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03.12.2007

Hasefisch des Monats Dezember 2007: das Rotauge

In den kommenden Monaten stellen wir Ihnen in der Rubrik „Ökologie“ auf diesen Seiten vor, welche Fischarten sich in der Hase tummeln. Dabei nehmen wir vorrangig den aktuellen Bestand im Osnabrücker Stadtgebiet unter die Lupe, wollen aber keinesfalls vernachlässigen, was darüber hinaus an Potenzial vorhanden ist - wenn zum Beispiel die ökologische Durchgängigkeit erst mal geschafft ist. Den Anfang macht eine Fischart, die besonders anpassungsfähig ist ...

Hasefisch des Monats Dezember 2007: das Rotauge. Foto: Michael Hehmann

Ein genügsamer Kerl: das Rotauge – der Hasefisch des Monats Dezember 2007
Das Rotauge, oder auch Plötze genannt (lat. Rutilus rutilus), gehört zu den Karpfenfischen. Es ist ein sehr genügsamer Fisch und kann auch noch in stark belasteten Gewässern ausdauern. Deshalb gehört es zu den am weitesten verbreiteten Fischen in Deutschland und ist in seinem Bestand nicht gefährdet. Auch in der Hase ist eine gut ausgeprägte Population zu finden. Und auch im Stadtgebiet ist das Rotauge anzutreffen.

Leicht zu verwechseln mit der Rotfeder, besitzt das Rotauge - wie der Name verrät - rötliche Augen und im Gegensatz zur Rotfeder nur schwach rote Flossen.

Eine Besonderheit des Rotauges - wie der Karpfenfische im Allgemeinen - ist, dass es einen vollkommen zahnlosen Kiefer besitzt. Stattdessen zermahlt es seine Nahrung mit Hilfe von so genannten „Schlundzähnen“. Rotaugen ernähren sich vor allem von unterschiedlichen Wasserpflanzen und Kleintieren wie zum Beispiel Insektenlarven und Schnecken. Unter besonders günstigen Bedingungen können Rotaugen bis zu 45 Zentimeter groß werden und ein Gewicht von 1,5 Kilogramm erreichen.

Rotaugen sind Schwarmfische und halten sich vor allem im Pflanzenbewuchs von stehenden bis langsam fließenden Gewässern auf. Im dichten Pflanzengewirr sind sie nur schwer zu finden für ihre Feinde, zu denen beispielsweise der Hecht oder fischfressende Vögel gehören.

Zwischen April und Mai laicht das Rotauge ab. Die Männchen fallen in dieser Zeit dadurch auf, dass sie am Kopf einen perlenartigen Ausschlag, den so genannten Laichausschlag, bekommen.
Um trotz der vielen Räuber, die sich von Fischeiern ernähren, einen guten Fortpflanzungserfolg zu garantieren, produziert ein Weibchen über 100.000 Eier. Nach dem Ablaichen bleiben diese dann an Wasserpflanzen oder an im Wasser liegenden Holz oder Steinen kleben. Schon nach 5 bis 10 Tagen schlüpfen die Larven.

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