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22.04.2021

Aufstallpflicht für Geflügel in Stadt und Landkreis Osnabrück endet zum 23. April

Der Landkreis Osnabrück hebt die seit Mitte November 2020 geltende Stallpflicht für Geflügel in Stadt und Landkreis auf. Geflügel kann somit ab dem 23. April wieder im Freien gehalten werden.

Geflügelpest 261120.
(Geflügelpest 261120) Gute Lösung: Durch den Einsatz von Schutzvorrichtungen, die den Kontakt zu Wildvögeln sicher und lückenlos unterbinden, können Hobbyhalter ihrem Geflügel auch während der amtlichen Stallpflicht Auslauf ins Freie ermöglichen: Foto: Landkreis Osnabrück/S.Wissing

Die Kreisverwaltung weist darauf hin, dass unabhängig von der Aufhebung der Stallpflicht jeder Geflügelhalter aufgefordert ist, die allgemeinen Schutzmaßnahmen nach der Geflügelpestverordnung einzuhalten (§§ 2 bis 7). Zudem ist zu berücksichtigen, dass der Erreger der Geflügelpest nicht gänzlich aus der Wildvogelpopulation verschwunden ist. Somit bleibt ein Restrisiko für eine Einschleppung in Geflügelhaltungen. Im Rahmen einer Abwägung aller relevanten Faktoren hält es der Landkreis allerdings nicht mehr für angemessen, die Stallpflicht weiter anzuordnen.

Die Stallpflicht war zum Schutz vor der Einschleppung des Geflügelpesterregers durch Wildvögel erforderlich geworden. Durch die Haltung im Stall oder innerhalb von überdachten und seitlich vor dem Eindringen von Wildvögeln geschützten Ausläufen sollte vor allem verhindert werden, dass das Geflügel mit Ausscheidungen infizierter Wildvögel oder mit Wildvogelkadavern in Kontakt kommt. Grundlage für die Anordnung der Stallpflicht war eine Risikobewertung des Landkreises.

Das Risiko wird nunmehr geringer eingeschätzt, weil sich das Seuchengeschehen in der Umgebung beruhigt hat, die Wildvogelbewegungen deutlich nachgelassen haben und sich die Änderung der Witterungslage günstig auswirkt. Zudem wurden im Gebiet von Stadt und Landkreis Osnabrück weder Fälle von Geflügelpest bei Wildvögeln noch Ausbrüche in Geflügelbeständen festgestellt. Es wurden mehr als 130 Proben von Wildvögeln untersucht; in keiner wurde der Erreger der Geflügelpest nachgewiesen.

Hintergrundinformation:

Das Geflügelpestgeschehen war im Herbst/Winter 2020/2021 in Europa und in Deutschland besonders heftig. In Deutschland wurden 1.201 Fälle bei Wildvögeln und 251 Ausbrüche in Geflügelhaltungen festgestellt (Stand 20.04.2021).

Wildvögel waren besonders in Küstennähe betroffen. Aber auch in Nachbarkreisen von Stadt und Landkreis Osnabrück wurden infizierte Wildvögel nachgewiesen.

Im Bereich der Geflügelbestände waren in Niedersachsen vor allem – trotz Stallhaltung - Ausbrüche in Putenhaltungen zu verzeichnen. Der Schwerpunkt der Putenhaltung liegt im benachbarten Landkreis Cloppenburg, wo es zu 36 Ausbrüchen in Putenhaltungen kam.

Einige Ausbrüche waren aber auch in Geflügelbeständen in den benachbarten Landkreisen Vechta, Diepholz sowie in den Kreisen Minden-Lübbecke, Gütersloh und Warendorf zu verzeichnen.

Zuvor hatte der Landkreis Diepholz seine Stallpflichtanordnung nicht verlängert, die am 15. April endete.


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