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11.07.2017

Ferienpass: Hütten- und Budenstadt

Auf dem Ziegenbrink wurde wieder kräftig in die Hände gespuckt: Kinder als Baumeister

Türschilder sind wichtig – sonst würde ja zum Beispiel ein Postbote niemals wissen, in welchen Kasten er die Briefe stecken muss. Anders als sich Erwachsene Häuser bauen, die solche Namensschilder häufig erst zuletzt beim Einzug montieren, wurden die Türschilder jetzt in der Hütten- und Budenstadt im Garten des Gemeinschaftszentrums Ziegenbrink gleich im Rohbau angebracht – schließlich sind Türschilder auch ein tolles Mittel, um weithin sichtbar Besitzerstolz zu markieren.

Hu tten und Budenstadt 1.
(Hu tten und Budenstadt 1) Foto: Joachim Viertel

40 Mädchen und Jungen im Alter von 8 bis 12 Jahren haben sich diesmal an dem viertägigen Ferienpassangebot des Gemeinschaftszentrum beteiligt, bei dem in fleißiger Arbeit mit Hammer, Säge, Kuhfuß, Zollstock sowie Pinsel und Farbe ein Holzbudendorf auf dem Ziegenbrink errichtet wurde. In der Nacht auf den letzten Tag durfte sogar in den Buden bzw. im Gemeinschaftszentrum übernachtet werden, zuvor noch mit Lagerfeuer – natürlich ein riesiges Erlebnis für die Mädchen und Jungen. 

Die Hütten- und Budenstadt, die das Gemeinschaftszentrum Ziegenbrink bereits seit vielen Jahren im Ferienpass anbietet, gehört zu den besonders beliebten Angeboten im Osnabrücker Sommerferienprogramm. Weil es immer eine Warteliste mit Kindern gibt, bietet das Haus im Anschluss an den Bau der Hütten- und Budenstadt mittlerweile auch bereits einige Jahre lang eine Spiel- und Aktionswoche an, in der die von den Kindern errichteten Holzbehausungen sozusagen als Kulisse dienen. Diesmal steht die Woche unter dem Motto „In vier Tagen um die ganze Welt“, sie läuft vom 11. bis 14. Juli für Kinder von 8 bis 12 Jahren und ist wieder ein „verlässliches Angebot“, bei dem eine Kinderbetreuung ab 8 Uhr morgens möglich ist.

In der Bauwoche waren die Mädchen und Jungen in sieben Gruppen eingeteilt, in denen sie sich angeleitet von Mitarbeitern des Gemeinschaftszentrum, Ferienpasshelfern und Eltern alle zunächst erst einen Plan für eine Hütte ausdachten und dann gemeinsam ans Werk gingen. Am Anfang stand wie immer ein großer Berg von Holzpaletten sowie weiteres Baumaterial wie Stämme und Kanthölzer. Einige der Paletten wurden im Ganzen verbaut, etwa als Wand bzw. als Bodenplatte. Andere zerlegten die Kinder, um an die Bretter zu kommen. 

Beim Bau der Hütten wurde gesägt, genagelt und vertäut. Als Dach dienten Planen oder Segel, die mit der Hilfe der Großen über die Hütten gezogen wurden. Natürlich wurden die Neubauten auch gleich eingerichtet – etwa mit Tischen oder Bänken, eine war sogar gleich mit einem Einbaukühlschrank versehen. Noch während die Bauarbeiten liefen, wurden die Hütten dekoriert - beispielsweise mit Gardinen und Blumentöpfen.

Neben den Türschildern war auch die Benennung der Buden wieder ein wichtiges Thema. Die Namenszüge wurden weithin sichtbar in Farbe angebracht. Diesmal gab es beispielsweise eine „Coole Bude“, eine „Blumenhütte“, ein „Weißes Haus“ und eine „Sternenklarehütte“, deren Bezeichnung sich von der durchsichtigen Dachplane ableitete, durch die nachts die Sterne sichtbar sind. In den von den Großen unterstützten Baugruppen ergaben sich wie üblich lustige Hierarchieordnungen: So hatten sich Max, Joel, Jannick und Maximilian (alle 11),  die Bauherren des „Weißen Hauses“,  zu „Präsidenten“ erklärt und der Betreuer, der bei ihnen dabei war, wurde als „Mädchen für alles“ bezeichnet.

Am Bau der Hütten- und Buden dürfen sich auch Eltern beteiligen, da es zu den Zielen des Ferienangebots gehört, den Umgang mit Werkzeugen und Spaß an gemeinsamer handwerklicher Arbeit zu vermitteln. Diesmal war beispielsweise der Vater von Rika (9) auf der Baustelle seiner Tochter dabei – er sei die Aushilfe und der Fahrer gewesen, meinte er.

Weil der Bau der Hütten und Buden ja bei dem warmen Sommerwetter keine schweißtreibende Arbeit werden sollte, wurden zwischendurch viele Pausen gemacht und die Kinder genossen etwa auf Hängematten oder auf „Liegeflächen“ aus Paletten die schöne Zeit. Am meisten fieberten alle der Übernachtung und dem Lagerfeuer entgegen, über dem noch Stockbrote und Marshmallows geröstet wurden.



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