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26.10.2022

Stadt Osnabrück verwendet smarte Verkehrssensorik am August-Bebel-Platz

Einigen aufmerksamen Verkehrsteilnehmenden ist es bereits aufgefallen: Seit dem 26. Oktober hängen am August-Bebel-Platz zwei Kameras, die den Straßenverkehr zu beobachten scheinen. Dabei handelt es sich jedoch um eine neue Art der Verkehrssensorik, die im Rahmen des Smart Region Projekts der Stadt Osnabrück getestet wird. Ziel des Projektes ist es, Osnabrück Stück für Stück smarter zu machen und die nun aufgebaute Sensorik ist ein Teil davon.

Freuen sich über das erfolgreiche Anbringen der smarten Verkehrssensorik: Simon Alf, peerOS GmbH, Martin Kuppelmayr, SWO Netz GmbH, und Jan Uhlenbrok, Stadt Osnabrück. Foto: Stadt Osnabrück, Luca Bauer
So sehen die Kameras aus. Foto: Stadt Osnabrück, Jan Uhlenbrock

In Zusammenarbeit mit dem Team Lichtsignalanlagen und Verkehrstechnik der Stadt wurde der August-Bebel-Platz ausgewählt, um den Fahrradverkehr an der Kreuzung mittels smarter Sensorik zu erfassen. Die Ergebnisse werden im Zuge der geplanten Umbaumaßnahmen genutzt, um den Fahrradverkehr sicherer und komfortabler zu machen. Eine weitere Kamera wurde am Bucksturm angebracht und erhebt auch hier Zähldaten.

Bei der Verkehrszählung kommt eine KI-basierte Mustererkennung zum Einsatz, die die einzelnen Umrisse der vorbeifahrenden Objekte bestimmten Objektklassen zuordnen kann. So kann die „Künstliche Intelligenz“ jeweils erkennen, ob es sich um Fahrräder, Autos, Busse oder etwa Lkw handelt. Dabei werden weder Bilder von Personen noch von Kennzeichen aufgenommen, so dass die Zählung datenschutzkonform erfolgt. Diese Zählinformationen werden über LoRaWAN an den Verkehrsrechner übermittelt. LoRaWAN steht für „Long Range Wide Area Network“ und ist ein energieeffizientes und reichweitenstarkes Funknetz, über das Geräte und Sensoren miteinander vernetzt und in das „Internet der Dinge“ eingebunden werden. Zusätzlich werden die Verkehrsdaten auf die sich im Aufbau befindende Datenplattform der Stadt Osnabrück übertragen. Dies entspricht nicht nur dem offenen und transparenten Ansatz des Projektes, sondern bietet auch der Wissenschaft und Öffentlichkeit neue Informationswege. Diese und weitere Daten sind ab dem zeitnahen Start der neuen Datenplattform für alle unter datenplattform.osnabrueck.de abrufbar.

Die verwendeten Sensoren sind mobil und können auch an weiteren Standorten, an denen Verkehrszählungen durchgeführt werden sollen, flexibel eingesetzt werden. Ebenso ist frei konfigurierbar, was genau an welchen Stellen gezählt werden soll.

Jan Uhlenbrok, städtischer Projektleiter Smart Region, freut sich: „Mit dieser neuartigen Verkehrssensorik bringen wir ein weiteres Stück Smart City auf die Straße. Wir wollen dabei nicht nur die verwaltungsinterne Datenlage verbessern, sondern insbesondere der Öffentlichkeit eine Möglichkeit geben, an der intelligenten Stadt teilzuhaben.“

Henrik Möllenkamp vom Fachbereich Geodaten und Verkehrsanlagen ergänzt: „Die Verkehrsdatenerfassung nimmt einen wesentlichen Teil der Verkehrsplanung ein. Dies geschieht im Stadtgebiet bereits mit etablierter Technik. Die neu installierten Erfassungssysteme beschränken sich hierbei nicht nur auf den wesentlichen Anteil des motorisierten Verkehrs, sondern können zeitgleich die Erfassung von Radfahrer- und Fußgängerzahlen abbilden. Durch diese komplexeren Systeme ist eine umfänglichere Datenerfassung und somit eine durchgängigere Planung und Steuerung des Verkehrs möglich.“

Das Vergabeverfahren der Stadt Osnabrück und der SWO Netz GmbH als Smart Region Projektpartner konnte die peerOS GmbH aus Osnabrück für sich entscheiden. Das Start-Up, das sich beim OSNA HACK 2019 gründete, bietet technologisch fortschrittliche Sensorik mit einem besonderen Augenmerk auf „Privacy by design“ und hat den Anspruch, allen datenschutzrechtlichen Anforderungen zu genügen.

Hintergrund: Das vom Bundesministerium des Innern mit 3,45 Millionen Euro geförderte Kooperationsprojekt „Smart Region“ von Stadt und Stadtwerken Osnabrück AG sowie der SWO Netz GmbH hat es sich zur Aufgabe gemacht, Osnabrück in den nächsten Jahren technologisch fortschrittlicher, inklusiver, nachhaltiger und lebenswerter für seine Bewohnerinnen und Bewohner zu gestalten. Ausgehend von der Smart City Osnabrück soll durch einen engen Austausch mit dem Landkreis zudem der Weg zur Smarten Region Osnabrück geebnet werden. In diesem Rahmen werden eine Urbane Datenplattform und ein Beteiligungsportal aufgebaut, sowie eine Qualifizierungsoffensive gestartet. Darüber hinaus ist ein Digitales Cluster geschaffen worden, das Akteure zusammenbringt, die Stadt und Region Osnabrück mit technologischen Innovationen voranbringen wollen.

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