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15.06.2017

Nun auch in Stadt und Landkreis Osnabrück: Erstmals „ehrenamtlich Beauftragter“ für die archäologische Denkmalpflege ernannt

Es ist für jede kommunale Dienststelle im Bereich der archäologischen Denkmalpflege nahezu unmöglich, stets zur rechten Zeit vor Ort zu sein, wenn irgendwo im Arbeitsgebiet archäologische Funde zutage treten oder – meistens noch wichtiger – wenn im Vorfeld von Bauarbeiten zu klären ist, ob das Planungsgebiet archäologieverdächtig ist. In diesen Fällen sind die hauptamtlichen Denkmalschützer auf die Hilfe von geschulten, ehrenamtlich vor Ort tätigen Fachleuten angewiesen. Das Niedersächsische Denkmalschutzgesetz sieht dafür die Möglichkeit der Ernennung von ehrenamtlich Beauftragten vor. Davon wurde in den vergangenen Jahrzehnten wenig Gebrauch gemacht – so wenig, dass im Jahre 2016 sowohl der Niedersächsische Heimatbund als auch die Landesregierung dazu aufforderten, verstärkt nach entsprechend geeigneten Personen zu suchen und das Anerkennungsverfahren einzuleiten.

Die Stadt- und Kreisarchäologie Osnabrück hat ein solches Verfahren im Mai 2017 erfolgreich abschließen können und verfügt nun erstmals offiziell über einen ehrenamtlich Beauftragten, der sie in allen Angelegenheiten der archäologischen Denkmalpflege berät und unterstützt (§ 22 Niedersächsisches Denkmalschutzgesetz).

Bei dem Ernannten handelt es sich um Stephan Zeisler aus Melle-Bruchmühlen. Er ist bereits seit vielen Jahren in der Region Weser-Ems als Ansprechpartner für Sondengänger bekannt, hat selbst im Osnabrücker Land eine Vielzahl an archäologischen Fundstellen entdeckt, sie systematisch abgesucht, sich als Koordinator für Fortbildungsveranstaltungen und kleinere Forschungsprojekte für Sondengänger engagiert, auch in Kooperation mit dem Forschungen zur Varusschlacht in Kalkriese - und dies alles seit fast 15 Jahren in regelmäßigem Kontakt mit der Stadt- und Kreisarchäologie Osnabrück. Zu seinen bedeutenden Leistungen zählt auch die Gründung der „Interessensgemeinschaft Sondengänger Hunte-Weser“, die unter anderem durch eine intensive Kontaktpflege der Mitglieder untereinander versucht, möglichst wenig Spielraum für etwaige illegal tätige „Schatzsucher“ zu lassen.

Der Rat der Stadt Osnabrück und der Kreistag haben in ihren Frühjahrssitzungen dem Vorschlag des zu der Zeit noch zuständigen Stadt- und Kreisarchäologen Bodo Zehm zugestimmt. Ende Mai 2017 wurde Stephan Zeisler die von Oberbürgermeister Wolfgang Griesert und Landrat Dr. Michael Lübbersmann unterzeichnete Ernennungsurkunde übergeben. Stadt und Landkreis hoffen, damit einen weiteren wichtigen Schritt zur Stabilisierung der positiven Zusammenarbeit mit den „Sondlern“ getan zu haben.

 

 



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