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15.03.2018

Den Schatz an Aktiven und Initiativen im Quartier heben: Funktionierende Nachbarschaften nützen Jung und Alt

Was macht einen Stadtteil für seine Bewohner lebenswert und wie können alle Generationen in die Mitverantwortung für ihren Stadtteil einbezogen werden? Mit diesen Fragen haben sich 16 Haupt- und Ehrenamtliche aus neun Stadtteilen auf Einladung des Seniorenbüros der Stadt Osnabrück intensiv beschäftigt. Fazit: Mit einer klugen Quartiersentwicklung lässt sich ein Schatz in den Stadtteilen heben.

Seniorenbüro - Quartiersentwicklung.
(Seniorenbüro - Quartiersentwicklung) Haupt- und Ehrenamtliche aus neun Stadtteilen beschäftigen sich mit der Frage, wie alle Generationen in die Mitverantwortung für ihren Stadtteil einbezogen werden. Foto: Mareile Viecenz

Die Städte verändern sich: Die Bevölkerung wird insgesamt älter, die Zahl der Singlehaushalte wächst. Es gibt mehr ältere Menschen, die Unterstützung brauchen, weil sie gesundheitlich eingeschränkt sind, bei immer weniger Kindern, die vor Ort leben. Eine Vielfalt von Lebensstilen, Religionen und Kulturen trifft sich in unseren Stadtteilen. „Die Frage ist, wie wir den Zusammenhalt und das soziale Miteinander der Menschen im Stadtteil stärken können, die im Alltag immer weniger Erfahrungen teilen“, erläutert Paul Meimberg, Vorsitzender des Osnabrücker Seniorenbeirates.

Die Fortbildungsteilnehmer, das Osnabrücker Netzwerk >Gut älterwerden im Quartier< und der Seniorenbeirat, haben zwar vor allem die Generation 60Plus im Blick, aber alle profitieren von gegenseitiger Unterstützung: Eltern müssen heutzutage bei Arbeit und Kinderbetreuung viele Termine koordinieren und vermissen helfende Großeltern vor Ort. Ältere brauchen vielleicht Unterstützung beim täglichen Einkauf oder Ansprechpartner für Fragen zu ihrem Handy oder Computer. Großeltern und Enkel haben wenig Kontakt und lernen nicht mehr gegenseitig von ihren Erfahrungen. Gut funktionierende Gemeinschaften in der Nachbarschaft können hier für alle – ob jung oder alt - nützlich sein.

Die Teilnehmer erfuhren an zwei Tagen, wie man dieses Miteinander im Stadtteil praktisch organisieren und die Bewohner motivieren kann mitzumachen. Sie überlegten, welche Partner man an Bord holen sollte und tauschten sich über die eigenen Erfahrungen aus. Mit diesem Handwerkskoffer ausgestattet, wollen sie nun in ihren Stadtteilen aktiv werden und haben sich viel vorgenommen: Aktiv neue Stadtteilakteure für eine gemeinsame Strategie gewinnen, Runde Tische und Veranstaltungen zur Quartiersentwicklung organisieren, mehr Bürgerbeteiligung anstoßen, Generationen in Projekten zusammen bringen (z. B. Hausaufgaben- und Lesehilfen durch Senioren) und vieles mehr.

Gemeinsames Fazit der Teilnehmer und der Referentin Ursula Kremer-Preiß, vom Kuratorium Deutsche Altershilfe: In vielen Osnabrücker Stadtteilen gibt es bereits einen Schatz an Aktiven und Initiativen, die sich mit viel Zeit und Herzblut für das Zusammenleben engagieren und Angebote schaffen. Es fehlt jedoch ein verlässliches und finanziell gut ausgestattetes, professionelles Quartiersmanagement, das diesen Schatz durch ein vernetztes Vorgehen im Stadtteil hebt und damit die Lebensqualität für alle erhöht. Dass der Seniorenbeirat alters- oder generationengerechte Quartiersentwicklung künftig unterstützen und das Thema voranbringen will, ist ein wichtiges Ergebnis der gemeinsamen Arbeit.


www.osnabrueck.de

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