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22.04.2021

Biotonne: Wie gut trennen die Osnabrücker ihren organischen Abfall?

Zweimal hat der Osnabrücker ServcieBetrieb (OSB) die gelben Tonnen stichprobenartig kontrolliert, um festzustellen wie gut die Osnabrücker Bürgerinnen und Bürger ihren Abfall trennen. Das Urteil fiel insgesamt sehr gut aus. Wie steht es nun um den Biomüll?

Bioabfall.
(Bioabfall) Foto: Anita Maskos

Die Bioabfälle der Stadt werden gemeinsam mit Bioabfällen aus dem Landkreis zur Kompostierungsgesellschaft in Bohmte gebracht und zu Kompost verarbeitet. Dabei werden Komposte unterschiedlicher Güte erzeugt für Anwendungen im Acker-, Garten- und Landschafts-, Erwerbsgarten- und Hobbygartenbau. Kompost aus Bioabfällen stabilisiert und verbessert den Humusgehalt landwirtschaftlicher Böden. Kompost hilft, die Verwendung von Torf zu ersetzen. Der Einsatz von Kompost verringert zudem den Ausstoß von schädlichen Klimagasen.

Bioabfall ist also ein wertvoller Rohstoff. Damit guter Kompost entstehen kann, muss er möglichst frei von Störstoffen sein. In die braune Tonne gehören Küchenabfälle wie zum Beispiel Gemüse-, Salat- Brotreste, Eierschalen (auch gefärbte), Nussschalen, Kaffeefilter, Teebeutel, Obstreste und –schalen. Natürlich auch Gartenabfälle, sofern Platz in der Tonne ist. „Nichts in der Tonne zu suchen haben Katzenstreu, Knochen, Asche von Grillkohle oder Staubsauberbeutel und schon gar nicht Hundekotbeutel,“ klärt OSB-Logistikleiter Andre Richtering auf. Auch kompostierbare Plastiktüten will Richtering nicht in den Biotonnen haben. In den Kompostanlagen können Plastikprodukte nicht von „kompostierbaren“ unterschieden werden, daher werden sie aufwendig aus dem Bioabfall herausgefiltert und teuer als Restmüll entsorgt werden. Diese Tüten brauchen mindestens 12 Wochen um größenteils zu zerfallen. In den meisten industriellen Kompostierungsanlagen hat der Biomüll maximal vier Wochen Zeit sich zu zersetzen. Besser sind Papiertüten, oder einfach auch Zeitungspapier. „Für die Küche bieten wir kleine zehn Liter Biotonne an, in der der organische Küchenabfall einfach erfasst werden kann. Wir haben auch die passenden Papiertüten dazu,“ wirbt Richtering für die Biosammlung. Für alle die sich am Geruch der Biotonne stören, kann ein Biofilterdeckel Abhilfe schaffen, der verhindert das Faulgase nach außen dringen und Fliegen für die Eiablage in das Tonneninnere eindringen.

Wer zuhause seinen Müll richtig trennt, sorgt für sortenreine Abfälle, produziert weniger Restmüll und spart daher für alle Osnabrücker Geld.

In den kommenden Wochen sind Müllwerker unterwegs, um den Inhalt der Biotonnen stichprobenartig zu prüfen. Nur erheblich fehlbefüllte Tonnen wird die Müllabfuhr stehen lassen und den Bürger über einen Informations-Flyer auffordern, die Tonne nach zu sortieren oder eine gebührenpflichtige Sonderleerung als Restabfall zu beantragen.

Für alle die, die nicht sicher sind, was in die Biotonne kommt, finden Hilfestellungen in der Sortieranleitung auf der Seite des OSB. Müllexperten können ihr Wissen mit der Kampagne #wirfuerbio oder Mülltrennung wirkt überprüfen.

 


www.osnabrueck.de

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