat. Gewisse Verzögerungen durch unvorhergesehene Entwicklungen im Bauablauf sind zwar bedauerlich, bei Projekten in dieser Größenordnung aber nicht immer auszuschließen.

Das Bearbeitungsgebiet umfasste den gesamten städtischen Teil des Schlossgartens von den Freianlagen der OsnabrückHalle bis zur Mensa und vom „Neuen Graben“ bis zur Mauer am „Schlosswall“ – das sind rund 25.500 Quadratmeter.

Das Berliner Landschaftsarchitektur-Büro POLA hat mit seinem Gestaltungsansatz den Barockgarten zeitgenössisch neu-interpretiert. Nach dem Grundprinzip „Harmonie durch Symmetrie“ ist durch die Sanierung der Oberflächen und Ausstattungsgegenstände die formale Form geschärft und in ihrer Funktion den heutigen Ansprüchen angepasst worden. Sichtachsen wurden wiederhergestellt und geschlossene Bereiche geöffnet.

Das Herzstück der Umgestaltung ist das neue Schlossparterre mit dem Fontänenfeld. Das Brunnenspiel wird vor dem Frost in den Winterschlaf gelegt, sodass dieses Jahr die unterschiedlichen Choreographien nur für eine kurze Zeit, bis voraussichtlich November bewundert werden können, bevor es im nächsten Frühjahr wieder losgeht.

Das Fontänenfeld wird von zwei langen Naturstein-Bänken und Pflanzbeeten gerahmt. Der ehemalige strenge Barockstil mit den quadratischen Beeten und Brunnen wurde aufgebrochen und neu in Szene gesetzt.

Die Wegeflächen im nördlichen Bereich wurden in Betonrechteckpflaster gelb-grau-beige hergestellt, passend zu den sich anschließenden Bereichen der OsnabrückHalle und der Seminarstraße. Die Wegeflächen rund um die Schlosswiese sind aus einer wassergebundenen Bauweise hergestellt worden. Auch die in die Jahre gekommenen Lampen wurden durch energieeffiziente LED-Leuchten ersetzt. Die Besonderheit der Leuchten besteht darin, dass diese mit einem bewegungsgesteuerten eSafe-System ausgestattet sind.

Im barocken Teil des Gartens bilden Schmuckpflanzungen in Form eines ganzjährigen Wechselflors den Rahmen für die Rasenflächen, die den gärtnerischen und repräsentativen Charakter des Schlossgartens hervorheben.

Neben zwei neuen Baumreihen im Bereich der Boulebahn wurden auf der südlichen Schlosswiese Einzelbaumpflanzungen vorgenommen, um den landschaftlichen Charakter zu unterstreichen. Insgesamt wurden 30 Solitärbäume und fünf mehrstämmige Solitärgehölze gepflanzt.

Das Open-Air-Spielzimmer (auch die Spielpergola oder das goldene Spielboskett genannt) bietet ein umfangreiches Beschäftigungsangebot für kleine und große Kinder bis 12 Jahre. Die Herstellung erfolgte durch die Spielgerätefirma Spiel-Bau aus Brandenburg. Der ehemalige Standort des Spielplatzes im östlichen Campusbereich wurde zugunsten des neuen Studierendenzentrums aufgegeben und ganz neu gestaltet.

Die Boulebahn behält ihren angestammten Platz und ist durch Sitzbänke und schattenspendenden Bäume ergänzt worden.

Die Herstellung der Natursteinmauer zum Schlosswall präsentiert sich jetzt wieder als Gesamtarrangement.

Die Umgestaltung des Schlossgartens wurde mit Mitteln des Bund- und Länderprogramms der Städtebauförderung „Lebendige Zentren“ finanziert. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 3,77 Millionen Euro, wobei die Stadt lediglich ein Drittel selbst tragen muss. Rund eine halbe Million Euro fällt dabei auf die Planung, der andere Teil sind die Herstellungskosten.

Der Mehraufwand lässt sich zum Teil mit dem Flächentausch mit der Universität, sprich dem Land Niedersachsen begründen. Die Stadt konnte die angrenzenden Flächen der Schlossterrasse direkt mit herstellen lassen, so dass die Anlage in diesem Bereich wie „aus einem Guss“ entstehen konnte.

Die Universität nimmt die Sanierung der Schlossterrasse direkt im Anschluss auf. Noch dieses Jahr soll die Ausschreibung auf den Weg gebracht werden und der Umbau im nächsten Jahr beginnen. So wird an dieser Stelle nicht nur der Schlossgarten, sondern das gesamte Ensemble das Gesicht der Stadt neu, modern und zukunftsfähig prägen.

Die Stadt Osnabrück und ganz besonders der Osnabrücker ServiceBetrieb, der die umgestaltete Anlage wieder in seine Obhut übernimmt, wünscht den Osnabrückerinnen und Osnabrückern sowie allen Gästen der Stadt viel Spaß und einen erholsamen Aufenthalt im neu gestalteten Schlossgarten und bittet alle Nutzer:innen um einen pfleglichen und wertschätzenden Umgang.

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www.osnabrueck.de

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