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28.06.2019

„Dem Leben auf der Spur“: Museum am Schölerberg erhält Millionen-Förderung für neue Dauerausstellung

„Das Museum am Schölerberg erhält 2,8 Millionen Euro für die Erneuerung der Dauerausstellungen und die Sanierung des Hauses“, freut sich Stadtrat Wolfgang Beckermann über die Förderzusage des Landes Niedersachen. Damit ist der Grundstein gelegt für ein neues Naturkundemuseum in Osnabrück. Einen Ort, der das außergewöhnliche Naturerbe der Region nach außen trägt, aber auch Raum bietet für die Auseinandersetzung mit drängenden Umweltfragen dieser Zeit: In welcher Welt möchten wir morgen leben und was sind wir bereit, dafür zu tun?

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(2019 05 09 Beckermann MaS RobertSchäfer 4 ) Stadtrat Wolfgang Beckermann (rechts) und Museumsdirektor Norbert Niedernostheide präsentieren die Pläne für die Baumaßnahmen. Foto: Robert Schäfer
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(2019 05 09 Beckermann MaS RobertSchäfer 2 ) Stadtrat Wolfgang Beckermann und Museumsdirektor Norbert Niedernostheide an einem Modell für das neue Konzept des Museums und der Sigillaria, einer 300 Millionen Jahre alten versteinerten Wurzel des Siegelbaums, die in der neuen Dauerausstellung eine wesentliche Rolle spielen wird. Foto: Robert Schäfer

„Die Förderung ist ein großer und wichtiger Durchbruch“, zeigt sich Beckermann begeistert. „Damit haben wir endlich eine Basis, um die hervorragende Arbeit der Vergangenheit auch in Zukunft fortsetzen zu können. Ich danke daher unseren Landtagsabgeordneten, die sich beharrlich für dieses Projekt eingesetzt haben und dem Landkreis, der sich finanziell an der Neuausrichtung beteiligt.“

„Es kommt fast alles raus“, erklärt Norbert Niedernostheide, Direktor des Museums. Ausgehend vom Planetarium soll eine Spur des Lebens durch das Haus und aus ihm herausführen. Besucherinnen und Besucher sollen motiviert werden „die Wildnis vor der eigenen Haustür“ zu erkunden. Denn Fokus des neuen Museumskonzeptes ist der UNESCO Geopark TERRA.vita. 300 Millionen Jahre Erdgeschichte lassen sich an kaum einem anderen Ort so gut zeigen. Und auch die wissenschaftliche Sammlung des Museums beherbergt geologische Schätze aus dem Park, die Besucher in eine längst vergangene Welt zurückblicken lassen. Schon einmal einer Riesenlibelle aus dem Karbon begegnet?

Neben Wissensvermittlung geht es den Museumsmachern aber vor allem darum, Besuchern das nachhaltige Verhalten in und mit der Natur mitzugeben. „Gerade in der heutigen Zeit mit überaus drängenden Fragen zur Zukunft unseres Planeten, wollen wir nicht nur zeitgemäß informieren, sondern aktiv Perspektiven aufzeigen“, erklärt Niedernostheide. Aus Sicht der Leiterin des Fachbereichs Kultur, Patricia Mersinger, wird mit diesem Projekt ein wesentlicher Beitrag zu den Stadtzielen und der Kulturstrategie geleistet.

Mit circa 100.000 Besuchern und 600 umweltpädagogischen Veranstaltungen jährlich zählt das Museum am Schölerberg zu den besucherstärksten Museen der Stadt Osnabrück. „Unsere Ausstellungen sind inzwischen aber historisch geworden“, so Niedernostheide, „Erwachsene zeigen ihren Kindern, was sie selbst schon als Kinder gesehen haben. Nun haben wir die Chance ein Museum der Zukunft aufzubauen. Damit stehen wir vor unserer größten Herausforderung. Dieser stellen wir uns aber gern!“

Die finanzielle Unterstützung hat das Land Niedersachsen im Rahmen der Richtlinie „Landschaftswerte“ bewilligt, die sich aus Geldern des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie aus Landesmitteln speist. Zentraler Aspekt ist die enge Verknüpfung mit einem Natur- oder Nationalpark. Hier konnte das Museum am Schölerberg mit seiner Lage im Natur- und Geopark TERRA.vita und seiner Funktion als Naturparkzentrum punkten.

„Mit der Förderung des Bundes für den baulichen Umbau der Villa Schlikker zu einem Calmeyer-Haus mit 1,7 Millionen Euro und der Förderzusage des Landes für die Erneuerung des Museums Schölerberg stehen nun insgesamt 4,5 Millionen Euro an Fördergeldern zur Verfügung. Mit den Schwerpunktthemen Neue Stadtgeschichte, Calmeyer-Haus und dem Museum am Schölerberg sind wir nun in der kompletten Museumslandschaft im Umbruch. Dies wird den Kulturstandort Osnabrück weiter stärken“, fasst Beckermann zusammen.


www.osnabrueck.de

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