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27.11.2020

Gemeinsam den Marktplatz Innenstadt stärken

Runder Tisch „Nachhaltige Citylogistik“ diskutiert intelligente Warenumschlagskonzepte

Wie können intelligente Citylogistik-Prozesse dazu beitragen, den Marktplatz Innenstadt und somit die Lebensqualität in Osnabrück zu stärken? Antworten darauf soll der Runde Tisch „Nachhaltige Citylogistik“ bieten, der kürzlich erstmals virtuell getagt hat. Mehrere Kurier-, Express- und Paketdienstleister (kurz: KEP) sowie Spediteure arbeiten bei diesem KEP-Dialog gemeinsam mit Vertretern der Stadt und des Handels an innovativen Warenumschlagskonzepten für Osnabrück.

LoRaWAN-Sensoren auf den Ladezonen der Achse Dielinger Straße / Lortzingstraße machen die Citylogistik in Osnabrück nachhaltig. Foto: Ulrich Grubert/WFO)

„Nachhaltige und intelligente Citylogistikprozesse sind der Schlüssel für eine lebendige Innenstadt von morgen“, betonte Logistik-Fachmann Rolf Meyer, Geschäftsführer des Osnabrücker Berater-Netzwerkes CityWOW!, das den Dialogprozess begleitet. Von zentraler Bedeutung sei dabei, dass alle Beteiligten sich auf ein gemeinsames Vorgehen bei der Reduzierung und Bündelung von Lieferverkehren verständigen. Gemeinsam entwickelte Warenumschlagskonzepte könnten dem Mobilitätswandel und somit der Attraktivierung der Innenstädte einem enormen Schub geben. „Und zwar zum Vorteil aller Beteiligten.“

Relevante Akteure am virtuellen Tisch

Der Runde Tisch „Nachhaltige Citylogistik“ ist eine Fortsetzung des bereits im vergangenen Jahr mit einer Citylogistik-Fachtagung angestoßenen Dialogprozesses. Das Projektbüro „Mobile Zukunft“ hatte als Impulsgeber die relevanten Akteure nun zum ersten virtuellen Austausch zusammengebracht: mit dabei die KEP-Dienstleister DPD, UPS, GLS und Deutsche Post, die Spediteure Hellmann, Dachser und Koch sowie die IHK, die Wirtschaftsförderung WFO, das Modehaus L+T sowie Vertreter der Stadt und städtischen Töchterunternehmen. „Die breite Resonanz macht den Willen und die Bereitschaft deutlich, gemeinsam an Lösungen zu arbeiten – und das unter der Last der Corona-Pandemie und der damit verbundenen enormen Arbeitsbelastung in der KEP-Branche“, sagte Stadtbaurat Frank Otte. „Das wissen wir sehr zu schätzen.“

Ladezonen und Mikro-Depots

Zwei Maßnahmen wurden am virtuellen Runden Tisch bereits konkret diskutiert: die Einrichtung von intelligenten Ladezonen insbesondere zur Entlastung der innerstädtischen Bereiche und Fußgängerzonen sowie der Aufbau sogenannter Mikro-Depots als zentral gelegene, kleinteilige und gemeinsam nutzbare Warenumschlagsflächen. „Hier sehen alle Beteiligten viel Potential“, berichtet „Mobile Zukunft“-Projektleiterin Brigitte Strathmann. „Das zeigen erste erfolgreiche Pilotprojekte wie der Einsatz des E-Cargobikes von UPS Deutschland inklusive Mikro-Depot an der OPG-Vitihof-Garage.“

Citylogistik und Smart City

Ein zweites Pilotprojekt steht – als „Mobile Zukunft“-Patenprojekt – zudem in den Startlöchern: Die bereits vorhandenen Ladezonen auf der Achse Dielinger Straße/ Lortzingstraße sind neuerdings mit Sensoren ausgestattet, die auf Basis der von der SWO Netz aufgebauten LoRaWAN-Funktechnologie den KEP-Dienstleistern in Echtzeit mitteilen, ob die Ladezone frei oder belegt ist. Die Unternehmen wissen dadurch bereits im Vorfeld, ob diese Ladezone angesteuert werden kann oder nicht – was unnötige Verkehre in der Innenstadt vermeidet. „Entscheidend ist daher nicht nur der Standort, sondern auch die Intelligenz der Ladezone“, erläutert Brigitte Strathmann.

Ladezonen-Standortkonzept

Die Projektpaten Ulrich Grubert (WFO) und Rolf Meyer (CityWOW!) erarbeiten derzeit gemeinsam mit der Logistik-Branche ein Ladezonen-Standortkonzept für die Innenstadt – und dies in enger Abstimmung mit der Straßenverkehrsbehörde sowie der OPG, die dabei das künftige Ladezonen-Management per Sensorsteuerung übernimmt. „Wir sind hier gerne Unterstützer und Partner des Mobilitätswandels“, betont OPG-Geschäftsführer Wigand Maethner.

Vorbildlicher Dialogprozess

„Allein dieses Beispiel zeigt das enorme Potential, das bereits einzelne Maßnahmen haben“, stellt Stadtbaurat Frank Otte heraus. Nun gelte es, die verschiedenen Ideen gemeinsam zu einem innovativen, ganzheitlichen und nachhaltigen Citylogistik-Konzept zu verknüpfen. „Wir sind mit unserem Dialogprozess am Runden Tisch auf einem sehr guten Weg“, fasst Otte zusammen. Entscheidend sei dabei das partnerschaftliche und vertrauensvolle Miteinander aller relevanten Akteure. „Und das ist in Osnabrück vorbildlich.“

Hintergrund: „Mobile Zukunft“

Ende 2016 hatten die Stadt und die Stadtwerke Osnabrück das übergreifende Projekt „Mobile Zukunft“ gestartet – als Impulsgeber, Ideenschmiede und Anlaufstelle für nachhaltige Mobilitätskonzepte wie z.B. eine intelligente Citylogistik. Herzstück von „Mobile Zukunft“ sind die Patenschaftsprojekte, bei denen Personen aus Politik, Wirtschaft oder Öffentlichkeit gemeinsam mit Mitarbeitern der Stadtverwaltung und der Stadtwerke in Tandems an selbst ausgewählten Mobilitätsprojekten arbeiten. Weitere Infos zu „Mobile Zukunft“ gibt es unter www.mozu-os.info.

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