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29.09.2017

Gäste aus Çanakkale nehmen Anregungen aus Kitas und Senioreneinrichtungen mit nach Hause

Worin unterscheiden sich deutsche Kindergärten von türkischen? Was wird in Senioreneinrichtungen anders gemacht? Osnabrück hatte Besuch aus der Partnerstadt Çanakkale. Es war ein Arbeitsbesuch mit vielen Eindrücken und informativen Fachgesprächen, in dem sich auch Özlem Erigit, Dezernentin für Soziales und Kultur/Stadtverwaltung Çanakkale mit ihrem Kollegen Wolfgang Beckermann austauschte.

Fachaustausch Canakkale Pentermann kl 01.
(Fachaustausch Canakkale Pentermann kl 01) Eine Gruppe von Pädagoginnen aus Çanakkale war zu Gast in Osnabrück. Die Frauen informierten sich unter anderem im Heinz-Fitschen-Haus und tauschten sich mit Vorstand Wolfgang Beckermann (hinten links) aus. Foto: Hermann Pentermann

Özlem Erigit brachte vier Mitarbeiterinnen aus je zwei Kindergärten, einem Hort und einer Senioreneinrichtung mit nach Osnabrück. Es war eine Art Gegenbesuch. Im März waren Elisabeth Egbers und Andrea Schiltmeyer vom Fachbereich Kinder, Jugendliche und Familien bereits zu Gast in der Stadt im Nordwesten der Türkei.

Das Programm in Osnabrück war straff. An sechs Tagen besuchten die fünf Frauen verschiedene städtische Einrichtungen wie Kitas, Gemeinschaftszentren, das Seniorenbüro, die Grundschule Eversburg mit ihrem Hort sowie Einrichtungen anderer Träger, zum Beispiel die Drei-Religionen-Schule, ein Seniorenwohnheim und die Tagespflege der Diakonie. Dazu kam noch etwas Besichtigungsprogramm – die Frauen sollten Osnabrück nicht verlassen, ohne zum Beispiel die Altstadt gesehen zu haben.

„Ich finde die Begegnung zwischen den Menschen unserer Partnerstädte gerade in der jetzigen Zeit enorm wichtig“, betont Stadtrat Wolfgang Beckermann. „Wenn aber, wie mit Çanakkale und Osnabrück, sogar ein fachlicher Austausch damit verbunden wird, hat das noch einmal eine zusätzliche Qualität und zeichnet unsere Partnerschaft ganz besonders aus.“

Was Sozialdezernent Wolfgang Beckermann für Osnabrück ist, ist Özlem Erigit für Çanakkale. „Das freie Spiel“, erklärte die Dezernentin, „gibt es in türkischen Kindergärten kaum, der Alltag ist sehr strukturiert und auf das Lernen ausgerichtet.“ Was sie in den deutschen Einrichtungen gesehen hat, habe ihr gut gefallen. „Wir nehmen es als Anregung mit.“ Auch dass die Kinder an Entscheidungen beteiligt sind, gebe es in der Türkei in dieser Form nicht. „Es ist aber sehr wichtig für die Entwicklung ihrer Persönlichkeit, wir werden das berücksichtigen.“ Die Frauen waren beeindruckt, wie selbstständig deutsche Kindergartenkinder sind.

Im Seniorenbereich haben sich die Türkinnen die Tagespflege sehr genau angesehen, auch diese kennt man dort nicht. Da aber auch türkische Frauen zunehmend arbeiten und nicht mehr selbstverständlich die Pflege ihrer Angehörigen übernehmen, wurde auch diese Anregung gern mitgenommen. Andrea Schiltmeyer wiederum begeisterte bei ihrem Besuch in Çanakkale  unter anderem die dortige Volkshochschule für Senioren. Stadtjugendpfleger Hans-Georg Weisleder erinnert sich: „Der Wunsch nach diesem Austausch kam ganz stark aus Çanakkale. Die Zeit war reif dafür und für die Zukunft wünschen wir uns, dass noch mehr über Inhalte gesprochen wird.“



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