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04.12.2017

Pilotversuch: Studentin ermöglicht Schülern, das Stadtklima zu untersuchen

Stadt Osnabrück unterstützt beim Konzept und liefert aktuelle Daten

Das Stadtklima und die Anpassung an den Klimawandel in Osnabrück mithilfe einer modernen Methodik vermitteln: Diesem Thema widmete sich die Studentin Janine Wagenfeld in ihrer Bachelorarbeit im Studiengang Landschaftsentwicklung an der Hochschule Osnabrück-Haste.

2017 12 01 Stadtklima JenniferHoeltke.
(2017 12 01 Stadtklima JenniferHoeltke) Der Praxistest: Am Gymnasium Carolinum helfen Janine Wagenfeld (rechts) und Lehrer Pascal Ruffing (2. von rechts) den Schülern dabei, das Osnabrücker Stadtklima zu analysieren. Foto: Stadt Osnabrück, Jennifer Hoeltke.

Ziel war es, eine Unterrichtseinheit zu dem Thema zu erarbeiten und Schülerinnen und Schüler mithilfe eines internetbasierten Geographischen Informationssystems das Stadtklima selbst analysieren zu lassen. Geografische Informationssysteme (GIS) erfassen räumliche Daten, werten sie aus und präsentieren sie grafisch. „Eine Stadtplanung in ihrer heutigen Komplexität wäre ohne GIS kaum denkbar“ erklärt Sven Düyffcke, zuständig für das Umweltinformationssystem der Stadt Osnabrück. So ist es beispielsweise möglich, die nächtliche Überwärmung in einzelnen Wohngebieten anhand eines GIS zu analysieren und etwa zu erfahren, wie viele und welche Bevölkerungsgruppen davon betroffen sind. Somit ist ein solches System deutlich vielseitiger als analoge Karten, die man aus Atlanten kennt.

Als Janine Wagenfeld ihr Vorhaben den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Fachbereichs Umwelt und Klimaschutz schilderte, stieß sie auf offene Ohren. „Ein wichtiger Punkt in unserem Klimaanpassungskonzept ist es, das Thema in die Schulen zu bringen“, sagt Jennifer Hoeltke vom Fachbereich Umwelt und Klimaschutz. Daher unterstützte dieser die Studentin dabei, eine Unterrichtseinheit von dreimal 45 Minuten zu konzipieren und ermöglichte ihr den Zugang zu aktuellen Daten.

Den Pilotversuch führte Janine Wagenfeld im Erdkunde-Unterricht einer 10. Klasse des Gymnasiums Carolinum durch. Im Lehrplan der Sekundarstufe 1 ist es sogar vorgesehen, GIS zu nutzen, aber nicht verpflichtend. „Leider wird es oft noch stiefmütterlich behandelt, weil GIS bisher auch kein fester Bestandteil in der Ausbildung von Lehrern ist“, erklärt Janine Wagenfeld. Für die Gymnasiasten war das Projekt eine Möglichkeit, das Thema des globalen Klimawandels auf lokaler Ebene zu untersuchen und es in ihrer eigenen Stadt auf bestimmten Straßen genau zu analysieren.

Diese Vorgehensweise hat sowohl Schüler als auch Lehrer überzeugt. Lehrer Pascal Ruffing erklärte, dass er sich eine solche Unterrichtseinheit mit dem Einsatz moderner Technik wie dem GIS auch im kommenden Jahr wieder wünschen würde. Auch seine Schüler waren begeistert und machten konkrete Vorschläge, um das Stadtklima zu verbessern: Sie regten an, den Schulhof des Carolinums zu entsiegeln und zu begrünen.

Auch der Fachbereich Umwelt und Klimaschutz ist mit dem Verlauf und den Ergebnissen des Pilotversuchs zufrieden. „Wir wollen die Erkenntnisse nutzen, um das Thema Stadtklima und Klimawandel in Osnabrück möglichst flächendeckend in den Unterricht an den Schulen der Stadt zu integrieren, so wie es das Klimaanpassungskonzept vorsieht“, sagt Jennifer Hoeltke.

Das Klimaanpassungskonzept sowie das aktualisierte Stadtklimagutachten sind unter www.osnabrueck.de/stadtklima und in einer interaktiven Karte unter geo.osnabrueck.de/stadtklima abrufbar.



www.osnabrueck.de

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