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09.02.2021

Land Niedersachsen aktualisiert Gefahren- und Risikokarten für Risikogewässer

Das Land Niedersachsen hat die Gefahren- und Risikokarten für Risikogewässer aktualisiert. In den Gefahrenkarten werden Ausdehnung und Tiefe der jeweiligen Hochwässer dargestellt, während die Risikokarten auch Aussagen zur Anzahl der betroffenen Einwohner und zu den wirtschaftlichen Auswirkungen enthalten. Im Stadtgebiet ist die Hase das einzige Risikogewässer.

Hochwasser Die Brücke.

2007 hat die EU eine „Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie“ verabschiedet, die erstmals europaweit einheitliche, stringente Vorgaben für das Hochwasserrisikomanagement festgelegt hat. Ziel ist es, hochwasserbedingte Risiken für die menschliche Gesundheit, die Umwelt, das Kulturerbe und wirtschaftliche Tätigkeiten zu verringern und zu bewältigen. Mehrere Hochwasser in ganz Europa hatten die EU zu diesem Schritt bewogen. 

2009 wurden diese Vorgaben in deutsches Recht umgesetzt. 2014 gab es dann erstmals Gefahren- und Risikokarten, die alle sechs Jahren aktualisiert werden. Daher hat das Land Niedersachsen jetzt die zum ersten Mal überarbeitet und Ende 2020 veröffentlicht. 

Es werden drei Hochwasserszenarien betrachtet: Ein häufiges Hochwasser (einmal in 20 bis 25 Jahren), ein mittleres Hochwasser (einmal in 100 Jahren) und ein extremes Hochwasser (einmal in 200 bis 250 Jahren). Die Karten haben einen überwiegend informativen Charakter, allerdings werden aus den Karten der 100-jährigen Hochwässer auch die gesetzlichen Überschwemmungsgebiete abgeleitet, die dann tatsächliche Einschränkungen für die Grundstückseigentümer bedeuten. Das jetzige, 2017 festgesetzte gesetzliche Überschwemmungsgebiet der Hase, berücksichtigte bereits die aktuelle Abgrenzung und musste daher nicht aktualisiert werden. 

Allerdings ist bei der Planung von Baugebieten oder der Genehmigung von Bauvorhaben nunmehr auch das Extremhochwasser zu berücksichtigen. Auf Grund der relativ geringen Ausdehnung dieses Extremhochwassers in Osnabrück sind die Auswirkungen dieser neuen Regelung aber nicht erheblich. 

Auf der Seite www.osnabrueck.de/hochwasser  gibt es einen Link zum entsprechenden Internetauftritt des zuständigen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz mit weiteren Informationen sowie den  aktuellen Hochwasserkarten. 

Beim Fachbereich Umwelt und Klimaschutz stehen Marina Plog ( Telefon 0541 / 323-2461) und Bernd Früchel (0541 / 323-3160) für weitere Informationen zur Verfügung.


www.osnabrueck.de

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