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16.04.2020

Jugendhilfe und Kinderschutz in Zeiten der Corona-Pandemie

Träger ermöglichen vielfältige Angebote über Telefon, Skype und E-Mail

Es wird noch eine Notbetreuung angeboten, doch sonst sind Schulen und Kindergärten wegen des Coronavirus weiterhin geschlossen. Dasselbe gilt für Einrichtungen und Angebote in der Jugendarbeit, der Jugendsozialarbeit und der Familienbildung. Der Fachbereich Kinder, Jugendliche und Familien hat bereits seit Beginn der Maßnahmen zur Eindämmung des Virus reagiert und gemeinsam mit den freien Trägern Strukturen geschaffen, damit das Angebot trotz der Krise aufrechterhalten werden kann.

„Alle Einrichtungen und Dienste im Bereich der Hilfen zur Erziehung stehen vor der Herausforderung, Maßnahmen gegen das Coronavirus ergreifen zu müssen, dabei aber weiterhin den Schutz der Kinder zu gewährleisten“, sagt Erster Stadtrat Wolfgang Beckermann. „Es gibt Fälle, in denen Eltern einen negativen Einfluss auf die Kinder haben, es gibt Gewalt in Partnerschaften und es werden Kinder vernachlässigt. Das alles wirkt sich in Zeiten von Kontaktverboten noch stärker aus als sonst.“ Um dem entgegenzuwirken hat der Fachbereich die städtischen Dienste und Einrichtungen sowie die freien Träger gewinnen können, Angebote auf anderen Wegen zu machen. „Sie stellen die Angebote wenn möglich über Telefon, soziale Medien und Messenger-Dienste zur Verfügung“, sagt Hermann Schwab, Leiter des Fachbereiches für Kinder, Jugendliche und Familien.

Eine wichtige Rolle kommt dabei dem Kinder- und Jugendnotdienst zu. Die Telefonnummer 0541 27276 ist bereits seit 17 Jahren etabliert und allen Schulen, Einrichtungen der Jugendhilfe, der Polizei sowie den Krankenhäusern bekannt. Der Dienst ist rund um die Uhr auch an Sonn- und Feiertagen erreichbar. Damit Kindertagesstätten und Horte auch weiterhin Kontakt zu den Kindern und Eltern haben, hat die Fachverwaltung zudem gute Beispiele für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Eltern in Zeiten der Pandemien aus der Trägerlandschaft gesammelt. Einrichtungen haben der Stadt gute Beispiele mitgeteilt, die dann allen Einrichtungen komprimiert zur Verfügung gestellt wurden. Einrichtungen bieten telefonische Familiensprechstunden an, geben Tipps für Beschäftigungsmöglichkeiten und den Umgang mit Medien und lassen den Eltern Informationsmaterialien zukommen. So ist beispielsweise das Bilderbuch „Das Corona-Häschen“ entstanden, das Kindern die derzeitige Situation und die vielen Einschränkungen erläutert. Auch einen Spieleverleih haben einige Kindertagesstätten organisiert. Die Familienbegleiterinnen chatten mit den Kindern und erklären Eltern, die trotz mehrsprachiger Infoblätter noch Fragen haben, warum beispielsweise Spielplätze derzeit nicht betreten werden dürfen.

Auch ambulante Erziehungsberatungsstellen wie die Arbeiterwohlfahrt, das Bistum Osnabrück, die Diakonie und der Kinderschutzbund bieten telefonische Beratung an und sind per E-Mail erreichbar. Träger, die ambulante Hilfen für Familien anbieten, haben weiterhin über Skype und andere Medien Kontakt zu ihren Familien. In Notsituationen stehen sie auch für kurze Hausbesuche bereit oder nehmen Kinder auf eine Radtour mit. In Krisen- und Notsituationen ist auch der Soziale Dienst weiterhin erreichbar und ist bei Hausbesuchen vor Ort. Notwendige Hilfen bis hin zu Inobhutnahmen werden weiterhin veranlasst.

Im Bereich der Jugendarbeit und in der Jugendgerichtshilfe kommen ebenfalls Telefon und E-Mail zum Einsatz. Streetworker nutzen diese Kommunikationsmittel, mit Fangruppierungen werden künftige Aktionen online vorbereitet. Die Kinder- und Jugendarbeit macht digitale Angebote via Instagram und Video, stellt Spiele, Rätsel, Sport- und Fitnessangebote zur Verfügung. Jugendsozialarbeit beim Übergang von der Schule in den Beruf findet über Telefon und Skype statt, ebenso die Jugendberufshilfe, die Klienten mit Lernmitteln versorgt.
Im Zentrum für Jugendberufshilfe Dammstraße unterstützen die Werkstattleiter die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, stellen Lehrmittel bereit und halten Kontakt über Telefon und E-Mail. Sprechzeiten sind die regulären Öffnungszeiten, zudem legen die Anleiter wöchentliche Stundenpläne fest.

Auch das Team Vormundschaften/Pflegschaften ist weiterhin aktiv. Persönliche Kontakte zu Mündeln wurden auf ein Minimum heruntergefahren, die Erreichbarkeit über soziale Medien, Telefon, Skype und E-Mails ist gesichert. Darüber hinaus haben die Vormünder all ihre Mündel angerufen oder angeschrieben und sich erkundigt, wie sie mit der Ausnahmesituation umgehen. In Notsituationen können sich die Kinder und Jugendlichen jederzeit an ihre Vormünder wenden, die sich mit ihnen auch zu persönlichen Gesprächen bei Spaziergängen treffen. Außerdem haben die Vormünder ihnen Tipps zur Alltagsgestaltung zukommen lassen.

 


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