Navigation über die Inhaltsbereiche dieser Seite

Der Hauptinhaltsbereich - hier finden Sie Artikel zum Thema Aktuelles

11.01.2017

Lesung mit Georg Stefan Troller: „Unterwegs auf vielen Straßen. Erlebtes und Erinnertes“

Der Autor Georg Stefan Troller liest am Mittwoch, 8. Februar, 19 Uhr, im Gemeindehaus der Evangelisch-reformierten Kirche Osnabrück (Bergkirche 16) aus seinem neu erschienenem Buch „Unterwegs auf vielen Straßen. Erlebtes und Erinnertes“. Darin geht es um die Abenteuer eines ganzen Lebens. Aus einem alten Emigrantenkoffer, der jahrzehntelang ungeöffnet in seinem Keller lag, hat Troller mit plötzlichem Entschluss die längst vergessenen Papiere, Briefe und Fotografien herausgeholt, die in ihm schlummerten.

Troller Hochkant copyright Norbert Schmidt.
(Troller Hochkant copyright Norbert Schmidt) Georg Stefan Troller; Copyright Norbert Schmidt

Er erzählt von seinen Kriegserlebnissen, den wilden Trampfahrten quer durch die Neue Welt bis hinunter nach Zentralamerika, von seinen ersten Nachkriegsjahren in Paris, seinen Erfahrungen als deutscher Reporter. Der Leser trifft Politiker, Künstler und andere außergewöhnliche Menschen, die er vor Mikrofon und Kamera porträtieren durfte. Von Coco Chanel bis Romy Schneider, von Edith Piaf an ihrem Hochzeitstag bis zu dem Nazidarsteller Erich von Stroheim, der in Wirklichkeit der Sohn eines jüdischen Wiener Hutmachers war. Schließlich verabschiedet sich Troller hier mit einem Essay über die Kunst des Alterns von seinen Lesern.
 
Georg Stefan Troller wurde 1921 in Wien als Sohn eines Pelzhändlers geboren. 1938, kurz nach der Reichspogromnacht, musste er emigrieren, erreichte schließlich die USA, wo er als amerikanischer Soldat an mehreren Feldzügen teilnahm. Nach dem Studium in Kalifornien ging Troller 1949 nach Paris, wo er seitdem lebt. Zehn Jahre lang schuf er hier seine berühmte Fernsehsendung „Pariser Journal“, danach an die hundert Dokumentarfilme in aller Welt. Er drehte sie für einen deutschen Kulturraum, in dem er aber selbst nicht mehr beheimatet ist. „Man emigriert eben auf Lebenszeit“, sagt er in einem der Bücher, in denen er sein spannendes Leben aufgearbeitet hat. 2014 wurde Georg Stefan Troller der Schiller-Preis im Nationaltheater Mannheim verliehen.
 
Veranstalter sind das Literaturbüro Westniedersachsen, die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Osnabrück, die Alfred-Gong-Gesellschaft, die Deutsch-Französische Gesellschaft Osnabrück, die Erich-Maria-Remarque-Gesellschaft sowie die Felix-Nussbaum-Gesellschaft mit Unterstützung der Buchhandlung zur Heide und der Evangelisch-reformierten Gemeinde Osnabrück.
 
Der Eintritt kostet 8 Euro, ermäßigt 6 Euro. Karten im Vorverkauf gibt es in der Buchhandlung zur Heide, Osterberger Reihe 2, 49074 Osnabrück, Telefon 0541 350880
 
Weitere Informationen sind im Literaturbüro Westniedersachsen, Telefon 0541 28692, erhältlich.



www.osnabrueck.de

Datenschutz | Impressum | Urheberrechte © 1996-2016: Stadt Osnabrück | Tel: 0541 323-0

zum Seitenanfang mit der Seitenbereichsnavigation springen