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10.10.2019

Jury erwartet vielfältige Wohnkonzepte im Wettbewerb um 10.000 Euro

Noch bis Donnerstag, 31. Oktober, können Osnabrückerinnen und Osnabrücker ihre Wohnbeispiele für den Preis „So wohnt OS“ einreichen. Dabei geht es um 10.000 Euro, die durch eine Jury verteilt werden. Was genau die Teilnehmenden vorschlagen, ist nicht vorgegeben. Innovativ und in Osnabrück umgesetzt sollten die Vorschläge sein und sie müssen in der Öffentlichkeit vorgestellt werden können.

Weil die Vorgaben bewusst offen formuliert sind, haben die Mitglieder der Jury ganz unterschiedliche Erwartungen an die Einsendungen. Sie würden sich über Mehrgenerationenprojekte freuen, über nachhaltige, platzsparende Konzepte sowie Wohnprojekte, die ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Privatheit und Öffentlichkeit, Individualität und Gemeinschaft bieten. Hinzu kommen inklusive Wohnprojekte von Menschen mit und ohne Behinderung und Projekte, die Menschen mit Migrationshintergrund, geringem Einkommen oder sozialen Schwierigkeiten einbeziehen. 

„Ich erhoffe mir Wohnbaubeispiele, die insbesondere aufzeigen, wie wir durch gemeinschaftliche Nutzungen den individuellen Flächenverbrauch reduzieren können“, sagt Stadtbaurat Frank Otte, der Mitglied der Jury ist. Ihr gehören zudem Mitglieder des Rates der Stadt Osnabrück, der Hochschule, des Verbandes „Der Paritätische Osnabrück“, ein Architekt sowie ein Mitglied der Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück an. Um eine Chance auf den Preis zu haben, müssen die Projekte nicht unbedingt groß und aufwendig in der Umsetzung sein. Auch ganz kleine, gute Ideen können prämiert werden – sie haben sogar den Vorteil, dass sie leicht nachmachbar sind, was auch ein Kriterium bei der Preisvergabe ist. 

Gemeinschaften, Nachbarschaften oder Organisationen, die überlegen, sich zu bewerben, finden weitere Informationen sowie ein Antragsformular unter www.osnabrueck.de/so-wohnt-os. Ansprechpartner in der Kontaktstelle Wohnraum ist Marvin Schäfer unter 0541 3233601 oder unter schaefer.m(at)osnabrueck.de

Die Mitglieder der Jury haben ihre Erwartungen an den Preis zusammengefasst:

Anette Meyer zu Strohen
Vorsitzende des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt

„Eine positive Stadtraumgestaltung ist Teamwork. Sie entwickelt sich u.a. aus den Ideen und Visionen ihrer Bürger und den beteiligten Architekten. Mit dem Preis „SO wohnt OS“ zeichnen wir zum ersten Mal attraktive und innovative Wohnprojekte aus. Ich denke da zum Beispiel an generationsübergreifendes Wohnen oder die Entwicklung lebendiger Quartiere. Ich bin sehr gespannt auf vielfältige- kreative Bewerbungen und freue mich über diese Preisauslobung.“ 

Anke Jacobsen
Vorsitzende des Sozial- und Gesundheitsausschusses

„Ich würde mich über zwei Ansätze besonders freuen, zum einen Mehrgenerationenprojekte, in denen die Menschen zusammenleben und sich gegenseitig unterstützen. Gleichzeitig werden Dinge des alltäglichen Lebens geteilt. Nicht jeder benötigt eine Bohrmaschine und Gartengeräte, vielleicht teilt man sich auch Autos und Fahrräder. So sparen die Wohnenden Geld und schonen die Umwelt, weil nicht so viel Überflüssiges produziert werden muss. Zum anderen hoffe ich auf gute Beispiele flexibler Grundrisse für viele Lebensphasen, bei denen gerade auch die Barrierefreiheit besonders berücksichtigt wird.“  

Prof. Dr.-Ing. Heiko Meinen
Hochschule Osnabrück und Institutsleiter inwb – Institut für nachhaltiges Wirtschaften in der Bau- und Immobilienwirtschaft

„Für mich steht die Frage im Vordergrund, wie wir eine nachhaltige Entwicklung unterstützen können. Studien zeigen, dass pro Kopf immer mehr Fläche in Anspruch genommen wird. Das Problem nur durch weitere Versiegelung von Freiflächen zu lösen, kann nicht der einzige Weg sein und trägt nicht zu einer schnellen Verfügbarkeit von günstigem Wohnraum bei. Daher bin ich gespannt auf die Ideen aus dem Wettbewerb „So wohnt OS“. Daneben zeigt sich, dass energieeffizientes Bauen nur die halbe Wahrheit bei der Energieeinsparung im Wohnungsbereich ist. Das Nutzerverhalten stellt einen viel größeren Hebel dar, als es technische Lösungen sein können. Hier würde ich mich ebenfalls über kreative Ideen freuen.“  

Prof. Hartmut Welters
Architekt & Stadtplaner BDA/SRL, Geschäftsführender Gesellschafter

„Gemeinschaftliches und nachbarschaftliches Wohnen stehen aktuell im Fokus. Zum Gelingen entscheidend ist ein ausgewogenes Verhältnis von Privatheit und Öffentlichkeit bzw. Individualität und Gemeinschaft. Ich bin gespannt darauf, welche guten Ansätze es dazu in Osnabrück gibt und wie diese Nachbarschaften ihr Zusammenleben gestalten.“ 

Frank Otte
Stadtbaurat Stadt Osnabrück

„Ich erhoffe mir Wohnbaubeispiele, die insbesondere aufzeigen, wie wir durch gemeinschaftliche Nutzungen den individuellen Flächenverbrauch reduzieren können.“ 

Michael Grothe-Laszewski
Kreisverbandsgeschäftsführer des Kreisverbandes Osnabrück „Der PARITÄTISCHE Osnabrück“ 

„Grundsätzlich würde ich Projekte begrüßen, bei denen das Miteinander im Vordergrund steht und nicht die Rendite. Schön wären Projekte, wie inklusive Wohnprojekte, nicht nur von Menschen mit und ohne Behinderung, sondern auch Wohnprojekte, die aktiv Menschen mit Migrationshintergrund, einem geringen Einkommen, sozialen Schwierigkeiten, Alleinerziehende oder ähnliches mit einbeziehen.“ 

Birgit Theilmann,
Bereichsleitung Stadt Osnabrück Ost, Heilpädagogische Hilfe Osnabrück Wohnen 

Menschen mit Behinderung haben das Recht, so zu wohnen und zu leben wie alle anderen Bürger auch. Die Unterstützung setzt am individuellen Bedarf der betroffenen Person an und versucht nicht etwa umgekehrt die Person an die vorhandenen Strukturen anzupassen. Ich wünsche mir Lösungen, bei denen die Barrieren, die Menschen behindern, abgebaut sind.


www.osnabrueck.de

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