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31.03.2022

Immer mehr Photovoltaik-Anlagen auf städtischen Gebäuden

Das Thema regenerative Energien ist durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine in besonderem Maße in den Vordergrund gerückt. Photovoltaikanlagen sind eine Möglichkeit, sich von fossilen Brennstoffen unabhängiger zu machen. Das Potenzial in Osnabrück ist groß. Die Stadt Osnabrück nutzt es auf den Dächern ihrer eigenen Liegenschaften. Der Anteil an Dächern von Schulen, Kitas, Turnhallen und Gebäuden der Feuerwehr, auf denen Photovoltaikanlagen installiert sind, wächst von Jahr zu Jahr.

Die Photovoltaikanlage auf dem Dach des Gymnasiums "In der Wüste" hat die Stadt Osnabrück in diesem Jahr in Betrieb genommen. Foto: Stadt Osnabrück, Andreas Klöker

Aktuell betreibt die Stadt auf ihren Dächern 26 eigene Photovoltaikanlagen. Sie produzieren zusammen bis zu 1.100 Kilowatt Peak. Dieser Wert beschreibt die maximale Produktion bei idealen Bedingungen. Die 19 bis Ende 2020 installierten Photovoltaikanlagen kamen im Jahr 2020 auf eine Produktion von 463.000 Kilowattstunden. So geht es aus dem Energiebericht 2021 der Stadt hervor.

Beim Aufbau von Photovoltaikanlagen fährt die Stadt zweigleisig. So wird bei Bestandsbauten geprüft, ob die Installation mit Blick auf die Statik möglich und darüber hinaus auch sinnvoll ist. Bei Neubauten ist die Energie aus Photovoltaikanlagen von Beginn der Planung an Teil eines Energiekonzeptes und wird beispielsweise künftig mit Wärmepumpen verbunden.

Zwei Drittel des durch die stadteigenen Photovoltaikanlagen produzierten Stroms wird direkt vor Ort in den Gebäuden genutzt. Der Rest wird ins öffentliche Netz eingespeist und trägt so dazu bei, den Anteil erneuerbarer Energien am Strommix zu erhöhen. Doch nicht nur stadteigene Anlagen stehen auf den städtischen Dächern. So verpachtet die Stadt Dächer an Investoren, die auf ihnen Photovoltaikanlagen errichten und betreiben. Das ist aktuell auf 23 Dächern der Fall, sodass insgesamt bereits auf 49 Dächern von Liegenschaften der Stadt Anlagen zu finden sind – Tendenz weiter steigend. Noch in diesem Frühjahr soll die bisher größte Anlage mit einer Produktion von 150 Kilowatt Peak auf dem Dach des Berufsschulzentrums Westerberg ans Netz gehen.

Für die Stadt haben die Anlagen nicht nur den Vorteil, dass sie sauberen Strom produzieren und die Stadt von Preisschwankungen auf dem Energiemarkt unabhängiger machen. So können beispielsweise bei Neubauten, die mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet werden, auch Fördermittel des Bundesumweltministeriums oder der KfW-Bank akquiriert und zur Finanzierung eingesetzt werden. So werden die Anlagen früher rentabel.

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