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18.04.2018

„Ein SS-Sturmbannführer 1934 vor Gericht. Der Prozess gegen Heinrich Remmert wegen Misshandlungen im KL Esterwegen“

Das Museumsquartier Osnabrück möchte mit seiner Vortragsreihe „Topografien des Terrors – Nationalsozialismus vor Ort“ zur Auseinandersetzung mit der NS-Ideologie und ihrer Zeit anregen. Veranstaltungsort ist mit der Villa Schlikker die einstige Osnabrücker NSDAP-Zentrale. Die Villa ist heute zentrales Forum einer kontinuierlichen Erinnerungsarbeit zur NS-Geschichte in Osnabrück.

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(TdT18 Weitkamp BA Berlin SSO Akte Heinrich Remmert Kl) KZ-Kommandant Heinrich Remmert Foto: Bundesarchiv Berlin, SSO Heinrich Remmert

In diesem Jahr geht es unter anderem um die Reichspogromnacht vor 80 Jahren und die Schicksale verfolgter Menschen wie die Osnabrücker Familie van Pels, die gemeinsam mit Anne Franks Familie im Versteck in Amsterdam vergeblich versuchte, dem Holocaust zu entgehen.

Die Veranstaltungsreihe findet in  Kooperation mit der Gedenkstätte Gestapokeller im Schloss Osnabrück e.V., der Gedenkstätte Augustaschacht e.V. und der Volkshochschule der Stadt Osnabrück statt.

Am Donnerstag, 3. Mai, 19.30 Uhr, referiert  Dr. Sebastian Weitkamp zum Thema „Ein SS-Sturmbannführer 1934 vor Gericht. Der Prozess gegen Heinrich Remmert wegen Misshandlungen im KL Esterwegen“.Am 16. November 1934 eröffnete das Landgericht Osnabrücks die Hauptverhandlung gegen den ehemaligen KZ-Kommandanten Heinrich Remmert. Der Tatvorwurf lautete: Körperverletzung im Amt. Der Angeklagte hätte im Sommer 1934 einen Schutzhäftling massiv körperlich misshandelt. Das Opfer saß als Nebenkläger im Saal und mehrere ehemalige Häftlinge warteten, um als Zeugen auszusagen. Am Ende verurteilten die Richter Remmert zu drei Monaten Gefängnis.

Dr. Sebastian Weitkamp ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Gedenkstätte Esterwegen und stellt Ermittlungen, Prozess und Nachgeschichte des Verfahrens anhand historischer Akten dar.


www.osnabrueck.de

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