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23.11.2016

Ein Stück Freiheit für die Düte: Montessori-Schüler wieder fleißig

Besonders fleißig in Sachen Natur- und Gewässerschutz war jetzt wieder das Berufsvorbereitungsprojekt Gartenarbeit von der Montessori-Schule unterwegs.

Düte-Projekt: Die Gruppe Gartenarbeit von der Montessori-Schule hat beim Abbau einer alten Uferbefestigung geholfen.
Düte-Projekt: Gruppe Gartenarbeit von der Montessori-Schule beim Abbau einer alten Uferbefestigung.
Weite Natur: Die Auenlandschaft darf sich natürlich entfalten.
Die alten Uferbefestigungssteine wurden als Wall aufgeschichtet.

Nachdem die jungen Leute von der Förderschule mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung zuletzt mehrfach beim Einbau von Strömungslenkern oder dem Anpflanzen von Schutzgehölzen am Sandbach im Carolinger Holz im Osnabrücker Osten geholfen haben, sind sie jetzt an die Düte in Hellern – also ganz weit in den Westen der Stadt – ausgerückt. Und das auch noch bei Novemberwetter. 

Zusammen mit der Natur- und Wildnispädagogin Björg Dewert vom Verein Natur unterwegs e.V. und der Biologin Josefa Schmitz haben sie mitgeholfen, einen Teil einer aus Wasserbausteinen aufgeschichtete Uferbefestigung abzubauen. Der Einsatz lief als Projekt im „Netzwerk Schulen für eine lebendige Hase" des Fachdienstes Naturschutz und Landschaftsplanung der Stadt Osnabrück, in dem Klassen, Arbeitsgemeinschaften, Projektgruppen oder ganze Schulen aus allen Jahrgangsstufen (Lern-)Projekte an Osnabrücker Gewässern durchführen oder sogar „Bachpatenschaften" übernehmen können. 

Nach Angaben von Fachdienstleiterin Christiane Balks-Lehmann, die das Schulnetzwerk als eines der Bestandteile des Gewässerentwicklungsvorhabens „Lebendige Hase“ koordiniert, ging es bei dem Einsatz darum, der Düte wieder ein kleines Stück Freiheit und Raum für die naturgemäße Eigendynamik zu verschaffen. Da die umgebenden Flächen als ökologische Ausgleichsflächen der Stadt gehören, wird die landwirtschaftliche Nutzung in der Düteaue dadurch nicht beeinträchtigt. 

Die Düterevitalisierung ist ein laufendes Projekt, das vom Unterhaltungsverbandes Nr. 96 Hase-Bever tatkräftig unterstützt wird.  „Wir binden die jungen Leute jeweils in laufende Vorhaben mit ein, damit ihre Hilfe auch wirklich sinnvoll ist", so Björg Dewert, die mit den Schülergruppen an die Gewässer ausrückt. 

Vor etwa fünfzehn Jahren wurden in der Düteaue auch Tümpel und eine Flutmulde angelegt, die heute Kröten, Fröschen und Molchen wertvollen Lebensraum bieten. Da diese Tiere aber nicht nur Wasserlebensräume benötigen, sondern auch Unterschlupfmöglichkeiten im Winter, schichteten die Montessori-Schüler die aus dem Düteufer ausgebuddelten Steine am Rande des Überschwemmungsgebietes wieder zu einem Wall auf.

Dafür musste so mancher große Stein durch unwegsames Gelände geschleppt oder mit einer Handkarre gefahren werden. „Als wir im Sommer am Sandbach geholfen haben, war es sehr heiß – dadurch fand ich die Arbeit viel anstrengender als heute an der Düte“, meinte Darian, einer der Schüler aus der Projektgruppe Gartenarbeit. „Die Steine sind ja nicht schwer – und weil hier ja kein Bagger fahren kann, tragen wir sie eben." 

Laut Lehrerin Katja Woppowa, die bei dem rund zweieinhalbstündigen Einsatz an der Düte mit dabei war, bietet die Montessori-Schule eine ganze Reihe von berufsvorbereitenden Arbeitsgemeinschaften an, in denen die jungen Leute praktische Erfahrungen sammeln und Berufsfelder ausprobieren können.

Dem Gartenarbeitsprojekt gehören Schüler der Jahrgangsstufen zehn bis zwölf an. Neben vier ständigen Mitgliedern der Gruppe waren jetzt an der Düte noch einige weitere Schüler mit im Einsatz. „Wir freuen uns über die Zusammenarbeit mit dem Schulnetzwerk. Die Projekte sind wirklich interessant", lobte Woppowa.

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