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06.10.2017

Konzert mit WAKS am 10. November im Felix-Nussbaum-Haus

Die beliebte Reihe „Jiddische Musik im Felix-Nussbaum-Haus“ wartet auch 2017 wieder mit spannenden Konzerten auf. Stella Jürgensen hat Künstlerinnen und Künstler nach Osnabrück eingeladen, die jiddische Klangwelten in variantenreicher Bandbreite im Felix-Nussbaum-Haus erklingen lassen. Stella Jürgensen, selbst Musikerin, kennt sich in der Musikszene jüdischer Klangwelten besonders gut aus. Sie findet für die Konzerte im Felix-Nussbaum-Haus des Museumsquartiers Osnabrück stets international agierende Musiker, die das Osnabrücker Publikum begeistern. Sie bringt eine junge Generation von Experten und Newcomern zusammen, die traditionelle jiddische Musik und Klezmer mit ihren vielfältigen musikalischen Interpretationen ein multikulturelles Gesicht schenken. In diesen Konzerten lebt Klezmer.

Jiddische Musik WAKS 01.
(Jiddische Musik WAKS 01) WAKS; Foto: © Hocky Neubert

Stella Jürgensen moderiert durch die Konzerte. Sie stellt die Musikerinnen und Musiker vor, gibt profunde Einblicke in rituelle Funktionen bestimmter Musikstücke und verweist auf besondere Kombinationen von Klängen und Rhythmen, die zu den persönlichen Interpretationen des Künstlers, der Künstlerin gehören.

WAKS treten am 10. November um 20 Uhr im Felix-Nussbaum-Haus auf. WAKS sind Inge Mandos (Gesang), Klemens Kaatz (Piano, Akkordeon, Indisches Harmonium) und Hans-Christian Jaenicke (Violine).

Die Erfindung des Phonographen machte es möglich, menschliche Stimmen zu bewahren. Jiddische Lieder, gesungen von Osteuropäern, wurden durch einen Trichter verstärkt und mit Hilfe einer Membran und eines Metallstifts in Wachswalzen geritzt. Diese verstaubten in Archiven und wurden nach vielen Jahrzehnten geborgen.

So ließ sich der Wunschtraum der Sängerin Inge Mandos verwirklichen, ungeachtet des zeitlichen und geografischen Abstandes mit diesen intensiven und berührenden Stimmen zusammen zu singen: zweistimmig, im Wechsel, oder wo nötig auch das beschädigte Liedgut rekonstruierend. Das WAKS-Ensemble (WAKS bedeutet „Wachs“ auf Jiddisch) mit dem Pianisten Klemens Kaatz und dem Violinisten Hans-Christian Jaenicke schuf dazu ganz eigene Arrangements. Es stellt die Sängerinnen und Sänger aus Osteuropa, die vor 80 Jahren gelebt haben, ins Zentrum der Musik und lassen sich konsequent auf die Stimmen und das Material ein, einschließlich Rauschen und Knacken. Die so bearbeiteten Lieder schaffen eine intime Nähe zu jüdischen Sängern  aus dem vergangenen Jahrhundert, die im O-Ton eingespielt und somit zu Solisten des Konzerts werden. Im Zusammenspiel mit WAKS entsteht eine berührende Verschmelzung von damals und heute – ein Konzept, das es im jiddischen Genre bisher nicht gegeben hat.

Gefördert wird die Reihe „Jiddische Musik im Felix-Nussbaum-Haus“ von der Felicitas und Werner Egerland-Stiftung.

Tickets gibt es im Vorverkauf im Museumsladen zu einem Preis von 15 Euro sowie an der Abendkasse im Museum für 17 Euro. Weitere Informationen sind unter Telefon 0541/323-2560 erhältlich.



www.osnabrueck.de

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