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19.09.2018

Ausstellung zieht vom Akzisehaus ins Haus der europäischen Geschichte nach Brüssel um

Von Osnabrück nach Brüssel: „Ungehörte Spuren – Unheard Traces“ – so lautet der Titel einer Ausstellung, die 17 junge Europäerinnen und Europäer in zehntägiger Teamarbeit im „Labor Europa Osnabrück“ entwickelt haben. Sie war im Akzisehaus zu sehen und ist jetzt ins Haus der europäischen Geschichte in Brüssel umgezogen, wo sie die kommenden vier Wochen gezeigt wird.

2018 09 18 Labor Haus Geschichte Bruessel.
(2018 09 18 Labor Haus Geschichte Bruessel) Yevheniia Hasai (links) aus Litauen und Liza Ardeshelia aus Georgien bei der Eröffnung der Ausstellung „Ungehörte Spuren – Unheard Traces“ im Haus der europäischen Geschichte in Brüssel. Die beiden Frauen hatten am Projekt „Labor Europa“ teilgenommen und im Bereich Geschichte die Ausstellung mit erarbeitet. Sie ist nun vom Akzisehaus nach Brüssel umgezogen. Foto: European Union 2018 - Source : EP
Labor Brüssel Liza Ardashelia left and Yevheniia Hasai right.
(Labor Brüssel Liza Ardashelia left and Yevheniia Hasai right) Hans-Gert Pöttering, der ehemalige Präsident des Europäischen Parlamentes mit Liza Ardashelia (links) und Yevheniia Hasai vom Labor Europa Geschichte bei der Eröffnung der Ausstellung „Ungehörte Spuren – Unheard Traces“ im Haus der europäischen Geschichte in Brüssel. Foto: European Union 2018 - Source : EP

Die jungen Männer und Frauen aus Armenien, Deutschland, Georgien, Italien, Litauen, Rumänien, Serbien, Slowenien, Spanien, Tschechien und der Ukraine hatten alle etwas nach Osnabrück mitgebracht: historische Objekte, um damit gemeinsam europäische Geschichte(n) zu erzählen. Diese Geschichten haben sehr persönliche Hintergründe. Zum Beispiel bei Liza Ardashelia aus Georgien, deren silberner Löffel ihrer Familie im militärischen Konflikt um Abchasien 1992/93 das Leben rettete. Sophia-Diana Brings aus Köln brachte die Uniformjacke ihres Ur-Ur-Großvaters, der im Ersten Weltkrieg kämpfte, mit und einen leeren Bügel, der die Jacke ihres Ur-Großvaters repräsentiert. Die Familie hat nie herausgefunden, ob der Ur-Großvater im Krieg gestorben ist. Der Künstler Guglielmo Manenti hat die Geschichten dieser Objekte in Zeichnungen übersetzt und ihnen damit eine noch stärkere visuelle Präsenz verliehen.

Birgit J. Honé, Niedersächsische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung, lobte das Konzept bei der Ausstellungseröffnung in Brüssel: „Gerade in der heutigen Zeit, in der Nationalstaatlichkeit und Europaskepsis an vielen Stellen aufkeimen, uns die Bilder aus Syrien erreichen und wir auch an vielen anderen Orten der Welt militärische Auseinandersetzungen erleben müssen, ist diese Ausstellung besonders wichtig.“

In Brüssel sind nicht nur die Ausstellungsstücke aus dem Labor Geschichte zu sehen: Ein ganzer Ausstellungsraum steht den Besuchern für ihre eigenen Beiträge offen. Ein gemeinsamer Comic soll entstehen und Erinnerungen in kreativer Weise miteinander verbinden.

Bevor die Ausstellung in der Kulturnacht in Osnabrück offiziell Premiere feierte, hatten die Teilnehmer die besondere Gelegenheit, ihre Ideen dem ehemaligen Präsidenten des Europäischen Parlamentes, Prof. Dr. Hans-Gert Pöttering, zu erläutern. Der zeigte sich von dem Ergebnis der Ausstellung wie von den einzelnen Geschichten sichtlich beeindruckt und brachte spontan persönliche Erfahrungen seiner Familie im Zweiten Weltkrieg ins Gespräch ein. Pöttering ist Initiator des Hauses der europäischen Geschichte in Brüssel und zeigte sich daher sehr erfreut, dass zwischen den beiden Museen in Brüssel und Osnabrück über das europäische Projekt eine enge Kooperation entstanden ist. Pöttering war dann auch bei der Eröffnung in Brüssel mit dabei und stellte das Konzept des Labors Europa vor.


www.osnabrueck.de

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