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09.04.2021

European Media Art Festival (EMAF): Talks & Campus

Festival vom 21. – 25. April, Online 21. April – 2. Mai, Ausstellung 21. April – 30. Mai 2021

In seiner diesjährigen Hybrid-Version präsentiert das European Media Art Festival (EMAF) in den Sektionen Talks und Campus eine Reihe an medienkünstlerischen Diskussionsrunden zum Festivalschwerpunkt „Possessed“ sowie eine Auswahl aktueller Arbeiten, mit denen sich Fächergruppen der Medienkunst von europäischen Kunsthochschulen zu Wort melden. Die Programme sind überwiegend auf der Streaming Plattform emaf.cinemalovers.de zu erleben, werden aber auch in Fenstern von Ausstellungsorten der Osnabrücker Altstadt je nach aktueller Allgemeinverfügung zur Corona-Pandemie zu sehen sein.

Fermented prospects 2021 Josephin Hanke.
(Fermented prospects 2021 Josephin Hanke) Filmstill: „fermented prospects 2021“ von Josephin Hanke, DE 2021
Harmful Existence Leon Sahiti.
(Harmful Existence Leon Sahiti) Filmstill: „Harmful Existence“ von Leon Sahiti, DE 2021

Die Talks des diesjährigen European Media Art Festivals (EMAF) beschäftigen sich mit der Frage, was „Besitz“ und „Besessenwerden“ in der heutigen Welt bedeuten und geht dabei etwaigen Wechselbeziehungen auf den Grund. „Die Sprecher:innen diskutieren die Themenfelder Eigentum und Kontrolle im Kontext von Grund und Boden, Identität und Information“, sagt Kuratorin Daphne Dragona, die für das Talks-Programm verantwortlich zeichnet. „Dabei setzen sie sich auch mit der Macht von Glaubenssystemen, Gewohnheiten und herrschender Narrative auseinander. Im Zentrum des Programms steht der Zusammenhang zwischen heutigen Formen von Extraktivismus und Ausbeutung – sei es von Bodenschätzen, menschlicher Arbeitskraft oder Daten – und dem Kolonialismus der Siedler, dem rassistisch geprägten Kapitalismus.“ In sechs virtuellen, auf der Streaming-Plattform emaf.cinemalovers.de stattfindenden Diskussionsrunden sprechen die geladenen Theoretiker:innen, Künstler:innen und Aktivist:innen zum Beispiel über die Gemeinsamkeiten von auf Verbrennung fossiler Energien basierenden Volkswirtschaften und kolonialen Großpflanzungen, Technoheritage und kultureller Enteignung, den im Verborgenen tätigen Arbeitskräften von heute und Sklaverei, digitalen Gewohnheiten und kollektivem Trauma. Besonderes Gewicht liegt dabei auf dem unentwegten Kampf widerständiger Netzwerke und Ökologien.

So diskutieren unter anderem die Künstlerinnen Nora Al-Badri und Lerato Shadi über Strategien gegen kulturelle Enteignung. Regine Rapp und Heather Davis sprechen über die Rolle von Plastik in unseren heutigen Lebenswelten. Die Binaritäten Mensch/Maschine und Rasse/Unterwerfung stehen in der Diskussion von Dr. Ramon Amaro und Maya Indira Ganesh im Mittelpunkt. Ariana Dongus und Tiara Roxanne beschäftigen sich mit Datenkolonialismus. Schwarze Ökologie und die Zusammenhänge von Klimawandel und Kolonialismus sind die Themen im Talk von Jacqueline Brown and Sria Chatterjee. Und Liam Young begibt sich mit uns auf eine Science-Fiction-Safari durch eine imaginäre Stadt der gesamten Erdbevölkerung. „Das Programm der Talks des EMAF 2021 unterstreicht mit seiner Betrachtung angestammter und zeitgenössischer Technologien und kultureller Praktiken, wie sehr es nach wie vor vonnöten ist, die Welt differenziert wahrzunehmen, damit dieser Planet anders bewohnt werden kann“, sagt Kuratorin Daphne Dragona. Das gesamte Programm der EMAF Talks gibt es bald unter www.emaf.de.


Die Festivalsektion EMAF Campus bietet auch in diesem Festivaljahr Klassen und Fächergruppen europäischer Akademien und Hochschulen eine Plattform. Coronabedingt werden diese überwiegend auf der Streaming-Plattform emaf.cinemalovers.de, aber auch vor Ort in Osnabrück in den Fenstern des Kunstraums hase 29, in den Fenstern des Instituts für Kunst/Kunstpädagogik in der Seminarstraße und im Fenster des bbk Kunstquartiers zu erfahren sein. Die Klassen von Julika Rudelius der Hochschule für Kunst Bremen und von Candice Breitz & Eli Cortiñas der Hochschule für Bildende Kunst Braunschweig zeigen Installationen, Performances und Videos, während die Klasse von Katarina Zdjelar des Rotterdamer Piet Zwart Institute mit einem Videoprogramm vertreten ist. Auch das Institut für Kunst|Kunstpädagogik der Universität Osnabrück wird Videos aus den Modulen von Bettina Bruder und Barbara Kaesbohrer im Programm haben, und die Hochschule Osnabrück zeigt darüber hinaus Apps und Videos aus dem Studiengang Media & Interaction Design, betreut von Christoph Mett, Hannes Nehls, Björn Plutka und Michaela Ramm.


Das European Media Art Festival (EMAF) bedankt sich bei seinen Förderern, besonders bei der nordmedia, der Stadt Osnabrück, dem Goethe-Institut, dem Auswärtigem Amt, der Stiftung Niedersachsen, der VGH-Stiftung und dem Landschaftsverband Osnabrücker Land e. V.


www.osnabrueck.de

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