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16.02.2006

An der Hase grünem Strande

Frau Anne Koch-Gosejacob hat uns eine Hasegeschichte geschickt, die die Enstehungsgeschichte der Flussgabelung als Liebesgeschichte von der schönen Else erzählt.

Lesen Sie hier den Anfang der Geschichte. Im Anschluss steht die ganze Geschichte als Download bereit!

Bei Gesmold weist die Hase eine seltene Naturbesonderheit auf. In einer "Bifurkation" teilt sie sich in zwei verschiedene Flusssysteme. Ein Drittel ihres Wassers fließt in östliche Richtung, "die Else". Zwei Drittel des Haseflusses fließen weiter nordwestlich nach Osnabrück.
Diese Flussgabelung ist ein bedeutendes Naturdenkmal im Osnabrücker Land.
Nachforschungen haben allerdings ergeben, dass bei Nacht und Nebel, im Jahr 1580, der Schlossherr von Gesmold, Hermann Amelunxen, fast genau an dieser Stelle das Hasewasser mit einem Graben in den Uhlenbach abgeleitet hat. Er wollte damit den Betrieb seiner Mühle bei Trockenzeiten aufrecht erhalten.
Beschwerden von Mühlenbesitzern häuften sich, sogar Müller aus Osnabrück klagten über zu wenig Wasser.
"Nichts habe ich verändert!" Schroff wies Amelunxen alle Anschuldigungen zurück.
Georg Christoph von Hammerstein, der 1664 Schloss Gesmold übernahm, verschaffte sich durch den Ausbau der Mühlenkapazität und die Erhöhung des Wasserstaus vor der Krusenmühle abermals wirtschaftliche Vorteile. Systematisch vergrößerte er seine Besitz, kaufte weitere Güter und Ländereien dazu, so auch die verfallene Burg Holte. Jetzt erinnerten sich einige der älteren Bürger an die alte Geschichte von der schönen Else:

Der Müller -"De Kruse"-, genannt nach seinen kurzen, lockigen Haaren, betrieb mit seiner Frau Anna in der Nähe des Ortes Gesmold eine Mühle. Die Geschäfte gingen gut und so konnte er sich trotz der vielen Arbeit nicht beklagen.
Als die älteste Tochter im heiratsfähigem Alter war, suchte der Vater nach einem geeigneten Bräutigam.
Else war ein zartes Mädchen, verabscheute die stämmigen Bauernsöhne, hielt nichts von ihren derben Späßen. Sie träumte von einem schlanken Ritter, der sie hoch zu Ross auf eine Burg entführte.
An einem lauen Maientag saß sie am Ufer der Hase und schaute sehnsüchtig in den blauen Himmel, lauschte dabei dem Trillern der Lerche, die hoch über ihr fast bewegungslos in der Luft stand.


Über die Autorin

Frau Anne Koch-Gosejacob geboren 1946 auf einem Bauernhof in Bissendorf. Jetzt wohnhaft in Osnabrück-Haste. Lyrik, Kurzgeschichten, Familienchronik.
Veröffentlichungen: Neue Osnabrücker Zeitung, verschiedene Anthologien. Im "anderen Verlag Osnabrück" Kinderbücher.
Mitglied der Schreibwerkstatt der VHS Osnabrück.

 

Downloads

An der Hase grünem Stande komplett (3 Seiten)

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www.osnabrueck.de

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