Navigation über die Inhaltsbereiche dieser Seite

Der Hauptinhaltsbereich - hier finden Sie Artikel zum Thema Aktuelles

30.07.2020

Citylogistik-Feldversuch – ein Jahr nach dem Start

Mobile Zukunft zieht mit Partnern Bilanz und gibt Ausblick

Gut ein Jahr ist es her. dass der Paketzusteller UPS Deutschland und die Bremer RYTLE GmbH einen Feldversuch zur Optimierung der sogenannten „Letzten Meile“ gestartet haben. Dabei werden die Pakete auf ein spezielles E-Lastenfahrräder mit Transportfunktion ausgeliefert. Nach gut einem Jahr ziehen die Beteiligten Bilanz und betonen die Bedeutung solcher Citylogistik-Konzepte für den „Marktplatz Osnabrück“. Im November ist ein Treffen geplant, an dem alle relevanten Kurier-, Express- und Paketdienstleister zusammenkommen. Zielsetzung ist die Einrichtung von Mikro-Depots in Osnabrück –möglicherweise in den OPG-Parkhäusern. Dazu wird jetzt eine Machbarkeitsstudie gestartet.

200730 PI Citylogistik UPS.

„Die Relevanz der Citylogistik ist für den Mobilitätswandel in Osnabrück als besonders bedeutsam einzuschätzen! Die Zunahme der Paketaufkommen heißt eben auch eine Zunahme der Zustellfahrzeuge der Kurier-, Express- und Paketdienstleister – und das wiederum führt zu Platzkonflikten mit dem Rad- und Busverkehr“, erklärt Frank Otte, Stadtbaurat der Stadt Osnabrück und führt aus: „Das Thema Citylogistik ist durchaus komplex, aber aus unserer Sicht ist es absolut lohnenswert weiter daran zu arbeiten und die sehr guten Ansätze gemeinsam mit den Akteuren weiterzuentwickeln.“ Ein Ansatzpunkt für die Reduktion des Lieferverkehrs in den Innenstädten bieten sogenannte Mikro-Depots. Mikro-Depots liegen innerstädtisch und verkehrsgünstig in bevölkerungsreichen Lagen und zeichnen sich durch die gemeinsame Nutzung innerstädtischer Logistikflächen aus.

Machbarkeitsstudie für Mikro-Depots

Bei der Einrichtung von Mikro-Depots könnten auch die Osnabrücker Parkhäuser der der Osnabrücker Parkstätten Gesellschaft (OPG) eine wichtige Rolle spielen. Denn das zentrale Mikro-Depot des Pilotenprojektes befindet sich an der OPG-Vitihof-Garage an der Gerberstraße und ist wie folgt eingebunden: Ein UPS-Transporter bringt Pakete zum Depot an der Vitihof-Garage. Dort werden die Pakete in die Box des „MovR“ – einem elektrisch betriebenen Gefährt auf drei Rädern – umgeschlagen und dann ausgeliefert. „Wir verstehen uns als Dienstleister und wesentlicher Kooperationspartner für den Mobilitätswandel – ´Raum für Ihre Mobilität ist unser Motto´. Für uns war es daher nur logisch und selbstverständlich hier als Partner aufzutreten“, betont auch Wigand Maethner, OPG-Geschäftsführer.
Im Pilotversuch hat diese Form des zentralen Umschlagsplatzes gut funktioniert und gezeigt, dass gerade die OPG-Parkhäuser für die Einrichtung zentraler Paket-Depots eine gute Möglichkeit sein könnten. Inwiefern das auf ganz Osnabrück zutrifft, darüber soll nun eine Machbarkeitsstudie – beauftragt durch die Stadt Osnabrück–. Aufschluss geben. Außerdem sollen Einsparpotenziale hinsichtlich von Emissionen, die standortspezifischen Anforderungen und die Akzeptanz potenzieller Nutzer untersucht werden.

Im November diesen Jahres wird der KEP-Dialogs stattfinden – dies ist ein Runder Tisch bestehend aus allen relevanten Kurier, Express- und Paketdienstleistern (kurz: KEP). Zunächst sollte er im März stattfinden, musste jedoch aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt. Zielsetzung des Runden Tisches ist die Einigung und Entscheidung über die Einrichtung gemeinsamer zentraler Mikro-Depots in Osnabrück, um so Lieferverkehre zu reduzieren und zu bündeln.

Einsatz eines weiteren UPS-Cargobikes wird geprüft

Auch UPS zeigt sich mit dem ersten Jahr des Pilotprojektes sehr zufrieden: „Zusammen mit der ´Mobilen Zukunft´ konnten wir nun ein Jahr testen, ob unser City Logistik Konzept mit elektrisch unterstützten Lastenrädern auch in Osnabrück in der Praxis aufgeht“, erklärt Rainer Kiehl, City Logistik Projekt-Manager bei UPS Deutschland und führt weiter aus: „Wir hatten 2012 in Hamburg mit Zustellungen über ein Mikro-Depot und der Unterstützung von E-Lastenrädern begonnen. Städte sind sehr individuell und brauchen daher jeweils angepasste Lösungen. Initiativen wie MOBILE ZUKUNFT helfen daher enorm, um nachhaltige Lösungen für die Paketzustellung umzustetzen. Da der Pilot in Osnabrück so erfolgreich verlaufen ist, prüfen wir den Einsatz eines weiteren Lastenrads im Bereich der Vorderen Wüste.“ Die Zahlen sind unterstützen diesen Ansatz: Jeden Werktag stellt UPS mit dem E-Lastenrad über 150 Pakete zu – das sind rund 38.000 jährlich - und spart damit ein mit Diesel betriebenes Zustellfahrzeug der 7,5 Tonnen-Klasse ein.

Stärkung des Marktplatz Osnabrück

„Dieser Baustein eines gesamtstädtischen Citylogistik-Konzeptes passt sehr gut zu unseren Überlegungen, nachhaltige Mobilitätskonzepte in und für Osnabrück zu entwickeln und zu fördern. Denn am Ende des Tages zahlt es auf die Stärkung des Marktplatzes Innenstadt als Einkaufs-, Handels, und Erlebnisbereich ein“, betont Stadtbaurat Otte. Für die Umsetzung eines solchen gesamtstädtischen Citylogistik-Konzeptes sei ein Zusammenspiel der Akteure Handel und Gastronomie, Logistikbranche sowie Stadt unerlässlich. „Genau diesen Ansatz verfolgen wir in unserem gemeinsamen Projekt „Mobile Zukunft´.“

Schnittstelle zu www.osnabrück24.de

Der Kontakt zu UPS war über das gemeinsame „Mobile Zukunft“-Projektbüro von Stadt und Stadtwerken entstanden. „Hinter dem Begriff Citylogistik steht der Ansatz, den Warenverkehr für die Innenstadt und von der Innenstadt zum Kunden nachhaltig zu optimieren“, erläuterte Dr. Stephan Rolfes. Der Stadtwerke-Mobilitätsvorstand sieht daher große Schnittstellen zu dem bereits angelaufenen Citylogistik-Netzwerk www.osnabrück24.de des Osnabrücker Handels. Mehrere Osnabrücker Einzelhändler haben sich hier zusammengeschlossen, um ihre Warenströme und ihren Lieferservice zu bündeln. „Beide Initiativen halten unnötige Lieferverkehre und Transporte aus der Innenstadt heraus und machen Osnabrück noch lebenswerter“, so Dr. Rolfes. „Einmal mehr zeigt sich: partnerschaftlich und gemeinsam erreichen wir mehr.“

 


www.osnabrueck.de

Datenschutz | Impressum | Urheberrechte © 1996-2020: Stadt Osnabrück | Tel: 0541 323-0

zum Seitenanfang mit der Seitenbereichsnavigation springen