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11.09.2019

OECD-Studie: Museumsquartier Osnabrück – Modellmuseum für Deutschland

Welche Bedeutung hat Kultur – insbesondere das Museumsquartier – für die Stadtentwicklung, als Standortfaktor für die Wirtschaft? Wie kann durch Museumsarbeit die Integration vieler unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen gut gelingen und welche Unterstützung benötigen Museen für Ihre erfolgreiche Arbeit? Diese und weitere Fragen beantwortet eine Studie der OECD, an der das Museumsquartier Osnabrück als einziges Modellmuseum für Deutschland teilgenommen hat.

OECD Studie Museumsquartier Osnabrueck.
(OECD Studie Museumsquartier Osnabrueck) v. li.: Patricia Mersinger, Fachbereichsleiterin Kultur, Museumsdirektor Nils-Arne Kässens, Johannes Janssen, Direktor der Nds. Sparkassenstifung, Stadtrat Wolfgang Beckermann, Prof. Dr. Gesa Brinkraut, Hochschule Osnabrück. © Museumsquartier Osnabrück

Museen als Wirtschaftsfaktor
Die Empfehlung der OECD (Organisation for Economic Cooperation and Development) ist eindeutig: Eine aktivere Einbindung des Museumsquartiers in die Weiterentwicklung der strategischen Ziele der Stadt ist von Vorteil für die zukünftige positive Entwicklung Osnabrücks. Kunst und Kultur treiben demnach Innovationen an und verändern die Wirtschaft auf vielfältige Weise. In der Folge wird Wirtschaftswachstum, Export und Beschäftigung geschaffen; die Stadt als Reiseziel positioniert; die kulturelle Identität und Vielfalt gestärkt; und der soziale Zusammenhalt sowie die Integration marginalisierter Gruppen gestärkt.

Internationale Beteiligung
Das OECD Projekt wurde 2017-2019 weltweit durchgeführt. Neben dem Museumsquartier Osnabrück als Modellmuseum für Deutschland nahmen unter anderem die MUVE und MUSE Museen in Italien, das Louve Lens in Frankreich oder das Montreal Fine Arts Museum in Kanada an der Studie teil.

Veränderte Aufgaben für Museen
In den letzten Jahrzehnten ist die Diskussion über die Rolle von Kultur in der (Stadt-) Gesellschaft immer intensiver geworden. Genauso hat die Diskussion über die Wirkung von Kunst und Kultur zugenommen. Die OECD hat sich dieser Diskussion gestellt und die These aufgestellt, dass gerade Museen nicht nur ein wichtiger Teil der Stadtentwicklung sind, sondern darüber hinaus aktive Initiatoren und Treiber von kulturellen und gesellschaftlichen Entwicklungen sein sollten. Das setzt eine veränderte Definition von Museen voraus. Und damit einhergehend eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema durch Politik und Kultur.

Fakten zur Untersuchung
Das Museumsquartier Osnabrück wurde von Frau Prof. Dr. Gesa Birnkraut von der Hochschule Osnabrück im Auftrag der OECD begleitet. Sie führte vor Ort Befragungen von ausgewählten Museumsmitarbeitern und Mitarbeiterinnen, von Akteuren der Kommunalverwaltung und weiteren Interessenverbänden durch und wertete die Ergebnisse aus. Frau Dr. Birnkraut hat eine Professur für strategisches Management in Nonprofit Organisationen und ist eine versierte Kulturmanagerin. Ihre Grundlage für die Untersuchung war ein von der OECD entwickelter und standardisierter Fragebogen.

Im Zeitraum von Januar bis März 2019 wurden Interviews mit Mitarbeitern des Museums, Mitarbeitern der Stadt Osnabrück sowie Stakeholdern des Museums durchgeführt. Im Anschluss fand ein Workshop mit allen Interviewpartnern statt, bei dem die Ergebnisse diskutiert wurden.

Museumsquartier ist gut für die Zukunft aufgestellt
Besonders hervorgehoben wird in den Ergebnissen der Studie die gute Zusammenarbeit des Museumsquartier Osnabrück mit den weiteren Kultureinrichtungen der Stadt. Zugleich gibt sie konkrete Hinweise auf weitere Optimierungsmöglichkeiten z.B. hinsichtlich der Vernetzung des Museums mit der Osnabrücker Wirtschaft und anderen Osnabrücker Einrichtungen aus den Bereichen Bildung, Soziales und Gesundheit.

Die Studie wurde unterstützt von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und der Stiftung der Sparkasse Osnabrück. Sie ist verknüpft mit der Arbeit des Fachbereichs Kultur der Stadt Osnabrück, der derzeit das Thema „Kultur als Standortfaktor“ untersucht und die Ergebnisse in der Kulturstrategie (www.osnabrueck.de/kulkturstrategie) berücksichtigt.

Sowohl museumsintern als auch gemeinsam mit der Kulturverwaltung der Stadt Osnabrück werden aktuell die Ergebnisse besprochen und die vorgeschlagenen Optimierungsmöglichkeiten auf ihre Umsetzbarkeit geprüft.


www.osnabrueck.de

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