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11.09.2018

Entscheidung des Architektenwettbewerbs Justizzentrum Osnabrück

Unter Vorsitz des Kölner Architekten Prof. Johannes Kister fand am 6. September die Preisgerichtssitzung für die Erweiterung des Justizzentrums in Osnabrück statt.

Das Land Niedersachsen hat mit der Bildung eines Justizzentrums an exponierter Stelle, im Zentrum von Osnabrück, die Weichen für eine zukunftsorientierte Justizverwaltung gestellt. Die Gebäude der Justiz sind seit jeher stadtbildprägend. Land- und Amtsgericht sowie die Außenstelle der Justizvollzugsanstalt in Lingen haben sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten dynamisch entwickelt. In diesem Zusammenhang wurden die Ansprüche an neue, innovative und zukunftsweisende Raumkonzepte formuliert.

Das Land Niedersachsen hat sich daher entschieden, die architektonische Weiterentwicklung am städtebaulich exponierten Neumarkt über einen Architekten-Realisierungswettbewerb klären zu lassen, um so u.a. dem baukulturellen Anspruch für dieses 30 Mio. € Projekt gerecht zu werden. „Über einen Architektenwettbewerb werden vielfältige, innovative Entwurfsansätze entwickelt, die dem Bauherren neue Perspektiven zur Lösung seiner Bauaufgabe geben“, so Cristina v.Pozniak-Bierschenk, Leiterin des Staatlichen Baumanagement Osnabrück-Emsland.

Aus über 114 Teilnahmeanträgen der europaweiten Veröffentlichung wurden 18 Büros aufgefordert, sich intensiv mit dem Wettbewerbsprogramm auseinanderzusetzen. 12 Büros haben Ende Juni ihre Arbeiten beim Staatlichen Baumanagement Osnabrück-Emsland auf Schloss Iburg eingereicht.

Die Jury hat entschieden, 3 Preise und eine Anerkennung zu vergeben.

Der mit 62.500 € Preisgeld dotierte 1. Preis geht an das Büro léonwohlhage aus Berlin.
Die weiteren Preisträger sind das Büro rw+ Berlin sowie das Büro harris + kurrle aus Stuttgart. Eine Anerkennung wurde dem Büro Dömges Architekten aus Regensburg zugesprochen.

Der preisgekrönte Entwurf überzeugte die Jury durch seinen klar strukturierten und sachlichen Eingangsbereich, der sich gut proportioniert zwischen Land- und Amtsgericht einfügt und unter Einbeziehung der unter Naturschutz stehenden Platane auch stadträumlich ein markantes Zeichen setzt. Mit wenigen Eingriffen in die Bestandsgebäude wurde eine schlüssige und nachhaltige Weiterentwicklung des Standortes hin zu einem Justizzentrum in der Innenstadt Osnabrücks ermöglicht.

Dr. Thomas Veen, Präsident des Landgerichts Osnabrück, freute sich über die einstimmige Entscheidung des Preisgerichts zugunsten des Siegerentwurfs. Besonders gelungen seien der lichtdurchflutete Eingangsbereich und die Anordnung der einzelnen Funktionsbereiche mit einem klaren Wege-Leitsystem für den Bürger. Für die Justizvollzugsanstalt würden komplett neue Wege beschritten, indem 41 Plätze für die Untersuchungshäftlinge in den Obergeschossen des Neubaus realisiert werden.

Auch Oberbürgermeister Wolfgang Griesert, der ebenfalls als Jurymitglied an der Entscheidung beteiligt war freute sich über das Ergebnis. Für den prominenten und exponierten Standort im Zentrum der Stadt hat das Büro léonwohlhage nach Ansicht des Oberbürgermeisters gerade mit der Qualität des neuen zentralen Eingangs zwischen Land- und Amtsgericht überzeugt. „Neben der einladenden und Staatliches Baumanagement Osnabrück-Emsland

transparenten Eingangshalle hält die Erweiterung des Justizzentrums aber auch zu den Grundstücken an der Johannisstrasse städtebauliche Optionen offen“.

Die Entwürfe der Preisträger werden vom 13. September bis zum 4. Oktober im Foyer der Universitätsbibliothek Nelson-Mandela-Platz 1 ausgestellt und sind dort von Montag bis Samstag in der Zeit von 10 bis 18 Uhr der Öffentlichkeit zugänglich.

Zusammensetzung des Preisgerichts:

  • Prof. Johannes Kister, Köln
  • Dr.-Ing. Kristin Ammann‐Dejozé, Münster
  • Dipl.-Ing. Hartmut Rüdiger, Braunschweig
  • Dipl.-Ing. Wolfgang Griesert, OB Stadt Osnabrück
  • Dipl.-Ing. Gert Leissing, Präsident Niedersächsisches Landesamt für Bau und Liegenschaften
  • Dipl.-Ing. Cristina v.Pozniak-Bierschenk, Leiterin Staatliches Baumanagement Osnabrück-Emsland
  • Dr. Thomas Veen, Präsident Landgericht Osnabrück
  • Axel Eichmeyer, Vizepräsident Amtsgericht Osnabrück
  • Meik Portmann, Leiter JVA Lingen


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