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03.02.2021

100 Tage Fachstelle Wohnraumsicherung und Prävention

Die Fachstelle Wohnraumsicherung und Prävention bietet seit 100 Tagen Beratung an mit dem Ziel zu verhindern, dass Menschen ihre Wohnung verlieren.

2021 02 03 Fachstelle Wohnraumsicherung.
(2021 02 03 Fachstelle Wohnraumsicherung) Sara Wobig (mitte) und Nina Lade (rechts) beraten, wenn Wohnungslosigkeit droht. Stadträtin Katharina Pötter (rechts) begrüßt, dass die Stadt Osnabrück mit diesem zunächst auf zwei Jahre angelegten Modellprojekt sich dieser wichtigen Aufgabe widmet. Foto: Stadt Osnabrück, Nina Hoss

„Die Arbeit der Fachstelle hat eine wichtige Funktion, denn eine Wohnung gehört zu den elementarsten Grundbedürfnissen von Menschen“, sagt Katharina Pötter, Sozialvorstand der Stadt. „Um den Verlust der Wohnung zu verhindern, ist eine gezielte Beratung, eine Vermittlung zwischen Vermietern und Mietern sowie eine gute Vernetzung zu Kooperationspartnern nötig“, so Pötter. Die Mitarbeiterinnen Nina Lade und Sara Wobig haben bereits 44 Personen unterstützt. In 25 Fällen lag sogar schon eine Kündigung vor. Daher ist es besonders wichtig, dass die Stelle frühzeitig von drohendem Wohnraumverlust erfährt und noch reagieren kann, bevor ein Mensch seine Wohnung verlassen muss.

„Die meisten Ratsuchenden melden sich telefonisch bei uns“, erklärt Nina Lade von der Fachstelle. „Die Beratung läuft dann meist so ab: In einem Erstgespräch wird die aktuelle Situation geklärt und die Problemlage erörtert. Darauf aufbauend folgt Beratung, Unterstützung und eventuell Vermittlung an Kooperationspartner“, so Sara Wobig. Häufigster Grund für einen drohenden Wohnungsverlust sind Mietschulden. Diese können schon entstehen, wenn die Kontodaten bei einem Vermieterwechsel nicht geändert werden. Liegen dagegen Suchterkrankungen oder psychische Beeinträchtigungen vor, benötigen Mieter oft längerfristig Unterstützung und es werden Kooperationspartner wie beispielsweise die Wohnungslosenhilfe, Schuldner- oder Suchtberatung hinzugezogen. Andere Gründe für die Kontaktaufnahme können zum Beispiel Feuchtigkeitsprobleme, der Verdacht der Verwahrlosung oder Verstöße gegen die Hausordnung sein.

Die Stadt Osnabrück als Vermittlerin setzt sich dafür ein, gemeinsame Lösungen mit den beteiligten Parteien zu erarbeiten. Das kann auch ein Anreiz für Vermieterinnen und Vermieter sein, an Menschen zu vermieten, die es sonst schwer haben, eine Wohnung zu bekommen.

Die Kosten von 240.000 Euro für das zunächst auf zwei Jahre befristete Modellprojekt für Niedersachsen teilt sich die Stadt Osnabrück mit dem Land Niedersachsen. Die Fachstelle ist im Fachbereich Integration, Soziales und Bürgerengagement eingegliedert, im Fachdienst Sozialer Dienst, unter der Leitung von Frau Beermann-Stöveken, die das Konzept entwickelt hat. Sollten Sie als Mieter oder Vermieter Probleme im Mietverhältnis haben, wenden Sie sich telefonisch unter 0541 323 3520 und 323 3521 oder per E-Mail ankfwp(at)osnabrueck.de an die Fachstelle.


www.osnabrueck.de

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