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21.07.2015

11. MORGENLAND FESTIVAL OSNABRÜCK

Das Morgenland Festival Osnabrück widmet sich seit 2005 der faszinierenden Musikkultur des Vorderen Orients, von traditioneller Musik bis zu Avantgarde, Jazz und Rock. Mit dem Schwerpunkt auf einer Region, die als „Orient“ unmittelbar positive wie negative Klischeebilder hervorruft, hat sich das Festival zur Aufgabe gemacht, diesen Bildern ein möglichst authentisches entgegenzusetzen.

Jivan Gasparyan Foto Artak Margaryan.
(Jivan Gasparyan Foto Artak Margaryan) Jivan Gasparyan (c) by Artak Margaryan

Schwerpunkt Armenien
Flucht und Diaspora

Armenien - das Land im Kaukasus, umschlossen von Georgien, der Türkei, Aserbaidschan und Iran. Ein Land mit so wechselvoller wie schmerzvoller Geschichte, mit einer zauberhaften eigenen Schrift; das Land, welches als erstes das Christentum zur Staatsreligion erklärte. Hier am Ararat soll Noah mit seiner Arche nach langer Fahrt wieder an Land gekommen sein.

Das Morgenland Festival Osnabrück legt in seiner 11. Edition den Schwerpunkt auf die armenische Musik. Sie unterscheidet sich sehr von der persischen, arabischen und türkischen, und doch hat sie diese beeinflusst und ist von diesen beeinflusst worden. Und, fast immer hat sie etwas Melancholisches. Als wolle sie die Katastrophe des armenischen Volkes beschreiben: 1915.

Der erste Genozid des 20. Jahrhunderts kostete Hunderttausenden Menschen das Leben. Millionen Armenier leben bis heute in der Diaspora, auf der ganzen Welt verstreut. Sie haben ihr Leben neu erfinden müssen. Nur wenige überlebten die Hungermärsche nach Syrien, von wo ihre Nachkommen jetzt wiederum auf der Flucht vor der Barbarei des selbsternannten "Islamischen Staates" sind.

Festivalleiter Michael Dreyer: „Fast alle unsere Freunde aus Syrien und Irak mussten ihre Heimat verlassen. Ihnen und allen Menschen, die auf der Flucht sind, widmen wir dieses Festival.“

Weitere Informationen und das Programm unter: www.morgenland-festival.com/start oder in der Tourist-Information Osnabrück, Bierstraße 22-23, Osnabrück, Tel. 0541 323-2202, Mo - Fr 9.30 bis 18 Uhr, Sa 10 bis 16 Uhr

 

 

 

 


www.osnabrueck.de

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