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22.03.2022

Oberbürgermeisterin Pötter besucht die Flüchtlingsunterkunft in der ehemaligen Käthe-Kollwitz-Schule

„In kurzer Zeit wurde in den Räumen der ehemaligen Käthe-Kollwitz-Schule (KKS) eine Infrastruktur aufgebaut, mit der wir zumindest kurzfristig die Flüchtlinge vorläufig aufnehmen können, die vor dem Krieg in der Ukraine nach Osnabrück fliehen“, sagt Oberbürgermeisterin Katharina Pötter bei einem Pressegespräch vor Ort. Die KKS kann zur Zeit bis zu 60 Flüchtlinge aufnehmen.

Oberbürgermeisterin Katharina Pötter und Yuliya Druker vom Fachbereich Finanzen, die zur Zeit als Übersetzerin in der Käthe-Kollwitz-Schule tätig ist. © Stadt Osnabrück, Sven Jürgensen
In der Flüchtlingsunterkunft in der ehemaligen Käthe-Kollwitz-Schule stehen die Waschmaschinen bereit. © Stadt Osnabrück, Sven Jürgensen

Es halten sich heute 12 Personen dort auf. Sobald alle Räumen vorbereitet sind, sollen bis zu 300 Menschen hier eine vorläufige Zuflucht finden. Sie werden hier zunächst ärztlich versorgt. Die Ausländerbehörde hat hier einen Raum bezogen, so dass sie die Daten der Geflüchteten aufnehmen kann. Sie erhalten bei Bedarf Kleidung und die Großküche des städtischen Klinikums liefert die Speisen. Auch ein PCR-Test wird genommen. Waschmaschinen und Trockner sind inzwischen aufgestellt.

Knapp 20 Flüchtlinge aus der Ukraine werden derzeit der Stadt jeweils dienstags und donnerstags vom Land Niedersachsen zugewiesen. Darüber hinaus erreichen die Stadt weitere Flüchtlinge, die in unregelmäßigen Abständen an der KKS nach einer Unterkunft suchen. Über freundschaftliche oder auch familiäre Beziehungen zu in Osnabrück lebenden Ukrainern haben inzwischen 984 Flüchtlinge eine Unterkunft gefunden, die der Stadtverwaltung bekannt sind. Insgesamt stehen aktuell 403 private Unterbringungsmöglichkeiten zur Verfügung, die Osnabrückerinnen und Osnabrücker gemeldet haben. Über die Wohnraumversorgung des Fachbereichs Soziales konnten in den vergangenen Wochen 119 Personen in 34 Unterkünfte vermittelt werden.

Von den fast 500 Menschen, die ihre Hilfe und Unterstützung bei der städtischen Freiwilligen-Agentur angeboten haben, konnten bisher 125 vermittelt werden. Unter ihnen sind 28 ukrainisch und 34 russisch sprechende Menschen.

Eine Vielzahl von Informationen auch auf Ukrainisch ist bereits auf den städtischen Internetseiten unter https://www.osnabrueck.de/verwaltung/ukraine hinterlegt. Über einen QR-Code kann sie jeder Ankommende aufrufen.

„Die Lage ist nach wie vor unübersichtlich und wir wissen nach wie vor nicht genau, worauf wir uns einstellen müssen“, sagt die Oberbürgermeisterin. „Das betrifft aber alle Kommunen in Deutschland. Das hat ein Gespräch bei Bundespräsident Steinmeier am vergangenen Freitag in Berlin verdeutlicht, zu dem ich eingeladen war.“

„Jeden Tag hoffen wir auf Anzeichen des Friedens, aber jeden Tag wurden wir bisher enttäuscht“, sagt Pötter. „Wir müssen uns also darauf vorbereiten, dass der Krieg noch deutlich mehr Menschen zur Flucht zwingt, die zunächst in die Nachbarstaaten der Ukraine fliehen, aber auch nach Deutschland kommen. Ich erwarte daher, dass wir in den kommenden Wochen noch deutlich mehr Kriegsflüchtlinge in der Stadt aufnehmen müssen. Wir sondieren also und schauen im Stadtgebiet nach Immobilien, in denen wir eine größere Anzahl Menschen unterbringen und versorgen können. Insbesondere müssen wir uns um die Kinder und Jugendlichen kümmern. Die Kleinsten müssen zunächst ankommen dürfen, bevor wir ihnen anbieten können, in Kitas und Schulen zu gehen. Auch das wird nicht ganz einfach. Unabhängig davon stellt der Fachbereich für Kinder, Jugendliche und Familien ein Programm für die ukrainischen Kinder und ihre Mütter zusammen.“ Auch die Situation der schulpflichtigen Kinder wird derzeit intensiv zwischen Schulträger, Regionalem Landesamt für Schule und Bildung und allen Schulleitungen der Osnabrücker Schulen beraten und Konzepte entwickelt. So werden ab April außerschulische Unterstützungs- und Stabilisierungsangebote durch den Schulträger organisiert und umgesetzt, sodass erste Sprachbildungsangebote an den Start gehen können.

„Ich bin dem Rat sehr dankbar“, erklärt die Oberbürgermeisterin, „dass er für die Finanzierung zunächst zwei Millionen Euro bereitgestellt hat. Das ist wichtig, weil wir zur Zeit – außer einer allgemeinen Ankündigung der Bundesinnenministerin – noch nicht wissen, in welchem Umfang der Bund die Finanzierung als seine Aufgabe ansieht. Die Gespräche finden statt, das Ergebnis steht aber noch aus.“

„Wie wir zusammenstehen und dass wir zusammenstehen, haben die vergangenen Tage gezeigt. Ich danke daher allen Ehrenamtlichen, die die ankommenden Flüchtlinge willkommen heißen und bereit sind, den Menschen in der Not zu helfen. Ich danke aber auch den Johannitern und dem Deutschen Roten Kreuz, die Betreuung in der KKS übernommen haben und wieder ein verlässlicher und kompetenter Partner für die Stadt sind.“

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