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12.04.2018

Lesend erfahren wir, woher wir kommen

Eine Lesereihe in 27 Akten

Wir können mit dem Auto durch die Welt kurven, wir können es uns auf Kreuzfahrtschiffen bequem machen und alle möglichen Gegenden in eine Kulisse für unsere Sehnsüchte verwandeln, wir können auch mit dem Flugzeug zwischen Himmel und Erde herumjagen, ohne doch zu erfahren, woher wir kommen. Die ambitionierte Reihe „Erfahren, woher wir kommen: Grundschriften der europäischen Kultur“ macht in 27 Veranstaltungen mit Texten bekannt, die ein Grundverständnis für die Epochen unserer Geschichte eröffnen. Sie sollen anregen, weiterzulesen.

Hanjo Kesting 2010 f.
(Hanjo Kesting 2010 f) Hanjo Kesting

Sie sollen etwaige Barrieren aus dem Weg räumen und ermuntern, die Spuren unserer kulturellen Herkunft aufzunehmen und zu verfolgen. Die Lesungen und Erläuterungen zeigen, wie sich die Epochen in ihren Texten spiegeln. Hanjo Kesting, langjähriger Leiter der Hauptredaktion „Kulturelles Wort“ beim NDR, hat diese Veranstaltungsreihe konzipiert, mit der er unter anderem in Hannover, Lübeck und Bremen großes Interesse erzeugt hat. Er öffnet die Texte und öffnet die Besucher, so dass die Begegnung stattfinden kann. Namhafte Schauspieler und Sprecher lesen. Am Montag, 16. April, um 19.30 Uhr geht’s los im Friedenssaal des historischen Rathauses mit dem Gilgamesch-Epos, aus dem Siegfried W. Kernen liest.

400 Jahre nach dem Beginn des Dreißigjährigen Kriegs, 370 Jahre nach dem Westfälischen Frieden von Münster und Osnabrück, 100 Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkrieges passt diese Lesereihe perfekt in den Friedenssaal des Rathauses: Das Rathaus wurde mit dem Europäischen Kulturerbesiegel ausgezeichnet. Die mit dem Siegel ausgezeichneten Orte haben die Geschichte und Entwicklung Europas im besonderen Maße geprägt. In den Rathäusern von Osnabrück und Münster wurde 1648 mit dem Westfälischen Frieden der Dreißigjährige Krieg beendet.

„Ich hatte einige Lesungen in anderen Städten besucht, und hatte den Wunsch, dieses Angebot auch nach Osnabrück zu holen“, erklärt Prof. Karlheinz Altendorf. „Nach einem Gespräch mit Dr. Jürgensen, Pressesprecher der Stadt, bekam diese Idee wieder Auftrieb. Gemeinsam besuchten wir Gisela Bohnenkamp, Stifterin der Friedel & Gisela Bohnenkamp-Stiftung, um sie für dieses Projekt zu gewinnen, nachdem mir Hanjo Kesting seine grundsätzliche Bereitschaft erklärt hatte.“

„Ich musste eigentlich nicht überzeugt werden“, erinnert sich Gisela Bohnenkamp an den Besuch, „weil diese Reihe vorzüglich zu dem kulturellen Bildungsauftrag meiner Stiftung passt: Wir müssen lesen, um zu erfahren, woher wir kommen! So ist das.“

Als Veranstalterin gesellte sich Beatrice le Coutre-Bick, Leiterin des Literaturbüros Westniedersachsen dazu: „Ohne die finanzielle Unterstützung der Stiftung hätte das Literaturbüro allein diese Reihe von Hanjo Kesting nicht anbieten können. Aber so haben sich die Beteiligten gefunden, um die Hörer mit einer Leseerfahrung zu bereichern – und das im Friedenssaal des Rathauses.“

Und Hanjo Kesting sagt: „Die Lesungen der Grundschriften der europäischen Kultur sollen eine Selbstvergewisserung und Selbstbegegnung im Spiegel ‚gültiger‘ Texte anbieten, die sich jede Generation immer wieder neu aneignen muss.“

Bis zu den Sommerferien wird noch weitere zwei Mal gelesen: Am Montag, 28. Mai, liest Monique Schwitter aus der „Orestie“ von Aischylos und am Montag, 25. Juni, liest Frank Arnold aus „Germania“ von Tacitus. Im Herbst folgt die nächste Trias. Die insgesamt 27 Akte sind auf drei Jahre verteilt.

Mit freundlicher Unterstützung der Friedel & Gisela Bohnenkamp-Stiftung veranstaltet die Reihe „Erfahren, woher wir kommen: Grundschriften der europäischen Kultur“ das Literaturbüro Westniedersachsen gemeinsam mit der Friedensstadt Osnabrück. 

Der Eintritt kostet 10 Euro, ermäßigt 7 Euro, an der Abendkasse im Rathaus oder im Vorverkauf bei der Tourist-Information, Bierstraße 22–23, Telefon 0541 323-2202, E-Mail tourist-information(at)osnabrueck.de



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