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10.03.2009

Hasefisch des Monats Februar 2009: der Güster

Ein etwas weniger bekannter Vertreter der Familie der Karpfenfische ist der Güster. Er ist auch unter dem Namen Blicke oder Halbbrasse bekannt und kommt nur in geringer Zahl in unserer städtischen Hase vor. Äußerlich ist der auffallend hochrückige Güster nicht ganz leicht von der Brasse zu unterscheiden, doch ist der Güster mit einer durchschnittlichen Länge von etwa 25 cm wesentlich kleiner als die Brasse. Außerdem besitzt er größere Augen und die Basis von Brust- und Bauchflossen sind im Gegensatz zur Brasse rötlich gefärbt. Ansonsten sticht der Güster aber nicht besonders durch seine Farbenpracht hervor. Seine Flanken sind silbergrau und sein Rücken besitzt einen dunkleren Grauton.

Grau mit kleinen Farbtupfern - der Güstling. Foto: Michael Hehmann

Gesellig und gar nicht wählerisch
Der Güster ist ein geselliger Fisch, zieht also in seinem Wohngewässer in Schwärmen umher. Nicht selten besteht ein solcher Schwarm aus einem Zusammenschluss von Güstern und Brachsen, da diese beiden Arten aufgrund ihrer ähnlichen Lebensweise gut miteinander harmonieren. Vom Güster werden langsam fließende und stehende Gewässer bevorzugt, so dass er ebenso in Seen vorzufinden ist. Er hält sich vor allem in dichten Pflanzenbeständen auf und ist häufig in Bodennähe anzutreffen. An die Wasserqualität und die Strukturvielfalt des Gewässers in dem er lebt stellt der Güster keine gehobenen Ansprüche. Findet er jedoch optimale Bedingungen vor, so kann er sich in kürzester Zeit sehr stark etablieren. Im Gegensatz zu anderen Karpfenfischen kann der Güster sein Maul nicht vorstülpen. Dadurch ist er aber nicht etwa in der Wahl seiner Nahrung eingeschränkt. Das Gegenteil ist der Fall: er nutzt viele unterschiedliche Nahrungsquellen. Vor allem ernährt er sich von Plankton, vermäht aber auch Muscheln, Schnecken, Insektenlarven, Würmer und Wasserpflanzen nicht.

Nächtliches Stelldichein
Der leichte Laichausschlag zwischen Mai und Juni zeigt die Paarungszeit der Güster an. Die Paarung findet meist nachts im seichten Bereich der Uferzone statt. Auch wenn Güster nicht so wie viele andere Fischarten auf Wasserpflanzen für die Eiablage angewiesen sind, so ist es dennoch der bevorzugte Untergrund beim Ablaichen. Ein einzelnes Weibchen produziert für die Paarung bis zu 100.000 Eier. Aus diesen klebrigen Eiern schlüpfen bereits nach weniger als einer Woche die kleinen Fischlarven. Aufgrund des zum Teil engen Zusammenlebens mit anderen Karpfenfischen kommt es bei der Fortpflanzung nicht selten zur Bildung von Bastarden, z.B. mit der Brachse. Anspruchslosigkeit zahlt sich aus Aufgrund der Tatsache, dass der Güster eine recht anspruchslose Art ist, liegt keine akute Gefährdung für ihn vor. Sein Bestand nimmt zwar generell leicht ab, jedoch handelt es sich nicht um eine solch drastische Entwicklung, dass Schutzmaßnahmen notwendig wären. (Julia Meinhard)

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