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24.11.2011

EMA: Schüler der Biologiekurse bi26 und bi21 untersuchten Sandbach am Gartlager Weg

Die Biologiekurse BI21 und bi26 des Ernst- Moritz- Arndt- Gymnasiums (betreut durch Herrn Holger Oldekamp) haben am 11. November 2011 im Rahmen des 3. Semesters „Ökologie“ den Sandbach am Gartlager Weg in Osnabrück bezüglich der Gewässergüte untersucht. Dabei wurden verschiedene Bachabschnitte auf unterschiedliche physikalisch-chemische Parameter, Indikatoren und die Strukturgüte hin untersucht. Angeleitet wurden die Kurse durch Herrn Ulrich Strobel vom rollenden Umweltlabor Grashüpfer des Umweltbildungszentrums Osnabrück. Bei kalten 5 °C, aber viel Sonnenschein ging es ab ins Wasser.

Die Ergebnisse im Einzelnen

Strukturgüte im besseren mäßigen Bereich
Als Fazit der Gewässeruntersuchung ist zu sagen, dass die Gewässerstrukturgüte dieses Sandbach-Abschnitts im besseren mäßigen Bereich liegt. Auch die Werte der chemischen und biologischen Gewässergüte sind im guten und mäßigen Bereich angeordnet. Der Bach ist also nur mäßig mit Chemikalien und Schadstoffen belastet.
Detaillierte Ergebnisse der Gewässeruntersuchung:
Eine Gewässeruntersuchung dient dazu festzustellen, welche Güte das Gewässer hat und welchem Bereich es zugeordnet werden kann.
Um das zu ermitteln sind zunächst drei Schritte notwendig, die ein Gesamtbild über die Gewässergüte schaffen.

Dazu gehören:
1. die Untersuchung der Gewässerstrukturgüte,
2. die chemische Gewässergütebestimmung und
3. die biologische Gewässergütebestimmung
Für die Bestimmung der Gewässerstrukturgüte orientiert man sich an Parametern wie z.B. Gewässerverlauf oder der Uferstruktur. Jeder Parameter wird von 1 bis 5 bewertet; 1 steht für "sehr gut" und 5 für "schlecht". Anschließend berechnet man den Mittelwert seiner Beurteilungen. In unserem Fall liegt der Mittelwert bei 2,5 und lässt darauf schließen, dass der Sandbach zu den Bächen im mäßigen Bereich gehört.

Um die chemische Gewässergüte zu bestimmen, orientiert man sich ebenfalls an Parametern, die je nach Parameter eine Gewichtung von 0 bis 1 aufweisen und alle zusammen 1 ergeben. Jeder Messwert erhält auch eine Indexzahl zwischen 0 und 100 zugeteilt, wobei 100 für den besten und 0 für den schlechtesten Wert steht. Danach multipliziert man den Indexwert mit der jeweiligen Gewichtung und addiert die Ergebnisse, sodass man Angaben zum chemischen Index erhält. Beim Sandbach liegt der chemische Index bei 68,35 und weist somit Gewässergüte 2 auf.

Für die Bestimmung des Saprobienindex benötigt man Wassertiere aus dem zu untersuchenden Gewässer, die je nach Häufigkeit zwischen I für Einzelexemplar und IV für massenhaft vorhanden eingeordnet werden. Zu jedem Zeigerorganismus gehört auch ein Saprobienindex, welchen man mit der Häufigkeit multipliziert, um das Produkt zu errechnen. Anschließend wird die Gesamthäufigkeit aus dem Quotienten der Gesamtsumme gezogen und gibt Auskunft über die biologische Gewässergüte. Der Saprobienindex des Sandbachs beträgt 1,97. Wir erhalten also eine Gesamtgüte von Klasse 2, wobei jedoch die geringe Diversität negativ ins Gewicht fällt sowie die hohe Nitratkonzentration, während der Phosphatwert sehr gering ist, was auf einen Destruentenmangel schließen lässt.
Das Wasser ist keineswegs so klar, dass man es trinken könnte, doch ist es auch nicht übermäßig verschmutzt, da sonst andere Tiere zum Vorschein kommen würden. Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass der Sandbach am Gartlager Weg noch sehr naturnah und nur mäßig belastet ist.

Von Lena Gromes, Sara Hoppe, Robin Martin, Helena Prier & Leon Schmidt

Dieser Beitrag ist auch auf der EMA-Homepage  Link erschienen. Dort finden sich auch viele weitere Bilder!

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