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26.08.2020

OB Griesert: „B-Plan-Änderung sollte Abstandsproblematik berücksichtigen“

Mit der Entscheidung, den Standort von Galeria Karstadt Kaufhof in Osnabrück aufzugeben, verliert die Stadt Osnabrück ein Geschäft, das den Einzelhandel in der Innenstadt seit Jahren geprägt hat. Um den damit verbundenen innerstädtischen Strukturwandel proaktiv zu gestalten, müssen planungsrechtliche Instrumente genutzt, ältere Planungsabsichten hinterfragt und gegebenenfalls neu justiert werden. Ziel der städtebaulichen Planung ist, unter anderem innerstädtisches Wohnen zu fördern, um eine Stadt der kurzen Wege zu verwirklichen. Ein möglichst breit angelegtes Nutzungskonzept soll das Potenzial des Standortes ausschöpfen, der heute ausschließlich von stationärem Einzelhandel geprägt wird. Dafür müssen Konkurrenzsituationen frühzeitig entschärft werden. Diese müssen im neuen Planungsrecht berücksichtigt werden; so im B-Plan 87, der für den Bereich zwischen Georgstraße, Möserstraße, Wittekindstraße und Öwer de Hase gilt.

Der entsprechende Aufstellungsbeschluss steht im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt am 3. September auf der Tagesordnung. „Ich habe die Bauverwaltung gebeten, auch die Neumarkt-Apotheke in den Änderungsbereich einzubeziehen“, sagt Oberbürgermeister Wolfgang Griesert, „um die im Rahmen des Sport-Arena-Projektes erkannte Abstandsflächenproblematik frühzeitig mit in den Blick zu nehmen.“ Auch den zukünftigen Höhen von Gebäuden könnte so ein rechtlicher Rahmen gesetzt werden, ohne dabei die Möglichkeiten einer vertikalen Verdichtung übermäßig zu beschneiden. Es ist möglich, im innerstädtischen Bereich aus städtebaulichen Gründen Abstandsflächen zu reduzieren, wie das am sogenannten „Zauberwürfel“ geschehen ist. Auf diese Weise würde die Stadt etwaige Entwicklungshindernisse mit Hilfe des Planungsrechtes konstruktiv lösen, die bei der Projektentwicklung des ehemaligen Sportarena-Gebäudes erkannt wurden. Dazu gehören erforderliche Abstände zwischen Gebäuden, die entsprechend der städtebaulichen Entwicklungsziele abweichend festgesetzt werden können. Mit diesem Instrumentarium wurde etwa die Realisierung des „Zauberwürfels“ ermöglicht.


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