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10.05.2019

Prof. Dr. Werner Wahmhoff mit dem Naturschutzpreis der Haarmann-Stiftung geehrt

Im Friedenssaal des Osnabrücker Rathauses wurde der Naturschutzpreis der Haarmann-Stiftung verliehen. Preisträger des mit 5000 Euro dotierten Preises ist Prof. Dr. Werner Wahmhoff, der für seine Verdienste um den Naturschutz gerade auch im landwirtschaftlich genutzten Raum ausgezeichnet wurde.

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(201905 08 Naturschutzpreis RobertSchäfer 1 ) Antonius Fahnemann (r.), Vorsitzender der Haarmann-Stiftung, überreicht den Naturschutzpreis an Prof. Dr. Werner Wahmhoff. Foto: Robert Schäfer

Er freue sich sehr, dass der Preis an Prof. Wahmhoff vergeben werde, sagte Dr. Fritz Brickwedde in Vertretung von Oberbürgermeister Wolfgang Griesert. Wahmhoff sei ein langjähriger Partner in der Leitung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gewesen, betonte er. Man wolle Vorbilder auszeichnen, sagte auch Antonius Fahnemann als Vorsitzender der Haarmann-Stiftung. Prof. Wahmhoff sei ein Vorbild. Als Vorreiter im Bereich Naturschutz habe der frühere Leiter der Abteilung Umweltforschung und Naturschutz der DBU schon vor vielen Jahren die Fragen gestellt, die heute die Welt bewegen. So sei er beispielsweise stets im Bereich der Renaturierung aktiv gewesen, einem ausdrücklichen Ziel der Haarmann-Stiftung. Gestaltungswillen, Hartnäckigkeit und Überzeugungskraft zeichne Prof. Wahmhoff aus, betonte auch Prof. Dr. Karlheinz Altendorf in seiner Laudatio. Diese Eigenschaften habe Wahmhoff auch als Leiter der DBU Naturerbe GmbH bewiesen. Die Naturerbe GmbH ist Eigentümerin von rund 70000 Hektar Nationalem Naturerbe, verteilt auf 71 Liegenschaften in zehn Bundesländern.

„Das Thema Naturschutz geht bei mir schon weiter zurück“, meinte der Preisträger selbst. Studiert habe er den Bereich „Integrierter Pflanzenbau“. Daraus habe sich die Idee einer Zusammenführung von nachhaltiger Landwirtschaft und Naturschutz ergeben, die er in der DBU habe umsetzen können. Die spätere Gründung der Naturerbe GmbH habe ihm dann besondere Möglichkeiten eröffnet. Nachdem er nun in den Ruhestand gegangen sei, wolle er die freie Zeit sinnvoll nutzen, so Wahmhoff. „Ich habe jetzt mehr Zeit für die Familie und mehr Zeit für Naturschutz im Ehrenamt“, sagte er. Vor allem für eine Aussöhnung zwischen Naturschutz und Landnutzern wolle er sich zukünftig einsetzen. „Der Schutz von Tieren und Pflanzen kann nur durch aktives Handeln der Land- und Forstwirte gewährleistet werden“, ist er sich sicher. Gleichzeitig forderte er ein Ende der gegenseitigen Schuldzuweisungen und eine enge Zusammenarbeit zwischen Landnutzern und Naturschutz.

Auf genau diesen Punkt ging Prof. em. Dr. Dr. hc Wolfgang Haber, ein alter Wegbegleiter und Ideengeber Wahmhoffs, im Rahmen seines Festvortrags ein. Der Mensch habe seit Jahrtausenden in die Natur eingegriffen und die Landschaften zu Kulturlandschaften geformt, so Haber. Nun müsse er auch verantwortungsvoll mit dem von ihm geschaffenen Raum umgehen, allein schon deswegen, weil vom Ertrag der landwirtschaftlichen Nutzflächen das Überleben des Menschen abhänge.

 


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