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20.12.2018

Katharina Hohmann: Inventur

Ausstellung in der Kunsthalle Osnabrück

Die Kunsthalle Osnabrück präsentiert vom 10. Februar bis 7. April in Zusammenarbeit mit dem Diözesanmuseum und der Domschatzkammer des Bistums Osnabrück und dem Niedersächsischen Landesarchiv, Standort Osna­brück, die Ausstellung „Inventur“ von Katharina Hohmann.

2018 12 20 Inventur Collage 2018 KatharinaHohmann.
(2018 12 20 Inventur Collage 2018 KatharinaHohmann) Foto: Katharina Hohmann

Seit Januar 2018 besuchte die Schweizer Künstlerin Katharina Hohmann Osnabrück regelmäßig. Bei ihren Recherchen zur Geschichte des ehemaligen Dominikanerklosters, das die Kunsthalle Osnabrück heute beherbergt, hat sie ein Konzept für die Ausstellung „Inventur“ entwickelt, das die Geschichte dieses Gebäudes auf zeitgenössische Weise erlebbar machen wird. Hohmanns Entdeckungen stützen sich auf alte Schriften, Recherchen in Archiven, Inventarlisten und Gespräche. Dafür wählte sie Menschen, die die alten, in Latein verfassten Schriften, in verschiedenen Sprachstufen des Deutschen von alt- bis mittelhochdeutsch und im Französisch des 18. und 19. Jahrhunderts, zu entziffern wissen. Die unzähligen historischen Schätze und lange vergessene Geschichten formen das, was wir Geschichte nennen, sind aber häufig trotz all ihrer spezifischen Individualität sehr aktuell: Es geht um den Verfolgten, der Unterschlupf im Kloster findet und dessen Auslieferung die städtische Judikative fordert. Es geht um die Gewalt an einer Frau, um Nahrungsvorräte und deren Verteilung, um Todesfälle und Geburten und um die Nutzungsrechte von Grund und Boden.

Das Prinzip der Umnutzung, der Transformation, der Veränderung der ehemaligen Klosteranlage ist das Leitmotiv der Ausstellung „Inventur“. Katharina Hohmann untersucht sowohl die religiösen Funktionen des Dominikanerklosters mit zugehöriger Kirche als auch die Entwicklungen nach dessen Auflösung durch napoleonische Truppen im Jahre 1803. Die vielschichtigen historischen Veränderungen des Ortes dienen der Künstlerin als Inspirationsquelle für ihre künstlerische Umsetzung mit unterschiedlichen Medien: Geschichte, vermittelt durch Geschichten, soll auch denjenigen zugänglich gemacht werden, die sich mit dem Lesen schwer tun. Es entstehen Tonaufnahmen, die als Audioguides zur Verfügung stehen, Schriften werden in den Raum projiziert oder als Neonzeichen wiedergegeben. Zwei Künstlerbücher im handlichen Format werden zudem das Gefundene sehr persönlich und assoziativ in Schrift und Bild darbieten. Vor allem aber werden die Fundstücke aus den historischen Schriften dazu genutzt, den Raum nach historischen Vorbildern – aber mit zeitgenössischen Mitteln – umzugestalten, erfahr- und begehbar zu machen.



www.osnabrueck.de

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