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16.05.2020

Auswertung der Umfrage „Erhebung über finanzielle Schäden beziehungsweise Einbußen bei Künstlern und Kulturschaffenden" abgeschlossen

Vom 23. März bis zum 17. April hat der städtische Fachbereich Kultur eine Umfrage unter den Osnabrücker Kulturschaffenden durchgeführt, um Informationen zur aktuellen Lage im Rahmen der Corona-Pandemie zu sammeln. Sie enthielt Fragen zu Zeitraum, Höhe und Art eventueller finanzieller Einbußen sowie zu bisherigen Unterstützungsmöglichkeiten.

Die Einreichungen umfassen eine große Bandbreite: von Solo-Selbständigen aus verschiedenen Kunstgattungen (Künstler, Musiker, Schauspieler etc.) über gemeinnützige Vereine bis zu Unternehmen (Theaterkompanien, Galerien, Konzertveranstalter etc.). Von den 55 Einreichungen sind 39 Selbständige (71 Prozent) und jeweils acht gemeinnützige Vereine (14,5 Prozent) und Unternehmen (14,5 Prozent). Das Gros der Einreichungen, insgesamt 29, stammen aus dem Bereich der Musik (52,7 Prozent), gefolgt von Theater (21,8 Prozent) und Kunst (12,7 Prozent). Die Gender-Verteilung ist wie folgt: 41,8 Prozent männliche und 25,5 Prozent weibliche Solo-Selbständige sowie 32,7 Prozent Ensembles und Institutionen, in denen entweder beide Geschlechter vorhanden sind oder keine Angaben vorliegen.

Die Auswertung der Angaben erbrachte folgenden Ergebnisse: Am Stärksten und kurzfristig gefährdet sind die professionellen Solo-Selbständigen. Bei ihnen brechen häufig alle oder ein Großteil der Einnahmen weg. Viele Einsender berichten zudem, dass sie keine Unterstützungsmöglichkeiten haben. Die Vereine und Unternehmen mussten einzelne Projekte absagen oder (bei Öffentlichkeitsverkehr) ihren kompletten Betrieb einstellen. Es fehlen die Einnahmen aus Veranstaltungen, Gastronomie und Vermietungen. Auch in den darstellenden Künsten stehen freie Theater und selbständige Darstellerinnen vor einem Komplettausfall aller Vorhaben. Die Vereine und Unternehmen können einige finanzielle Konsequenzen über Kurzarbeit abfangen und/oder haben Anträge bei der NBank gestellt. Einige haben Spendenaktionen gestartet. Zudem gilt für diese Institutionen: Sie sind umso stärker betroffen, je weniger institutionelle oder Projektförderung sie bekommen und je höher der am Markt erwirtschaftete Anteil ihrer Einnahmen ist.

Eine große Gemeinsamkeit der Betroffenen ist, dass sie die Verluste bis ca. Juni oder Juli konkret beziffern können. Hochgerechnet für alle Einsendungen liegt dieser Schaden bei ca. 200.000 Euro pro Monat. Ab August beginnt ein Zeitraum, für den Aufträge und Engagements kaum vorliegen. Die Corona-Krise hat dazu geführt, dass momentan kaum Verhandlungen über Projekte und Engagements im Herbst 2020 und später geführt werden. Es zeichnet sich ab, dass die Corona-Pandemie längerfristige Auswirkungen auf die Kulturschaffenden haben wird und dass es bei einer schrittweisen Lockerung der Maßnahmen und Unsicherheit über deren Verlauf eine längere Anlaufzeit geben wird, bis der Kulturbetrieb wieder in gewohntem Umfang für Arbeit und Aufträge sorgt.

Weitere Auskünfte erteilt Dr. Holger Schwetter, Fachbereich Kultur der Stadt Osnabrück, Tel. 0541 323-3093 (wegen Homeoffice: Tel. 0173-2131614), E-Mail schwetter.h(at)osnabrueck.de


www.osnabrueck.de

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